Freude auf Abruf– ein schockierender (aber wissenschaftlicher) Leitfaden über die Kunst des Glücks von innen

Es ist eine natürliche menschliche Tendenz Glück bzw. Freude außerhalb von uns selbst zu suchen.

Wir werden mit Nachrichten aus jedem Teil der Gesellschaft bombardiert, die versprechen, dass wir glücklichere Menschen werden, wenn wir endlich dieses Auto haben, ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder mehr Geld verdienen.

Hast du jemals angehalten und dich gefragt, ob das Ganze wahr ist ? Vielleicht ist auch nur ein verzweifelter Versuch eine innere Leere zu stopfen, die eigentlich nur in unseren Köpfen existiert.
Vielleicht müssen wir ja gar nicht mehr tun, mehr sein und mehr haben um glücklich zu sein, sondern es gibt Möglichkeiten das Glück jederzeit ab zu rufen.

Aber lass dir das nicht von mir sagen. Ich habe keine Yacht und keine Insel. Vielleicht möchtest du aber ja auf Tony Robbins hören, der wohl einer der inspirierensten Personen unser Zeit ist und allemal für 7 Leben ausgesorgt hat:

Erfolg ohne Erfüllung ist die ultimative Niederlage.

– Tony Robbins

Hier die Podcastepisode, falls du heute das Hören bevorzugst:

Eine Geschichte über das Glück von innen

stille

Eines Tages fragte der Zenmeister seine Schüler: "Wie lange ist die Lebenszeit?" Die Antworten der Schüler variierten enorm und er bekam eine Vielzahl an Antworten. Die Schüler hatten 50, 70 oder sogar 100 Jahre anzubieten.

Alle Antworten wurden vom Zenmeister verneint. Als niemand eine Antwort wusste und Stille eingekehrt war, sagte der Meister: "Denkt daran- das Leben liegt zwischen den Atemzügen."

Als ich diese Geschichte das erst Mal gehört hatte, dachte ich mir: "Toll ! Ich habe kein Wort verstanden. Was soll mir die Geschichte sagen." Ich konnte mir höchstens erklären, dass der erste und der letzte Atemzug des Lebens gemeint ist.

Auch wenn die Tradition des Zen sehr simpel ist, wusste ich, dass mehr dahinter stecken musste. Erst viel später sollte ich den Sinn dahinter wirklich verstehen.

Die Lehre ist simpel: "Das Leben ist jetzt- in diesem Moment." Und wie jeder Atemzug auch für uns zugänglich und das zu jeder Zeit. Es braucht keine 10.000 Stunden in einem Kloster um das Jetzt zu erfahren, sondern nur einen bewussten Atemzug.

Auch wenn der Titel: "Freude auf Abruf/ Knopfdruck reißerisch klingen mag, gibt es durchaus Praktiken und Übungen, die dir helfen können in diesen Zustand ein zu treten. Darum soll sich dieser Blogbeitrag heute drehen.

Wie du durch Meditation Glück im Inneren findest- ein Vergleich

Wenn ich dir nur eins in diesem Blogbeitrag mitgeben dürfte, wäre es das. Genauso, wie körperliche Stärke trainierbar ist, sind auch Glück, Freude und Erfüllung eine Sache von Training.

Genau wie du bei jeder Kniebeuge deine Muskeln stärkst und sie als Folge dessen wachsen, sind Meditation und die folgenden Praktiken nicht mehr als eine Frage von Übung und Wiederholung.

Kniebeuge

Du kannst also plötzlich Gewichte bewegen, die vorher unmöglich schienen. Ebenso ist es mit mentalem Training wie Meditation.

Mit körperlicher Fitness verbessert sich jeder einzelne Aspekt deines Lebens. Du hast mehr Energie, du leidest seltener an Krankheiten, du bist nicht so gestresst und du siehst dich lieber im Spiegel an.

In einer schwierigen Phase meines Lebens bin ich beinahe wie du durch Zufall über das mentale Äquivalent von körperlichen Aktivität gestolpert- Meditation. Wenn du so willst: ein Bizepscurl für den Verstand. Durch gewisse Praktiken können wir praktisch Glück auf Abruf in unserem Leben erschaffen.

Selbst der Dalai Lama war nicht immer so glücklich, wie er jetzt ist. Er hat es sich durch jahrelanges Training erarbeitet. Und auch der "glücklichste Mensch" (laut Messungen aus dem Jahr 2007) und buddhistische Mönch Matthieu Ricard hatte sich nicht immer als glücklich bezeichnen können.

Auch wenn beide so viele Stunden und Jahre damit verbracht haben, heißt es definitiv nicht, dass du ein Mönch werden musst oder stundenlang am Stück meditieren musst. Dieses Glück, das diese beiden Männer verinnerlicht haben, ist für uns alle erreichbar. Auch wenn sie Meister in dem Gebiet sind, braucht es für uns nur wenig Zeit um die ersten Früchte unser Arbeit zu ernten.

Eine Studie aus dem Jahr 2003 hat ähnliche Befunde gemacht. Nur 8 Wochen Achtsamkeitstraining sind genug gewesen um signifikante und messbare Veränderungen in den Bereichen des Gehirns, die mit Glück und Erfüllung in Verbindung gebracht werden, festzustellen.

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Unterscheidung Freude und tiefes Glück

Der nach Messungen von 2007 glücklichste Mann der Welt hat meiner Meinung nach eine gute Definition von Glück. Er bezeichnet wahres Glück als "tiefen Sinn des Aufblühens und Wachsens", das aus einem mental enorm gesunden Verstand erwächst.

Es sei nicht nur ein angenehmes, vergängliches Gefühl, eine Emotion oder eine Laune, sondern ein Zustand des angenehmen optimalen Seins .

Du kennst wahrscheinlich zahlreiche solcher Bilder (siehe unten). Das ist aber nicht das Glück, von dem ich und Matthieu Ricard reden. Das kommt eher kurzen Momenten der Freude gleich. Das soll nicht heißen, dass diese Dinge schlecht sind. Im Gegenteil ! Freude ist ein Faktor, der zum Glück beiträgt und sich bei häufigem Erleben aufaddieren kann.

Glück ist...
glück ist

Freude ist jedoch eine Emotion, ein angenehmes Gefühl. Glück dagegen ist ein Netz, das sich nach und nach aus einer Vielzahl von mentaler Gesundheit, körperlicher Gesundheit und persönlichem Aufblühen entsteht. Freude ist also definitiv ein wichtiger Baustein des Glücks und beinhaltet eine Vielzahl dieser Momente der Freude.

Was ich dir in diesem Blogpost also versprechen, ist nicht Glück im Sinne von einem tieferen inneren Frieden, der nie wieder weggeht. Das ist eine jahrelange Praxis, die von vielen Faktoren abhängig ist. Was ich dir dagegen anbieten möchte, sind Übungen um alltäglich Freude in wenigen Minute hervorrufen, die zu deinem Glück beitragen.

Glück und Freude, die nicht von äußeren Umständen abhängig ist

Am besten lässt sich das Misskonzept, das viele von uns bezüglich Glück und freudigen Momenten mit diesem Vergleich beschreiben:

Eines Tages kam ein Mann aufgrund einer Hautkrankheit zum Arzt, weil er aufgrund eines Ausschlags den Drang verspürte sich zu jucken. Jedes Jucken erfüllte einen gewissen Zweck und gab ihm ein angenehmes Gefühl.

Doch eines Tages verschrieb ihm der Arzt ein Gegenmittel und das Jucken hörte auf. In dem Moment erkannt er, dass das Kratzen sich zwar gut angefühlt hat, aber das eigentliche Ziel ist sich nicht mehr kratzen zu müssen.

Wir haben eine evolutionär integrierte Konditionierung des Verstandes, die nach diesem kurzzeitigen Vergnügen sucht. Wenn unsere Sinne positiv stimuliert werden, wenn wir beispielsweise etwas Zuckerhaltiges essen oder unser Ego positiv stimuliert wird, wenn wir gelobt werden, fühlen wir dieses schöne Gefühl von Vergnügen bzw. Freude aufgrund äußerer Faktoren.

Was aber noch besser ist, ist die Freude, die unabhängig von äußeren Faktoren ist und die wir selbst schaffen können. Wir brauchen also nicht zwangsläufig Schokolade dafür, sondern können mit bestimmten Techniken unseren Verstand darauf trainieren Freude frei von äußeren Stimulationen selbst kreieren.

Das ist also eines der Geheimnisse um dein Glückslevel langfristig anzuheben. Warum zur Hölle wird uns das nicht in der Schule beigebracht ?

Skeptisch ? Wie soll man Freude auf Abruf schaffen können ?

freude

Einige von euch werden sagen: Du willst mich doch verarschen ! Freude auf Abruf ? Wenn es so etwas geben würde, wüsste ich davon !

Und es ist gut, dass du skeptisch bist. Denn gerade in diesem Bereich gibt es eine Menge Scharlatane, die schnellen Profit sehen.

Deshalb habe ich eine Vielzahl von Expertenmeinungen integriert und eine Menge wissenschaftlicher Studien hinzugefügt, die das Ganze belegen.

Immer noch skeptisch ? Ich mag dich- du bist genau so skeptisch bzw. vorsichtig in Bezug auf welche Dinge du glauben sollst wie ich. Deshalb biete ich dir an dir selbst ein Bild zu machen, indem du die Übungen ausprobierst und dann urteilst.

Buddhistische Mönche praktizieren das Ganze schon seit Tausenden von Jahren, aber das sind keine Übungen, die du nur in irgendeinem Bergsee im Himalaya, sondern Dinge, auf die du jetzt Zugriff hast.

Himalaya

Du musst also weder reich dafür werden, in einer Holzhütte im Wald leben noch irgendetwas (Religiöses ) glauben noch irgendetwas aufgeben.

Glück kaufen

Auch wenn die Werbung es gerne verspricht, weißt du, dass langanhaltendes Glück nicht vom Konsum von Gütern oder vom Shopping kommt. Dieser positive Stimulus ist wieder von äußeren Faktoren abhängig. Das Problem daran ist, dass diese außerhalb unser Kontrolle sind.

Lass uns uns doch die Dinge kümmern, die intrinsisches Glück bzw. Freude unabhängig von den Umständen schaffen.

Wenn Meditation und Achtsamkeit so wertvoll ist- Warum tut es nicht jeder ?

Eine Schwierigkeit mit Meditation und mentalem Training ist, dass es für einige schwer sein kann zu starten bzw. für manche auch über einen langen Zeitraum durch zu halten.

Genau wie beim körperlichen Training ist nicht jeder bereit den Schmerz des harten Trainings auf zu nehmen, um wie ein Fitnessmodel aus zu sehen.

Zum Glück muss nicht jeder aussehen, wie Arnold Schwarzenegger, um sich wohl in seiner Haut zu fühlen und die Vorteile dieser Praktiken auskosten zu können. Das gilt für Körper und Geist.

Der Kernpunkt ist: Meditation kann bis zur Meisterung einige Zeit einnehmen, aber es braucht nur kurze Zeit, bis es sichtbare und vor allem fühlbare Veränderungen in deinem Leben hervorrufen kann.

Doch dieser Meisterungsprozess schüchtert viele Leute ein.

Was können wir dagegen tun ?

Meditation und Freude als sich selbst bestärkender Kreislauf

positiver kreislauf

Wie angekündigt bedarf es keiner exzessiven Meditationssessions über 3 Stunden pro Tag. Das wird nur schwer mit unserem Alltag vereinbar sein. Ein paar effiziente und einfache Praktiken können eine enorme Power haben und dramatischen Wandel in Bezug auf deine Freude bewirken.

Freude und Meditation sind extrem von einander abhängig. Freude ist für einen trainierten Geist nämlich jederzeit zugänglich. Gleichzeitig ist ein freudiger und friedvoller Geist auch fokussierter, was wieder die Meditationspraxis einfacher macht.

Ein paar wundersame Vorteile der Meditation, falls du noch nie davon gehört hast

Der offensichtlichste Vorteil von Freude auf Abruf ist Freude. Wer hätte es gedacht ? Je mehr du übst, desto länger werden diese Zeitfenster der Freude anhalten. Nicht alle Momente deines Lebens werden von dieser Freude erfüllt sein, aber die Tatsache, dass du auf das häufige Wiederkehren der Freude zählen kannst, kann deine allgemeine Stimmung erhöhen.

Freude wird eine Gewohnheit !

Ein weiterer Vorteil ist, dass wir oft nach außen spiegeln, was wir im Inneren fühlen. Wenn wir im Inneren inneren Frieden und Freude spüren werden wir auch unserem Umfeld mit mit Güte, Selbstbewusstsein, Charisma und emotionaler Resilienz begegnen.

Nebenbei offenbart es auch das größte Geheimnis über Schmerz (SPOILER ALARM) : Freude und Schmerz können koexistieren. Nur weil du inneren Schmerz empfindest, heißt es nicht, dass du keine Freude empfinden kannst. Später dazu mehr.

Diese Praktiken existieren Tausende von Jahren und haben den Menschen im Verlauf der Jahrhunderte geholfen. Das heißt, dass sich die Art und Weise und die Gründe, warum Menschen leiden nicht geändert haben. Was sich jedoch geändert hat, ist 1.) , dass diese Praktiken um nicht mehr für einige wenige Auserwählte in Klostern Nepals bestimmt sind, sondern nun auch uns zur Verfügung stehen und 2.) dass die Wissenschaft diese antike Weisheit nun auch wirklich stützen kann.

Ich habe diesen Beitrag geschrieben, weil ich hoffe, dass du die Lernkurve kürzen und aus meinen 5-6 Jahren Meditation und Erfahrung mit diesen Praktiken profitieren und es in kürzerer Zeit erreichen kannst , da du alle Übungen und Werkzeuge bereits an der Hand hast.

Hättest du nicht gerne die Fähigkeit deinen Verstand auf Knopfdruck zu beruhigen ? Was hätte ich damals dafür gegeben den inneren Kritiker in meinem Kopf ruhig zu stellen ?

Ich hätte es mir selbst damals nie selbst zugetraut wahres Selbstwertgefühl zu haben, das von innen kommt. Während gespieltes Selbstbewusstsein hochgradig fragil und eine Maske ist um den wahren Charakter zu verdecken , strahlt diese innere Ruhe authentisch nach außen.

Übungen zur Freude und Glück im Inneren

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Nur ein einziger Atemzug, der dich von innerem Glück trennt

atemübungen

Ich muss die etwas gestehen: Ich bin ein fauler Sack, wenn es um Meditation geht und gerade deshalb frage ich mich bei vielen Dingen, die ich neu beginne: Was ist die kleinste Dosis, mit der ich trotzdem den gewünschten Effekt erziele. Meine Antwort : ein Atemzug.

Ich sage meinen Schülern, die das Ganze lernen wollen immer, dass es nur ein einzigen Atemzug braucht. Nur einen. Alles andere ist ein Bonus.

Diese Methode bzw. diesen Ansatz habe ich von Chade-Meng Tan, der ein firmeninternes Achtsamkeitsprogramm bei Google leitet. 3 Mal darfst du raten, wie dieses Programm heißt: "Search inside yourself !" Das ist witzig, weil Google eine Suchmaschine ist. 😛

Du schließt deine Augen (wenn du nicht gerade im Auto sitzt) und machst einen einzigen tiefen Atemzug. Während dieses einen Atemzug gibst du diesem deine volle Aufmerksamkeit und fokussierst dich sanft, aber bestimmt darauf, wie der Atem von unten nach oben wandert. Das war es.

"Das kann doch nicht dein Ernst sein ? ", sagst du jetzt vielleicht.

Es gibt zwei Hauptgründe, warum dieser eine Atemzug so wichtig ist:

1) Ein psychologischer Grund : Momentum.

Wenn du dich jeden Tag zu einem achtsamen Atemzug verpflichtest, klingt das deutlich weniger einschüchternd als eine lange Meditationspraxis und die Chance, dass du durchhältst, ist um einiges höher.

Es wird bestimmt Tage geben, an denen du dir einreden wirst, dass du keine 10 Minuten Zeit hast, um zu meditieren und das eventuell sogar noch rationalisieren kannst, aber für einen achtsamen Atemzug hat jeder Zeit.

So wird diese Aufgabe vor dem geistigen Auge einfach und es ist deutlich wahrscheinlicher, dass du es auch langfristig durchhältst.

2) Die Intention haben zu meditieren, ist Meditation

Es geht darum die Intention zu erheben etwas zu tun, das deinem Körper und deinem Geist täglich gut tut. So wird die Freundlichkeit und Sanftheit, die du dir jeden Tag gibst eine mentale Gewohnheit.

Sowohl im Sport als auch bei der Meditation lässt der fähige Trainer dich nicht im ersten Training bis zur äußersten Schmerzgrenze gehen. Es geht darum die minimal effektive Dosis zu finden. Mit der Zeit werden die eigenen Fähigkeiten ausgebaut und das Training kann intensiviert werden, um noch mehr Vorteile daraus zu ziehen.

Jedes Jahr hören die Leute von den erstaunlichen Wirkungen und Vorteilen der Meditation, aber nach kurzer Zeit geben die meisten auf, weil es einfach zu hart ist.

Der Grund ist, dass die meisten die ersten Erfolge und den Punkt des neu gewonnen Glückslevels verpassen, weil sie zu ungeduldig sind. Ab einem bestimmten Punkt erhält man während der Meditation ein Gefühl der inneren Freude und des inneren Friedens.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt, wenn jemand, der meditiert, diese Tiefe erreicht hat, meditiert er ohne es sich zweimal sagen zu lassen, weil sich sein Gehirn sich wieder nach diesem Zustand sehnt.

Du glaubst mir nicht, dass schon kurze Meditation sichtbare Ergebnisse produziert ?

Eine Studie des Chinesen Y. Y. Tang aus dem Jahr 2007 beweist, dass schon 100 Minuten (zusammengezählt) ausreichend sind um messbare Fortschritt im Hirn messen zu können.

Hundert Minuten ?! Nicht 10.0000 Stunden, nicht 100 Stunden und noch nicht einmal 2 Stunden !

Warte ! Es wird noch besser. Meditation und mentales Training hat auch Effekte auf epigenetischer Ebene. Eine Studie von Richard Davidson zeigt, dass erfahrene Meditierende, die 8 Stunden in intensiver Achtsamkeit verbracht haben, positive Veränderungen in den Genen aufzeigten, die schneller zu einer Regeneration von stressigen Situationen führen.

Aber warum soll ich mich überhaupt auf den Atem fokussieren ?

Auch hierfür gibt es zwei Gründe- einen physiologischen und einen psychologischen Grund, warum ein achtsamer Atemzug zu Ruhe und Entspannung führt.

Der physiologische Grund für einen achtsamen Atemzug

Der physiologische Grund für einen achtsamen Atemzug ist, dass ein tiefer und langsamer Atemzug das parasympathische System aktiviert und damit Stresslevel, Herzschlagrate und Blutdruck reduziert.

Kurz gesagt: Du entspannst. Aber warum ist das so wertvoll ?

Wenn wir mit Hindernissen konfrontiert sind, überreagiert unser limbisches System, das unter anderem für den sogenannten Fight or Flight-Modus verantwortlich ist. Dieser Fight or Flight-Modus.

Es ist ein alter Überlebensmechanismus, der eine enorme Stressreaktion in unserem Körper auslöst. In diesem stellt sich der gesamte Organismus auf eine neue Situation mit den beiden Optionen Kampf oder Flucht ein.

Stresshorme wie Cortisol sind nicht unbedingt etwas, das wir unserem Körper langfristig antun wollen.
Zusätzlich wird auch dein Atem deutlich schneller- eine automatische Reaktion deines Körpers.Kurz gesagt: Wir fokussieren uns nur auf die Angst und blenden den Rest der Welt aus.

Und evolutionär gesehen funktioniert das klasse. Wenn du vor einem Fressfeind fliehen müsstest, wären das die richtigen Maßnahmen, um deinen Arsch zu retten.

Aber hier das Problem: Wir haben eine Menge moderner Wege gefunden um Angst zu haben. Diese sind jedoch meist irrational, weil sie unser Überleben nicht bedrohen. Unser Gehirn macht da keinen Unterschied zwischen sozialer Angst und Überlebensangst.

Warum haben wir beispielsweise Angst öffentlich vor einer Gruppe zu sprechen ? Weil es unser Überleben bedroht ? Unwahrscheinlich !

Schon uralte Philosophie gibt es uns Hinweise darauf, was die Wissenschaft heute bestätigt. Körper und Geist sind verknüpft.

In dieser Fight-or Flight- Reaktion wir dein Atem schneller und das ist neuronal mit Angst verknüpft. Lass uns das Ganze doch einmal umdrehen: Wenn wir dagegen tief und langsam atmen, ist unser Körper ruhig und entspannt.

Das können wir nutzen, um unserem Körper zu signalisieren, dass es keinen Grund gibt, Angst zu haben.
Es ist eine enorm starke Methode die Angst zu überschreiben, auch wenn sie so simpel klingt.

Übung gegen Angst :

1) Atme durch deine Nase ein, während du langsam bis vier zählst

2) Halte deinen Atem kurz

3) Atme 4 Sekunden durch deinen Mund aus

4) Mache diese Übung ca. 4 Minuten lang

Du kannst diese Methode gebrauchen um Angst zu kontrollieren oder Panikattacken zu kontrollieren. Das ist ebenfalls der Grund, warum Frauen bei der Geburt angeraten wird tiefe und rhythmische Atemzüge zu nehmen.

Es gibt ein Grund, warum Boxer ausatmen, wenn sie schlagen oder Meditation mit dem Atem beginnt.

Vielleicht höre ich einige von euch sagen: Vier Minuten atmen ?! Dazu habe ich keine Zeit!

Wie viele Nerven und wie viel Zeit haben dich deine Ängste in deinem Leben denn schon gekostet ?

Der psychologische Grund für einen achtsamen Atemzug

physilogie

Der psychologische Grund für einen achtsamen Atemzug ist die Tatsache, dass man zumindest innerhalb der Dauer des Atemzugs vollkommen in der Gegenwart ist.

Um Reue zu zeigen muss man dagegen in der Vergangenheit sein und um sich zu sorgen in der Zukunft. Das alles existiert nicht in der Gegenwart und erlaubt dem Körper einen Moment der Ruhe und des Heilens

Eines der besten Dinge an der Ein- Atemzug-Technik ist, dass sie überall und ohne wenig Aufwand ausgeführt werden kann.

Achtsamkeit als Gewohnheit

Aber wie integriere ich Meditation jetzt als Gewohnheit. Laut Charles Duhigg, dem Author von The Power of Habit ist eine Gewohnheit eine Schleife, die aus 3 Teilen besteht.

1) Auslöser

Der Auslöser ist etwas, dass die Gewohnheit aktiviert.

2) Routine

Die Routine ist das Verhalten selbst.

3) Belohnung

Und die Belohnung ist der empfundene Vorteil, der das Verhalten und die Verknüpfung in den Synapsen verstärkt.

Beispiel aus dem Alltag

Es ist eine Gewohnheit gegen, die ich mich als Kind mit Händen und Füßen gewährt habe- das Zähneputzen. Zum Glück muss mich mein Vater heutzutage nicht mehr vor das Waschbecken zerren und es geht alles auf Autopilot.

In diesem Kontext sind meine Auslöser- das Aufstehen und das zu Bett gehen. Wenn ich aufstehe gehe ich fast automatisch ohne zu denken ins Badezimmer und aktiviere die Routine- das Zähneputzen selbst.

Die Belohnung ist das kühle Kribbeln der Zahnpasta, das ein angenehmes Gefühl gibt. Das haben sich Zahnpastafirmen übrigens zu Nutze gemacht, damit du ihre Produkte kaufst.

Wenn dich interessiert, wie Gewohnheiten funktionieren, höre dir Episode... an

Alles, was du nun brauchst, ist der richtige Auslöser. Ich nehme beispielsweise den ersten Moment, nach dem ich aufgestanden bin als Auslöser und nehme einen tiefen und achtsamen Atemzug oder setze mich direkt in die Meditationsposition.

Effektiv finde ich auch eine Kalendererinnerung, die dich zweimal am Tag erinnert kurz innezuhalten und ein paar von den eben beschriebenen Atemzügen zu nehmen. Am meisten greife ich jedoch auf diese Ein-Atemzug-Methode zurück, wenn ich warten muss.

Am Flughafen, an der Bahn, bis die Website geladen hat- so viel Warten. Jedes Warten ist eine Chance etwas Gegenwärtigkeit, Achtsamkeit und Freude in dein Leben zu integrieren.

Du erinnerst dich an das Gewohnheitsmodell von Duhigg ? Der Atemzug ist offensichtlicherweise die Routine. Die Belohnung ist zwar nicht auf den ersten Blick zu erkennen, aber durchaus vorhanden.

Die Vorteile und intrinsischen Belohnungen von Achtsamkeit

  • 1) Neuheit
  • Neuheit und Variation gibt uns Menschen kurzfristige Aufregung eines neuen Erlebnisses. Doch dieses dämpft sich auch schnell wieder.

  • 2) Befreiung von kurzzeitigem Leiden
  • Ob Verzweiflung, Wut, Angst, Sorge oder Neid- wir alle haben einmal Momente des Leidens. Doch durch den Moment und den intensiver Fokus auf den Atem können wir den Strom des Kummers jederzeit unterbrechen und einen Zustand der inneren Freude betreten.

  • 3) Leichtigkeit
  • Wenn ich von Leichtigkeit rede, meine ich einen Zustand der ähnlich ist, wie in einer heißen Badewanne zu liegen. Es ist ein Zustand von Aufmerksamkeit und Entspannung zugleich. Es ist ein Zustand von Leichtigkeit.

    Je mehr du diesen meditativen Zustand erlernst, desto eher gewinnst du verlässlichen Zugang zur Freude der Leichtigkeit.

    Es ist für jeden machbar sich zu einem achtsamen Atemzug pro Tag zu verpflichten. Alles , was darüber hinaus geht, ist Bonus.

    Wenn du einmal einen achtsamen Atemzug pro Tag in deinem Leben integriert hast, ist das Momentum auf deiner Seite.

    Eine Geschichte aus Momo- Besenstrich- Atemzug- Besenstrich

    Momo beppo

    Er fuhr jeden Morgen lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen Gebäude.

    Dort wartete er in einem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte.

    Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit.

    Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter: Schritt – Atemzug – Besenstrich.

    Während er sich so dahinbewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken. Aber es waren Gedanken ohne Worte, Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen wie ein bestimmter Duft, an den man sich nur gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man geträumt hat.

    Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte. „Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“

    Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt.

    Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“

    Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich.

    Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

    Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“

    Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

    Aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende

    Ein Atemzug führt zum nächsten und man schafft es jeden Tag länger zu sitzen. Unterschätzt niemals die Macht eines achtsamen Atemzugs.

    Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

    Freude auf Abruf

    Lass uns einmal ein Experiment machen. Alles, was du brauchst, sind drei Atemzüge.

    1) Bringe beim ersten Atemzug deine ganze Aufmerksamkeit auf den Prozess des Atmens !

    2) Beruhige mit dem zweiten Atemzug deinen Körper !

    3) Bringe mit deinem dritten Atemzug ein Gefühl von Freude hoch !

    Vielleicht hast du beim dritten Anleitungsschritt auch so reagiert wie ich: " Wie zur Hölle bringe ich Freude hoch?
    Die Lösung ist einfacher als wir dachten : Lächeln !

    Unsere Gesichtsausdrücke reflektieren unseren emotionalen Status. Es ist keine Einbahnstraße, wie der berühmte Psychologe Paul Ekman herausfand. Durch jahrelange Studien fand er heraus, dass für jede Emotion bestimmte Gesichtsmuskeln gebraucht werden.

    Paul Ekman ist zum Beispiel in der Lage durch die Kontraktion bestimmter Muskeln in seinem Gesicht, die mit Wut verknüpft sind, seine Herzrate von 10 auf 12 Schläge pro Minute zu erhöhen und seine Körpertemperatur ansteigen lassen.

    Das sagt Paul Ekman über Achtsamkeit :

    Schön und gut, aber wie nutze ich das ? Durch das bloße Hochziehen unser Mundwinkel können wir schon ein positives Gefühl von Freude in uns erzeugen, weil unser Nervensystem hochgezogene Mundwinkel mit Freude und Glück verknüpft hat.

    Mehr solcher Schnelltipps bekommst du in folgender Episode:

    Nicht traditionell buddhistische Übung, aber dennoch effektiv: Freude und Achtsamkeit im Alltag üben

    Allgemein lässt sich sagen, dass sehen, hören, schmecken und berühren sehr angenehm sind, wenn wir die volle Aufmerksamkeit darauf richten- zumindest in diesem Moment. Auch wenn wir Zeit mit jemandem verbringen, der uns am Herzen liegt, erfüllt uns die Situation erst, wenn wir die volle Aufmerksamkeit darauf richten, dass wir gerade mit dieser Person Zeit verbringen.

    Achtsamkeitsübung

    Das Problem ist nicht, dass wir zu wenig freudige Momente im Alltag haben - auf keinen Fall. Das Problem ist eher, dass wir diesen zu wenig Aufmerksamkeit geben. Wir lernen die Freude im Alltag kennen, aber es passiert zusaätzlih

    Das Buch "The Happiness Advantage " und zahlreiche psychologische Studien schlagen vor jeden Tag 3 Dinge aufzuschreiben (!), für die wir dankbar sind. Dies sei die beste Möglichkeit um Optimismus zu lernen.

    Ich persönlich halte diese Dinge immer in meinem 5 Minute Journal fest.

    Eines Tages werde ich sterben und andere glückliche Gedanken

    Eins der größten Hindernisse von vielen Leuten Momente des puren Glücks und der puren Freude wahrzunehmen, ist die Gewöhnung an die Situation.

    Kurz gesagt: Wir nehmen viele Dinge einfach als selbstverständlich wahr, obwohl sie es nicht sind.

    Wenn du beispielsweise eine Gehaltserhöhung bekommst, steigen deine Glückslevel kurz an, aber nach einigen Tagen ist diese Euphorie spätestens verblasst.

    Der mentale Zustand kann mit einem Wort zusammengefasst werden, den ich von meinem kleinen Cousin lernen durfte: meh.

    Meh. impliziert, dass sich nach einer gewissen Zeiten eine Unzufriedenheit eingestellt hat, die in die Kategorie hedonistische Anpassung fällt. Kurz gesagt: unser Glück springt wieder auf da Ursprungslevel zurück.

    Das Ganze gilt auch für Das Traumauto oder das Traumhaus. Nach einiger Zeit ist es einfach meh.

    Es gibt 3 Wege diesen Zustand der Gewöhnung zu überkommen.

    1) Meisterung der Aufmerksamkeit

    Eine der frühen wissenschaftlichen Studien aus dem Jahr 1966, in der Zenmönche die Versuchsobjekte waren, hat die neurologische Reaktion auf ein immer wiederkehrendes Klicken in bestimmten Intervallen gemessen.

    Die Gehirne der Meditationsbeginner hatten sich nach kurzer Zeit an die Geräusche gewöhnt und zeigten keine Reaktion mehr in Bezug auf die Geräusche. So weit so gut.

    Erstaunlich war dagegen die Tatsache, dass die Meditationsmeister die Wahl hatten sich dem Geräuschen nicht an zu passen und sie immer wieder in der selben Intensität wahr zu nehmen. Sie hörten das Klicken also genau so intensiv wie beim ersten Mal. Das ist auch der Grund, warum der Zen- Verstand oft als Anfänger- Verstand bezeichnet wird.

    Man muss jedoch kein Zen-Meister sein, um diese Fähigkeit zu entwickeln , sondern durch die Stärkung der Achtsamkeit kann man lernen die positiven Emotionen für alltägliche Dinge immer wieder aufs Neue wertschätzen und dankbar dafür sein.

    2) Meisterung der Dankbarkeit

    Der zweite Weg um die angesprochene Gewöhnung zu überkommen ist Dankbarkeit. Dankbarkeit rückt in Perspektive, wie wertvoll doch jeder Moment ist und mit wie viel Freude wir unser Leben leben könnten.

    Oft nehmen wir Dinge als gegeben und selbstverständlich hin, die alles andere als selbstverständlich sind. Die Möglichkeit fließendes, warmes Wasser aus dem Wasserhahn zu bekommen, den Kühlschrank zu öffnen und eine Fülle an Lebensmitteln zu haben und in einem friedvollen Land zu leben, in dem es keinen Krieg gibt, ist ein Luxus, den Millionen von Menschen nie erleben werden.

    Gerade deshalb muss ich mir das in meinem 5- Minuten- Journal immer wieder bewusst machen. Dankbarkeit hilft uns zu sehen, dass die Dinge, die wir nebenbei als selbstverständlich betrachten, eigentlich enorm wertvoll sind.

    3) Bewusstheit in Bezug auf den Tod

    Die 3. und wahrscheinlich machtvollste Methode, um diese Gewöhnung zu überwinden, ist ein gewisses Bewusstsein in Bezug auf die Tatsache, dass unsere Zeit hier begrenzt ist.

    Auch wenn die Wissenschaft und die Technologie die Lebenserwartung immer weiter verlängert, muss ich mir eingestehen, dass ich und alle, die ich liebe, sterben werden.

    Vielleicht werden einige von euch sagen : Was zur Hölle ? Wie soll ich mit so einer Erkenntnis glücklich sein ?

    Der Fernsehsender BBC hat einmal eine Geschichte geteilt, die dein Namen “Bhutan’s Dark Secret to Happiness” trug, veröffentlicht, die er erklärt, warum die Leute im Bhutan so glücklich sind. Der Grund ? Sie dachten täglich 5 Mal an den Tod. Das Ganze ist in einer Studie aus dem Jahr 2007 festgehalten worden.

    Es scheint also so, als ob die Achstamkeit in Bezug auf unsere Sterblichkeit eins der Geheimnisse für Glück ist. Als ich das erste Mal davon gehört habe, war meine Reaktion darauf : " Das ist doch absolut lächerlich. Das stürzt mich doch eher in eine Depression." Doch ein weitere Studie zeigt sogar, dass jemand, der das Gefühl hat nur noch sehr wenig Zeit auf dieser Erde hat, eher Freude und Dankbarkeit bei gewöhnlichen Situationen empfindet und damit glücklicher ist.

    Auch Steve Jobs hat bei seiner berühmten Rede in Stanfordim Jahr 2005 sagte, dass der Gedanke an seinen Tod sein Erfolgsgeheimnis sei:

    Mich daran zu erinnern, dass ich eines Tages tot sein werde, hat mir eines der wichtigsten Werkzeuge gegeben um große Entscheidungen in meinem Leben zu treffen. Weil fast alles- alle äußeren Erwartungen, jeder Stolz, jede Angst sich zu blamieren oder zu scheitern im Angesicht des Todes wegfällt.

    Sich daran zu erinnern, dass man sterben wirst, ist die beste Möglichkeit die Falle zu vermeiden zu denken, dass du etwas zu verlieren hast. Es gibt keinen Grund nicht deinem Herzen zu folgen.

    Achtsamkeit in Bezug auf den Tod ist eins meiner wichtigsten täglichen Rituale. Es rückt alles in die richtige Perspektive und gibt mir Klarheit, was mir wirklich wichtig ist und ändert dadurch meine Priorisierung.

    Es hat erstaunliche Auswirkungen: Es macht es wirklich schwierig wütend auf jemanden zu sein, der mir etwas bedeutet. Was wäre, wenn es mein letztes Treffen mit ihm oder ihr wäre ? Wie viel Empathie und Dankbarkeit würde ich dann zeigen ?

    Ich denke, dass du meine Nachricht dahinter nachvollziehen kannst. Ich will dich gar nicht überzeugen dasselbe auch zu versuchen, sondern nur dazu einladen.

    Nicht traditionell buddhistische Übung, aber dennoch effektiv: Achtsamkeit in Bezug auf den Tod

    Erinnere dich mindestens einmal pro Tag- am besten morgens- , dass wir alle eines Tages sterben werden.

  • Eines Tages werde ich sterben. Jeder Moment hier ist wertvoll
  • Eines Tages werden auch alle Personen, die ich liebe nicht mehr hier sein. Jeder Moment, den ich mit ihnen verbringen darf, ist ein Geschenk.

  • Deshalb frage dich häufiger: Tue ich wirklich, was ich tun will ?

    Loving-Kindness - Ein Schlüssel zum Herz und inneren Glück

    loving kindness

    Wenn du das nächste Mal durch die Innenstadt gehst, versuche zwei fremde Menschen in deiner Umgebung ausfindig zu machen und wünsche ihnen von Herzen in Gedanken, dass sie glücklich sind.

    Das war es. Du musst nicht tun, nichts sagen, sondern nur denken. Du kannst es selbstverständlich auch zuhause in deinem Zimmer praktizieren und Freuden oder Leuten, die dir etwas bedeuten diese Gedanken widmen.

    Was Tim Ferrriss zur loving kindness - Meditation sagt:

    "Ich neige dazu nachts eine 3-5 Minuten Session zu machen und an die Leute zu denken, denen ich Glück wünsche. 2 aktuelle Freund und eine Person, die ich lange nicht gesehen habe. Schon in 3 Tagen habe ich mich gefragt : "Warum bin ich nur so glücklich ? Ich habe doch nur diese Kleinigkeit geändert"

    Einer der Hauptgründe ist vermutlich, dass Meditation normalerweise eine sehr "Ich"- fokussierte Übung ist und man schnell in einem Whirlpool von eigenen Gedanken gefangen ist. Loving kindness nimmt den Fokus weg vom Ich und sorgt dafür, dass der Großteil des mentalen Lärms aufhört.

    Diese Geschichte ist zwar nicht unter meiner Anleitung geschehen, aber meiner Meinung nach trotzdem interessant. Die Geschichte handelt von Jane, die ihren Job über alle Maße hasst. Jeder Tag ist für sie eine Qual.

    Sie berichtet, dass diese simple Übung auf ihrer Arbeit dazu geführt hat, das dieser Arbeitstag der glücklichste Tag in ihrem Leben seit mehr als 7 Jahren (!) war. Und was hat es dafür gebraucht ? 10 Sekunden (8 Mal) , in denen sie ihren Arbeitskollegen im Geheimen mental von Herzen gewünscht hat, dass sie glücklich sind.

    Vielleicht ist es auch für dich einen Versuch wert ? Ich habe noch nie eine Person gesehen, die diese Übung ohne ein Lächeln auf den Lippen ausgeführt hat.

    Die Effekte von loving kindness sind aber auch wissenschftlich belegt. Eine Studie aus 2008 von Barbara Fredrickson belegt, dass die Menschen, die ungefähr 1 Stunde pro Woche loving kindness praktiziert haben, eine deutlich größere Bandbreite an positiven Emotionen erlebt haben (Liebe, Freude, Dankbarkeit, unerschütterliche Zufriedenheit, Hoffnung, Neugierde und Staunen)

    Zusätzlich sei ein Vorteil, dass andere Leute dazu tendieren dich zu mögen, wenn du loving-kindness als Praxis in deinen Alltag integriert hast. Antike Texte besagen sogar, dass Tiere dich deutlich lieber mögen, wenn du die Fähigkeit der loving-kindness entwickelt hast. Dazu habe ich leider keine Studien und Gehirnmessungen. 😉

    Warum funktioniert loving kindness- Meditation- der evolutionäre Grund

    mitgefühl

    Menschen sind extrem soziale Tiere. Wir konnten als körperlich unterlegene Spezies nur überleben, weil wir zusammengearbeitet haben.

    Wenn wir die Tierwelt betrachten wird uns das Ganze bewusster. Wenn wir zwei männliche Tiger in das gleiche Gehege stecken, zerfleischen sie sich. Andererseits gehen Tausende von Menschen in den Zoo und cih habe persönlich habe äußerst selten gesehen, dass sich zwei Männer im Zoo angefaucht und angegriffen haben, weil der andere im selben Zoo war.

    Um diese soziale Veranlagung zu haben, müssen neurologische Mechanismen existieren, die soziales Verhalten intrinsisch belohnen . Wir sind evolutionär darauf ausgelegt soziale Wesen zu sein.

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    Mitgefühl laut Neurowissenschaft der glücklichste Zustand der Welt

    Der weltweit bekannte Psychologe Paul Ekman erzählt häufiger eine Geschichte, in der die Natur des Mitgefühls deutlich wird.

    Es gibt für ihn zwei Arten von Helden. Eine Kategorie sind diese Helden, die für Fremde in Flüsse springen oder in brennende Häuser laufen. Diese Kategorie von Menschen trifft in Sekundenschnelle Entscheidungen ohne darüber nachzudenken. Tolle Menschen !

    Doch auch die zweite Kategorie sollte nicht vergessen werden. Es sind Menschen, die ander vor dem Naziregime versteckt haben, obwohl sie Zeit hatten darüber nachzudenken. Sie setzen sich also bewusst Gefahren aus, um anderen Menschen zu helfen.

    Warum riskiert jemand sein Leben ohne etwas zurück zu erwarten ? Beide Gruppen gaben Paul Ekman auf diese Frage interessanter Weise dieselbe Antwort : " Ich hatte keine andere Wahl !"

    Das heißt, dass die meisten Menschen einen inneren Antrieb- fast schon einen Drang - zum Mitgefühl haben.

    Wir Menschen sind jedoch primär darauf ausgelegt zu überleben. Wenn wir also Mitgefühl ausüben, ist es eigentlich schon fast gegen die Natur. Aufgrund der Tatsache, dass wir Menschen jedoch ultrasoziale Wesen sind, belohnt uns das Gehirn mit einem Chemiecocktail von Glückshormonen, wenn wir Mitgefühl ausüben.

    Nicht umsonst ist Mitgefühl der glücklichste mentale Zustand, der jemals in der Geschichte der Neurowissenschaft gemessen wurde.

    Der Unterschied von loving kindness und Mitgefühl

    Um Mitgefühl zu verstehen, müssen wir uns einmal kurz das englische Wort dafür ansehen: compassion.
    Darin steckt die lateinische Wurzel "pati" (leiden). Das bedeutet, dass Mitgefühl auch immer ein gewisses Mitleiden mit anderen Personen impliziert.

    Dort muss man aber unterscheiden zwischen gesundem Mitleid und ungesundem Mitleid. Der Unterschied ist Verzweiflung. Gesundes Mitgefühl kommt ohne Verzweiflung daher unter kommt von einem Bewusstsein, das darin vertraut, dass es innere Konflikte lösen und mit Schwierigkeiten umgehen kann.

    Tiefes Mitgefühl ist eine verstärkte Form von loving kindness. Wenn wir antiken Texten Glauben schenken dürfen, ist es diese Fähigkeit, die Jesus, Buddha, Mohammed usw. so anziehend für andere Menschen machte.

    Ich meditiere jetzt ungefähr 5 Jahre und habe, wenn ich ehrlich bin, Probleme in diesen Zustand des tiefen Mitgefühls zu gelangen. Deshalb rate ich immer loving kindness als Grundlage zu integrieren.

    Es ist deutlich einfacher jemandem zu wünschen,dass er glücklich und frei von Leiden ist als mit ihm den SChmerz zu fühlen.

    Matthieu Ricard- der glücklichste Mensch der Welt

    Matthieu Ricard ist einer der ersten Meditierenden, der die Marke von 10.000 Stunden in tiefer Meditation verbracht hat. Sein Gehirn wurde mit 256 Elektroden an ein EEG angeschlossen.

    Er sollte verschiedene Meditationen austesten- besonders die Mediation des unbändigen Mitgefühls. Alle Meditierenden mit über 10. 000 Stunden Meditationserfahrungen reproduzierten dieselben Ergebnisse im Labor.

    Richie Davidson sagte, dass man es sich so vorstellen könnte, als ob eine Elefant direkt auf dich zu gerannt kommt. Dieselbe Intensität der Gefühle erlebt man in diesem Zustand. Matthieu kann diesen Zustand auf Kommando abrufen. Bewundernswert !

    Der glücklichste Mensch der Welt ? Wie misst man das ? In einem Experiment wurde Matthieus Gehirn an Elektroden angeschlossen um seine Glückslevel zu messen. 0 ist neutral und umso mehr die Messung ins Negataive geht, desto glücklicher, ist die Person.

    -0,3 wird in die Kategorie "glückseelig und freudestrahlend" eingeordnet. Matthieu erreicht ein Level von -0,45.
    Wir leben in einer Zeit, wo man Glück messen kann. Verrückte Welt ! 🙂

    Traditionelle buddhistische Übung : Kultivierung des Mitgefühls durch Frieden, Freude und Wohlwollen

    Empathie

    Trotz größtem Schmerz inneres Glück und Freude finden

    Der Tiger und die Erdbeere- eine Geschichte

    Geschichte Tiger

    Einst wurde ein Mann von einem hungrigen Tiger gejagt und verfolgt. In seiner Angst setzte er seinen Schritt etwas zu nahe an eine Klippe und rutschte ab. Im letzten Moment könnte er sich gerade noch mit einer Hand an dem rand einer Klippe festhalten.

    Er lebte, aber es stand außer Frage, dass er sich in einer brenzlichen Situation befand. Er konnte den Ast nicht loslassen, weil er sonst in seinen sicheren Tod fallen würde.

    Andererseits konnte er auch nicht die Klippe hochklettern, da dort der hungrige Tiger seine Kreise zog.

    Und als ob das Ganze nicht schlimm genug gewesen wäre, begannen zwei Mäuse an dem Ast zu nagen, an dem er sich verzweifelt festhielt.

    Doch in seiner misslichen Lage, fiel ihm eine Erdbeere auf, die roter und saftiger war, als jede Erdbeere, die er vorher gesehen hatte. Er griff nach ihr und als der süße Saft der Erdbeere eine Geschmacksexplosion sondergelcihen auslöste, die von jeder Geschmacksknospe auf seiner Zunge aufgenommen wurde, schloss er die Augen.

    Erdbeere Geschichte

    Er hatte nie etwas Besseres essen dürfen.

    Du wirst jetzt wahrscheinlich fragen: Was zur Hölle ?! Was soll das jetzt wieder heißen ?

    Diese berühmte Parabel illustriert, dass innerer Frieden und Freude inmitten von Schwierigkeiten möglich ist.

    Viele von euch werdemn sagen: Das ist doch nur eine Parabel gewesen ! Das klappt nicht im wirklichen Leben !

    Rigoberta Menchú Tum hat mich vom Gegenteil überzeugt. Sie gewann den Nobel Friedenspreis 1992 für ihr Lebenswerk für ihren Einsatz für die Menschenrechte ausgezeichnet.

    Sie war freundlich und behandelte jeden mit einer ungeahnten Wärme. Sie umarmte die Leute mit einem breiten Grinsen im Gesicht und strahlte nur so vor Freude.

    Doch unter der Oberfläche hatte sie eine Menge Schmerz erlebt. Ihr Vater wurde bei lebendige Leibe verbrannt, ihr Mutter wurde vergewaltigt und gefoltert, bevor sie starb, sie verlor ihren jüngsten Sohn und sah Tausende von unterdrückten Menschen, die gefoltert und ermordet wurden.

    Und trotzdem setzte sie sich mit all ihrer Kraft für Menschenrechte ein und demonstriert unglaublichen Mut mit Güte, Freundlichkeit und Mitgefühl.

    Als sie gefragt wurde, wo diese Kraft herkommt, sagte sie, dass ihre spirituellen Praktiken aus Guatemala ihr durch diese Zeit geholfen haben.

    Ich denke wir können vieles von ihr lernen, aber zwei Dinge möchte ich besonders herausstellen.

    1) Es kommt nicht darauf an, ob es sich jetzt um klassische buddhistische Praktiken handelt oder nicht. Meditation ist Training des Verstandes- mehr nicht. Es hilft uns auf der einen Seite eine tiefe Empathie mit unseren Mitmenschen zu entwickeln und auf der anderen Seite mental eine gewisse Resilienz für schwere Situationen zu erlangen.

    2) Freude und Schmerz können koexistieren. Wenn Freude stärker ist als Schmerz kann sie diesen überschreiben. Doch wenn der Schmerz so tief sitzt, dass auch Freude es nicht immer auflösen kann, kann es als Auffangbehälter für Schmerz dienen, den Schmerz mildern und den Heilungsprozess zu zulassen.

    Mehr über emotionale Resilienz lernst du hier:

    Die zeitlose Kunst Hindernisse in Chancen zu verwandeln

    Die Chinesen sind uns in einigen Dingen voraus. Ich rede jetzt nicht von Technologie, sondern vom Verständnis des Wortes Krise im Chinesischen. Dort hat dieses Wort zwei Seiten- Gefahr und Möglichkeit.

    Sie sehen, dass auch eine schwierige Situation eine Chance ist zu wachsen und damit ein zweischneidiges Schwert ist.

    Im mentalen Training wie Meditation üben wir den Verstand in schwierigen Situationen zu beruhigen und mit Objektivität und einer gewissen Distanz unsere Gedanken und Emotionen beobachten zu können.

    Wenn du mehr über die zeitlose Kunst lernen willst, Hindernisse in Chancen zu verwandeln, höre dir diese Episode an:

    6 Wege um heraus zu zoomen und alles in einer neuen Perspektive zu sehen:

    1. Durch Wohlwollen und Mitgefühl in Bezug auf andere

    Wenn emotionaler Schmerz von den Handlungen einer anderen Person ausgelöst wird (jemand klaut dir die Vorfahrt) erinnere dich daran, dass diese Person genauso wie du auch nur frei von Schmerz sei möchte und auch nur menschlich ist.

    2.Durch Wohlwollen und Mitgefühl in Bezug auf dich selbst

    Wenn du in einer Situation des Zweifels oder des Leidens steckst, behandle dich so, wie dich dein bester Freund/ beste Freundin behandeln würde. Wenn du in der Situation wärst: Welchen Rat würdest du ihr geben bzw. mit welchen Worten würdest du ihm/ihr Mut zusprechen ? Weisheit heißt oft seine eigenen Ratschläge zu befolgen.

    3.Glaub nicht alles, was du denkst

    Denk daran: Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen Vorstellung und Realität . Es ist häufig nur Gedankenlärm, der auch wieder vorbei zieht. Oft leben wir in Gedanken ein Alptraum, der nichts mit der Realität zu tun hat.

    Betrachte das große Bild

    Universum

    Langfristig ist jeder Fehler eine Möglichkeit zu lernen und zu wachsen. Fixierung auf das Ich schafft Leid. Mag hart klingen, aber anstatt uns selbst zu bemitleiden , wie ich getan habe( siehe Episode 000) versuche dir einmal bewusst zu machen, dass wir nicht das Zentrum des Universums sind.

    Wenn du in den Abendhimmel starrst , merkst du wie klein unsere Probleme sind- im Gegensatz zur enormen Größe der Erde.

    Gerade dann werden wir uns unserer Vergänglichkeit bewusst. Der Tod macht das Leben nicht sinnlos , sondern lebenswert. Gerade wenn wir wissen, dass unsere Zeit hier begrenzt ist, geben wir Gas das zu erreichen , was wir wollen, glücklicher zu sein und intensiver zu fühlen und zu lieben.

    Das Universum ist unfassbar groß und hier sind wir und bekommen fast einen cholerischen Anfall, wenn der Mann im Auto vor uns her tuckelt, anstatt dankbar zu sein, dass so viele Millionen Jahre Evolution alles haargenau so passieren musste, damit wir heute hier sind.

    Wir sind uns einig. Schmerz ist durchaus real, aber Leid ist selbstgewählt. Oft entsteht Leid nur aus einer verzerrten Perspektive auf die Welt, von der ich auch immer wieder getäuscht werde.

    5. Sieh alles als das Wunder an, das es ist

    Das Wunder besteht nicht darin auf Wasser zu gehen, sondern auf der Erde. Die mathematischen Chancen ein Mensch auf der Erde in diesem goldenen Zeitalter zu sein, ist 738388348433883:1 (Angabe geschätzt)

    Neulich habe ich im Flugzeug mitbekommen, dass sich jemand im Flugzeug beschwert hat, dass es kein W-LAN gebe. Ich erzähle das nicht, um mich über ihn lustig zu machen oder ihn zu verurteilen. Manchmal sind wir uns einfach nicht bewusst, dass wir in einem Stuhl sitzen, der durch den Himmel fliegt.

    Wie geil ist das denn !

    Eine Perspektive von Freude und Humor, weil.... Nein dafür brauchen wir keinen Grund. Warum denn nicht ?

    Das Gegengift für Leiden ist Liebe

    Matthieu Ricard (der glücklichste Mensch der Welt ) und die Wissenschaftlerin Tania Singer haben eine erstaunliche Entdeckung gemacht, als sie Altruismus im Gehirn untersucht haben.

    Als Matthieu sich ein verstörendes Video ansehen musste, in dem ein behindertes Kind an Hunger starb, waren Teile seines Gehirns aktiviert, die mit Leid und Schmerz in Verbindung gebracht werden. Logisch ! Wir sind ja auch eine extrem soziale Spezies.

    Doch als er begann loving kindness Meditation auszuführen und wie eben beschrieben den Zugang zu Mitgefühl gefunden hat, deaktivierten sich die cerebralen Netzwerke, die mit negativen Emotionen verknüpft sind und die Netzwerke, die mit Liebe und Zugehörigkeit assoziiert werden, waren aktiv.

    Matthieu and Tania haben damit also wissenschaftlich belegt, dass Mitgefühl, Freude und altruistische Liebe Gegengift für Leiden sind.

    Kurz gesagt:

    Mit einiger Übung wird das, was Freude bereitet hat, umso mehr Freude bereiten, das, was neutral war, freudig und das, was Schmerz erzeugt hat, weniger schmerzvoll.

    Wie Herz und Verstand verknüpft ist und was das mit deinem inneren Glück zu tun hat

    Herz Verstand

    Vor vielen Jahren interessierte sich der Dalai Lama dafür Wissenschaftlern zu helfen buddhistische Meditationspraktiken zu studieren.

    So lud er einige tibetanischen Mönche dazu ein als Testobjekte zu dienen. Wie du dir vorstellen kannst, sagen tibetanische Mönche nicht Nein zu ...äh... "Einladungen" des Dalai Lamas.

    Ein Team von Wissenschaftlern aus dem Westen wollten die Mönche an EEGs anschließen, um die Gehirnströme zu messen. Sie wollten ihr Mitgefühl durch elektrische Signale messen.

    Alle Mönche schmissen sich vor Lachen fast auf den Boden. Die westlichen Wissenschaftler dachten, dass sie lachten, weil die EEG- Kappen seltsam aussahen. Erst später fanden sie heraus, dass sie lachten, weil die Mönche dachten, dass die Geräte an das Herz angeschlossen werden müssten und nicht ans Gehirn.

    und auch ich dachte, als ich das erste Mal davon gehört hatte: "Ach, diese naiven Mönche, haben doch keine Ahnung. Es gibt schon verrückte kulturelle Unterschiede."

    Jahre später wissen wir, dass die Mönche gar nicht so Unrecht hatten. es gibt tatsächlich neurocardiogene Effekte des Mitgefühls, die man am Herzen messen kann.

    Aber warum erzähle ich dir das ! Nicht um dir zu zeigen, dass du ein Raum voller Mönche nicht unterschätzen solltest, sondern um dir eine Übung zu zeigen, wo du dich selbst von der Macht dieser Methode überzeugen kannst.

    Tony Robbins Methode für einen beautiful state und inneren Frieden auf Abruf

    Um Angst zu überkommen, ist es das Beste von ganzen Herzen dankbar zu sein
    —SIR JOHN TEMPLETON

    Wenn du dir Messungen der Linien von Gehirnmessungen zu Herzmessungen in einem Zustand des Leids und des Stress' ansiehst, würdest du sehen, dass die Linien extrem "gezackt " verlaufen. Beide Graphen sind jedoch arhythmisch.

    Es klingt zwar verrückt, aber die Studienlage ist eindeutig: Ein kurzer meditativer Fokus auf die Dankbarkeit sorgt dafür, dass die beiden zackigen Graphen sich anpassen, sodass Herz und Verstand auf der selben Frequenz operieren.

    Herz und Verstand

    Das passiert normalerweise nur im berühmten Flowzustand.

    Das einzige Ziel dieser kleinen Meditation ist, dass es dich mit einem Sinn von Dankbarkeit füllt. Warum Dankberkeit ? Weil es für uns Menschen unmöglich ist, dankbar und ängstlich oder wütend zur selben Zeit zu sein.

    Wenn du Leid in deinem Leben möchtest, ist ein enormer Fokus auf Angst und Wut genau das richtige für dich. Du kannst dich aber auch für Flow und inneren Frieden entscheiden. Du hast die Wahl !

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    Bildmaterial aus Joy on demand von Chade-Meng Tan

    6 Comments

    1. […] bewusst, dass dieser Beitrag weniger gelesen wird als die Beiträge zur positiven Psychologie und Freude auf Abruf , aber beim Erzählmirmehr-Podcast geht es um emotionale Meisterung und da ist eine rosarote Brille […]

    2. […] Wenn wir lernen diese Lücke bzw. diesen Raum, von dem Viktor Frankl spricht zu schließen, indem wir unsere eigene positive Bedeutung für gelegentliches Alleinsein vergeben, lernen wir, dass unser Glück nicht von anderen abhängt, sondern das Alleinsein auch eine positive Seite hat. Du bekommst ein Gefühl von persönlicher Autonomität, Frieden und Freude […]

    3. […] der richtigen Dosis haben positive Gefühle wie Liebe, Freude, Dankbarkeit, Hoffnung oder Stolz die Macht unser Leben zu […]

    4. […] dich nicht anlügen. Wir wissen es alle: Der Weg der Meisterung ist verdammt anstrengend und das Suchen nach ewiger Freude und Vergnügen ist eine […]

    5. […] wenn sie einen wütenden Ausdruck und glücklich, wenn sie Mimik imitieren, die mit Glück und Freude in Verbindung gebracht wird. Ein Teilnehmer sagte ihm sogar: "Als mein Kiefer zusammengepresst war, […]

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