Wie du die Macht der guten Gefühle zu deinem Vorteil nutzt und warum die Realität verhandelbar ist

In dieser Episode klären wir, warum die Realität verhandelbar ist und wie du dir eine positivere Realität formen kannst, indem du die Macht der guten Gefühle zu deinem Vorteil nutzt. Klingt nach einem Versprechen, das schwierig einzuhalten ist? Dahinter steht tatsächlich eine Wissenschaft und es gibt tatsächlich einen Quotienten, der das ganze misst. Ich bin auch immer erstaunt, dass man Dinge, wie die Macht der guten Gefühle messen kann. Was zur Hölle ?!

Doch Ehre, wem Ehre gebührt: Die Ergebnisse, die ich euch vorstelle, basieren auf Studien von Barbara Fredrickson und Shawn Achor– zwei Giganten im Bereich der positiven Psychologie.

Die Macht der guten Gefühle wurde lange unterschätzt. Dass gute Gefühle positive Auswirkungen haben, ist uns allen bewusst. Sie treiben uns an und spenden uns in verschiedenen Lebenssituationen wertvolle Energie. Meistens sind sie uns allerdings weniger bewusst als negative Gefühle, da sie subtiler wirken.

Weil negative Gefühle dominanter und stärker wahrnehmbar sind, wurde ihnen in der Vergangenheit mehr Bedeutung beigemessen als den positiven Gefühlen. Lange hat man nur die Auswirkungen von Gefühlen wie Angst und Zorn untersucht, die in der Evolution besonders wichtig für das menschliche Überleben waren.

Durch diese Erkenntnisse lassen sich vor allem psychische Krankheiten bekämpfen. In der Vergangenheit kam jedoch kaum jemand auf die Idee, auch die Macht unserer guten Gefühle in Form der Positiven Psychologie zu nutzen, um eine bessere Lebensgestaltung zu sichern.

Seitdem aber die Positive Psychologie erkannt hat, was für eine wertvolle Funktion positive Emotionen und gute Gefühle in der menschlichen Evolution hatten und heute noch haben, beginnt die Wissenschaft sich genauer mit ihrer Wirkung auf die menschliche Psyche zu beschäftigen.

In der richtigen Dosis haben positive Gefühle wie Liebe, Freude, Dankbarkeit, Hoffnung oder Stolz die Macht unser Leben zu revolutionieren.

Warum negative Emotionen stärker sind als positive

Der einzige Psychologe, der jemals einen Nobelpreis gewonnen hat, Daniel Kahneman, hat erstaunlich Entdeckungen darüber gemacht, wie unser Verstand funktioniert und die Tatsache, dass wir nicht so rational sind, wie wir zu denken glauben. Doch eine seiner vielen Erkenntnisse war, dass wir neben dem so genannten negativity bias auch eine stärkere Gewichtung auf negative Ereignisse setzen.

Obwohl es niemanden überrascht ist es trotzdem eine Erkenntnis, dessen Ausmaß wir uns häufig nicht bewusst sind. Um seine kompletten Ergebnisse aus dem Bereich der Verlustaversion zusammen zu fassen: Wir Menschen bewerten Verluste deutlich höher als Gewinne. und nehmen diese stärker wahr. Aber warum ?

Kahneman Negativitätsdominanz

Bildquelle: Schnelles Denken, langsames Denken- Daniel Kahneman

Wenn man die Versuchsobjekte einer Studie folgendes Bild betrachten ließ, schlug ihr Herz schneller, als Sie das linke Bild betrachteten. Es schlug schon schneller, bevor sie das, was an dem Bild so unheimlich war, benennen konnten. Nach einiger Zeit erkannten Sie vielleicht die Augen einer erschrockenen Person.

Die Augen rechts, die durch ein Lächeln verengt sind, drücken Freude aus – und sie rufen keine so starke emotionale Erregung hervor. Beide Bilder wurden Menschen gezeigt, die in einem Hirnscanner lagen. Jedes Bild wurde kürzer als eine Zweihundertstelsekunde gezeigt.

Keiner der Betrachter hatte bewusst registriert, dass er Bilder von Augen gesehen hatte, aber ein Teil ihres Gehirns wusste es anscheinend. Die Amygdala, die vereinfacht ausgedrückt auch als Bedrohungszentrum des menschlichen Gehirns bekannt es, war enorm aktiv und zeigte eine heftige Reaktion.

Die Hirnaufnahmen zeigten eine starke Reaktion der Amygdala auf ein bedrohliches Bild, das der Betrachter nicht als solches erkannte. Derselbe neuronale Schaltkreis ist auch dafür verantwortlich, dass wir wütende Gesichter aus einer Menschenmasse deutlich schneller ausfindig machen können als zufriedene Gesichter.

Kurz gesagt: Das Gehirn des Menschen und anderer Säugetiere enthält einen Mechanismus, der darauf ausgelegt ist, schlechten Nachrichten den Vorrang zu geben. Und das ist evolutionär gesehen mehr als vorteilhaft. Auch wenn wir schnell auf Anzeichen für Paarungsmöglichkeiten und Möglichkeiten Nahrung zu beschaffen reagieren, ist das menschliche Gehirn im Lauf der Evolution nach und nach immer vorsichtiger in Bezug auf negative Ereignisse geworden, da die vorsichtigeren Individuen eher eine Chance hatten sich fort zu pflanzen.

Der bekannte Psychologe Roy Baumeister fassten den Forschungsstand in einem Aufsatz mit dem Titel "Bad Is Stronger Than Good" (Schlecht ist stärker als gut ) folgendermaßen zusammen: "Negative Emotionen, schlechte Eltern und schlechtes Feedback haben eine stärkere Wirkung als ihre positiven Pendants, und negative Informationen werden sorgfältiger verarbeitet als positive. Das Selbst ist stärker motiviert, negative Selbstdefinitionen zu vermeiden, als positive zu verfolgen. Ein negativer Eindruck und negative Stereotype entstehen schneller und sind widerlegungsresistenter als ihre positiven Entsprechungen. "

Platons Höhlengleichnis

höhlengleichnis platon schatten

Bildquelle: http://de.spiritualwiki.org/Wiki/Hoehlengleichnis?from=Wiki.H%C3%B6hlengleichnis

Eigentlich geht es in Platons Höhlengleichnis um Platons Ideenwelt, aber darauf möchte ich gar nicht anspielen. Worauf ich eher den Fokus legen möchte, ist die Tatsache, dass unser Wahrnehmung unsere Realität formt und dass das, was in unserem Gehirn als Realität existiert oft nur eine Geschichte ist, die wir uns in unserem Kopf erzählen, um einen Sinn in diese zugegebenermaßen komplexe Welt zu bringen.

Sokrates beschreibt im Höhlengleichnis wie der Name schon sagt eine unterirdische Höhle, von der aus ein Gang zur Erdoberfläche führt. In der Höhle leben Menschen, die dort ihr ganzes Leben verbracht haben. Sie sind an den Beinen und dem Nacken so festgebunden, dass sie immer nur nach vorn auf die Höhlenwand blicken und ihre Köpfe nicht drehen können. Daher können sie den Ausgang, der sich hinter ihren Rücken befindet, nie erblicken und von seiner Existenz nichts wissen.

Auch sich selbst und die anderen Gefangenen können sie nicht sehen; das Einzige, was sie je zu Gesicht bekommen, ist die kalte Höhlenwand. Weil aber hinter ihnen ein Feuer brennt, sehen nur das Licht, das die Wand beleuchtet, nicht aber das Feuer selbst.

Zwischen dem Inneren des Gefängnisses und dem Feuer befindet sich eine Mauer, die nicht so hoch ist, dass sie das Licht des Feuers abschirmt. Der Mauer entlang tragen andere Menschen hin und wieder unterschiedliche Gegenstände hin und her (Nachbildungen menschlicher Gestalten und anderer Lebewesen aus Stein und aus Holz.)

Da die bewegten Gegenstände auf die Höhlenwand, der die Gefangenen zugewendet sind, wissen sie nichts von den anderen Menschen, die an der Mauer entlang gehen. Wenn jemand der anderen spricht, hallt das Echo von der Höhlenwand so zurück, als ob die Schatten sprächen.

Deshalb glauben die Angeketteten, dass die Schatten sprechen könnten. Alles, was sich auf der Wand abspielt, ist für sie die Realität und damit wahr.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Höhlengleichnis und es setzt sich auch noch fort. Obwohl wir vielleicht über die Naivität der Menschen lachen, hocken wir doch auch in unseren eigenen Höhlen und hinterfragen nicht, ob es eine andere Realität gibt.

Heute schütteln wir den Kopf über manche medizinische Praktiken aus der Vergangenheit oder über die Tatsache, dass viele in der Zeit des Nationalsozialismus blind gefolgt sind. Doch häufig kannten die Leute keine andere Realität. Sie wurden in diese Realität hinein geboren und haben sie häufig einfach akzeptiert.

Die Realität ist verhandelbar

Wir schwimmen alle in einem riesigen Meer von menschlichen Überzeugungen, Ideen und Praktiken der Gesellschaft. Einige bringen Freude und helfen uns- andere dagegen sind unnötig, einschränkend und manchmal sogar lähmend.

Ein Fisch ist der letzte, der sieht, dass es in einer Substanz, die Wasser genannt wird, schwimmt. So sind auch wir oft die Letzten, die sehen, wie die allgemein akzeptierte Realität und die Glaubenssätze unser Leben beeinflussen.

Die Kulturen schaffen Regeln, wie man liebt, wie man isst, wie man heiratet, wie man einen Job bekommt Es setzt Maßstäbe, um Ihren Selbstwert zu messen und wie Situationen zu bewerten sind.

Das sagt Steve Jobs dazu:

Um das Ganze einmal vereinfacht dar zu stellen:

Es gibt die physische Welt der absoluten Wahrheit. Diese Welt enthält Dinge, mit welchen wir wahrscheinlich alle einverstanden sind : Das ist ein Fluss, Felsen sind hart; Wasser ist nass; Feuer ist heiß; Tiger haben große Zähne und es tut weh, wenn sie dich beißen.

Aber es gibt auch die Welt der relativen Wahrheit. Es ist die geistige Welt der Ideen, Konstruktionen, Konzepte, Modelle, Mythen, Muster und Regeln, die wir entwickelt haben und von Generation zu Generation weitergegeben haben.

Hier sind Begriffe wie Ehe, Geld, Religion und Gesetze ein zu ordnen. Das ist die relative Wahrheit, denn diese Ideen sind nur für bestimmte Kulturen oder Stämme wahr. Sozialismus, Demokratie, Ihre Religion, Ideen über Bildung,
Liebe, Ehe, Karriere sind nichts mehr als relative Wahrheiten. Sie sind einfach nicht wahr für alle Menschen.

Auf diese Weise konstruieren unsere Gedanken buchstäblich unsere Welt. Wir schaffen und empfangen diese Konstrukte. Wir übermitteln sie von Generation zu Generation. Aufgrund der Bequemlichkeit in einer komplexen Welt halbwegs gedankenlos arbeiten können und weil wir nicht wissen, dass es eine andere Option gibt, nehmen wir viele dieser kulturellen Konstrukte und besonders Denkmuster als wahr an. Das Problem ist - viele von ihnen sind längst über ihrem Ablaufdatum oder limitieren uns.

Das Formen unser Glaubenssätze ist ein hochgradig spannendes Thema, aber nicht Teil dieses Blogposts.

Wie du deine erfüllendste Realität kreierst

virtuelle realität

Genauso glauben viele Menschen nicht, dass es einen Zustand gibt, der besser als "neutral" ist, die Tatsache, dass
wir mit unserem Fokus unsere Sicht auf die Welt verändern können oder dass es nicht die Umstände sind, die unser Leben formen.

Wir (also ich eingeschlossen) halten in bestimmten Lebensbereichen an Geschichten fest, die nicht der Wahrheit entsprechen oder nicht so sein müssten, wenn wir metaphorisch unsere eigene Realität kreieren würden. Genau das wollen wir hier in diesem Blogbeitrag in kleinem Maße tun.

Nichts ist gut oder schlecht- unser Denken macht es dazu- Shakespeare

Keine Sorge, das ist nicht annähernd so schwer wie es klingt. Wie alle anderen haben wir eine unterbewusste Realität und Geschichte, die jede Entscheidung beeinflusst, die wir machen. Die eigentliche Frage ist: Funktioniert deine Realität wirklich?

Die Forschung, die aus positiven Psychologielabors auf der ganzen Welt kommt, zeigt, dass zwei Individuen in der exakt gleichen Situation und der Außenwelt zwei völlig unterschiedliche Wahrnehmungen der Welt haben können, die beide gleichermaßen wahr sind.

Für den einen ist diese Situation die Hölle und für den anderen der Himmel. Kamikaze- Angriffe oder Selbstmordattentate werden bestimmt nicht aus rationalen Gründen durchgeführt, sondern weil viele der Attentäter es als Ticket ins Paradies sehen oder andere positive Emotionen an Handlungen knüpfen, die du und ich für enorm grausam halten.

Wie wir schon in der Episode über den Fokus besprochen haben, gibt es in Wahrheit keine Realität: Es gibt Millionen von Möglichkeiten, die in jeder Sekunde in eine Realität umgesetzt werden könnten. Es hängt alles davon ab, welche Informationen dein Gehirn zu verarbeiten wünscht!

Also, wenn unsere Realität zum Teil eine Wahl ist, ist die wichtigste nächste Frage: Hast du dich für diejenige entschieden, die dir helfen wird glücklicher zu sein und zu mehr Wachstum führen kann? Und wenn nicht, wie können wir eine wertvollere erschaffen?

Alternative Wirklichkeiten erkennen

VR virtuelle Realität

Eines der ersten und wichtigsten Werkzeuge ist die Fähigkeit zu erkennen, dass mehrere Versionen der Realität existieren. Vielleicht kennst du die Leute in deinem Büro, Leute, die sich immer entscheiden, eine negative Wirklichkeit zu sehen, auch wenn sich die Außenwelt positiv verändert hat.

Die Forschung vom Harvard Psychologen Shawn Achor , die er in Zusammenarbeit mit der University of Yale gemacht hat, zeigte, dass wir durch bloßes Ändern der Fakten, auf die wir uns konzentrieren unsere Antwort auf Stress bei der Arbeit deutlich verbessert werden kann und Müdigkeitssymptome um eine beeindruckende Anzahl von 23 Prozent verringert werden kann- und das in einer Woche.

Zum Beispiel, indem du einfach eine " Ein gewisser Stress ist gut für mich und meine Leistungsfähigkeit" - Denkweise, kannst du die negativen Auswirkungen von Stress drastisch reduzieren. Stress ist unvermeidlich, aber seine Auswirkungen sind es nicht.

In diesem Abschnitt werde ich dir einfach einmal exemplarisch zeigen, wie du deinen Fokus und deine Wahrnehmung in Bezug auf Stress ändern kannst. Natürlich kannst du das wie in dem Blogbeitrag über "eine Fallstudie zur emotionalen Meisterung" auch auf andere Lebensbereiche anwenden.

Verfolge die wertvollste Realität - Beispiel Umdenken in Bezug auf Stress

realität ist eine illusion

Sobald du verstehst, dass deine Realität nicht in Stein gemeißelt ist, kannst du dich daran setzen diese zu deinem Vorteil zu formen. Du weißt, dass ich keinerlei Absichten habe dich anzulügen. Daher bin ich ehrlich zu dir: Bis sich dieses Denkmuster permanent eingebrannt hat, braucht es einige Übung. Du musst dir bewusst sein, dass du genau wie ich damals permanent eine andere Denkweise trainiert habe.

Wir haben es alle durchgemacht: Nachts wach gelegen, uns hin und her gewälzt, Gedanken, die durch unsere Köpfe schießen. Unsere Körper wollen unbedingt schlafen, aber unser Verstand kann einfach nicht abschalten.

Wenn man die negativen Effekte von Stress sieht, liest es sich wie eine Schreckensbotschaft:

• Stress ist mit den sechs führenden Todesursachen verbunden
• Siebzig bis 90 Prozent der Arztbesuche sind auf Stress zurückzuführen
• Stress beeinflusst die meisten Organe im menschlichen Körper negativ

Und trotzdem hörst du immer wieder: "Versuche dich nicht zu stressen!" Was zur Hölle? Das ist wie ein Pilot, der seinen Passagieren ankündigt, dass der Motor seltsam klingt und dir dann einen erholsamen Flug wünscht.

Stress Burnout

Keine Frage: Stress kann unser Arbeit und unser Gesundheit schaden. Unzählige Bücher und alle Forschungszeitschriften sind diesem Thema gewidmet. Aber das ist nicht die gesamte Wahrheit der Stressforschung.

In der Tat gibt es einen riesigen Textkorpus an Forschung der zeigt, dass guter Umgang mit Stress kann sowohl unsere Leistung als auch unser gesamtes Wohlbefinden verbessern kann. Es gibt also eine andere, aber ebenso wahre Realität, in der Stress in Maßen für uns gut ist.

Um diese Theorie zu testen, haben sich Ali Crum und Shawn Achor mit Führungskräften zusammengeschlossen und haben 380 Manager dazu veranlasst, zu testen, ob Stress sogar zum Vorteil genutzt werden könnten, indem die Menschen die Fähigkeit erlernen die andere aber auch im selben Maße wahre Seiten von Stress zu sehen.

Zwei Testgruppen von Managern wurden verschiedene drei Minuten Videos gezeigt. Die erste Gruppe schaute sich ein Video an, das die oben genannten schockierenden Statistiken enthielt, die typischerweise in Unternehmensschulungen über Stress und andere Erkenntnisse zitiert werden. Darunter auch Folgende:

• Schätzungsweise eine Millionen Arbeiter fehlen an einem durchschnittlichen Arbeitstag wegen stressbedingter Beschwerden

• "Stress-Effekte auf Reproduktion, Wachstum und das Immunsystem identifizierten sie als Bedrohung für das Überleben der Menschheit."

Die zweite Gruppe sah ein Video, das ein anderes Bild malte und sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse konzentrierte, die zeigten, dass Stress dem Gehirn helfen kann , mehr von seinen Fähigkeiten zu nutzen, das Gedächtnis und die Intelligenz zu verbessern und sogar dem Körper helfen kann, sich von Verletzungen zu erholen. Die Informationen aus diesem Video haben sich dann eher so angehört:

• Hormone, die in der Stressreaktion freigesetzt werden, erhöhen die Leistung auf kognitiven Aufgaben und die Gedächtnisleistung

• Stress kann psychologisches Wachstum durch positives Beeinflussen der zugrunde liegenden biologischen Prozesse der körperlichen Erholung und des Immunsystems fördern

• Stress und Schwierigkeiten haben in einigen Fällen gezeigt, dass sie den Erwerb von Resilienz tieferen sozialen Bindungen, einen tieferen Sinn zu finden erleichtern.

Wenn du mehr über die zeitlose Kunst Schwierigkeiten und Widerstände zu Chancen zu machen, lernen möchtest, hör dir diese Episode an.

Die Bewertung von Stress und die Macht der guten Gefühle

Das Ganze wurde zur selbst erfüllenden Prophezeiung und die Messungen zeigen eindeutig, dass die Gruppe, die sich das zweite Video, in dem die positiven Aspekte hervorgehoben wurden, angesehen haben einen von Grund auf anderen Umgang mit Stress aneigneten.

Das Wichtigste ist zu erkennen, dass diese recherchierten Fakten, obwohl sie weniger bekannt sind, gleichermaßen wahr sind. Die Forschung zeigt, dass Stress, auch auf hohem Niveau, eine größere Resilienz und Widerstandsfähigkeit tiefere Beziehungen, ein erhöhtes Bewusstsein, neue Perspektiven, ein Gefühl der Kontrolle und eine größere Wertschätzung des Lebens allgemein schafft.

Zudem haben Ärzte an der Stanford University festgestellt, dass sich jemand, der eine Stressreaktion unmittelbar vor einer Knieoperation erlebt hat, schneller erholt, weil Stress die Freisetzung von Wachstumshormonen hervorruft ( die helfen, Zellen wieder aufzubauen, Protein zu synthetisieren ).

Die Lehre ? Das zwanghafte Ankämpfen gegen negative Emotionen wie Stress macht keinen Sinn. Stress ist eine fight or flight- Reaktion und nicht einzugestehen, dass du gestresst bist und der Versuch es weg zu schieben, macht es eher schlimmer.

Stattdessen kann es enorm helfen, wenn Stress auftritt an zu erkennen, dass Stress die eben genannten Vorteile hat und sogar deine Produktivität und Leistung steigern kann.

Verweis um Stress auf körperlichen Ebene entgegen zu wirken und das parasympathische Nervensystem zu beruhigen, ist das tiefe Atmen, wie ich in der Episode über Resilienz beschrieben habe.

Mein kleiner Trick, um mich daran zu erinnern, um Stress nicht zu bekämpfen, sondern zu nutzen, ist es Türknöpfe als geistige Ankerpunkte zu benutzen. Wenn du zum Beispiel bei einem Treffen, einem Vortrag oder einem Vorstellungsgespräch die Tür öffnest und es vorher ein paar Mal zuhause trainiert hast, bemerkt dein Gehirn beim Anblick des Türknaufes, dass jeder Stress, den du in dieser Situation fühlst, leistungssteigernd sein könnte.

Auch du kannst dir diese Ankerpunkte, wie man sie in der Psychologie nennt, erstellen, um dich daran zu erinnern den Stress nicht zu bekämpfen, sondern daran zu wachsen.

Noch mal um sicher zu gehen, dass du mich nicht missverstehst: Ich behaupte nicht, dass Stress immer positiv ist oder versuche die eindeutigen Fakten zu verstecken, dass Stress in der Tat negative Auswirkungen haben kann . Ich versuche nur zu zeigen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, die Auswirkungen von Stress zu betrachten. Während Stress oft unvermeidlich ist, sind es die negativen Auswirkungen nicht.

Der Positive Quotient & die Macht der guten Gefühle

der positive quotient

Das klingt seltsam aus dem Mund einer Person, die viel aus dem Bereich positive Psychologie lehrt, aber die Anerkennung des Negativen in unserer Außenwelt kann eigentlich sehr hilfreich sein. Das Bewusstsein fürs Negative kann uns motivieren, positive Maßnahmen zu ergreifen.

Je stärker das Gehirn gefordert wird, um die Welt nach mehreren Realitäten zu scannen, desto größer ist unsere Kreativität unsere Problemlösungsfähigkeit und sogar unsere Empathie für diejenigen, die die Welt nicht sehen, wie Sie es tun.

Wir können Probleme nicht beheben, wenn sie von unseren Gehirnen nicht erkannt werden. Leider sind unsere Gehirne evolutionär darauf ausgelegt unsere Umgebung nach Negativem zu scannen, wie wir eben besprochen haben. Wir sind als Menschen schon gut darin, sodass der Großteil der Menschen diese Information nicht unbedingt braucht.

Gleichzeitig wissen wir aus dem Beitrag über positive Psychologie , dass wir uns durch eine negative Realität selbst blockieren und uns einiges an Potenzial rauben. Zudem fühlt es sich einfach nur schlecht an und wer will sein komplettes Leben schon einem miserablen Zustand verbringen, der uns stresst.

Der Schlüssel zur Bewältigung dieses Gleichgewichts ist das, was die Wissenschaftler den positiven Quotienten nennen. Forschung des Mathematikers Marcial Losada der University of North Carolina und der Psychologin Barbara Fredrickson (Autorin des Buchs: Die Macht der guten Gefühle, dass in einer positiven Realität mindestens ein Verhältnis von 3 positiven zu einer negativen Interaktionen oder Situation ist.

Anstatt diese Tatsache traurig und hilflos zu akzeptieren, versuchen wir hier beim Erzähl mir mehr Podcast proaktiv an die ganze Sache heran zu gehen und schlechte Nachrichten mit drei guten Nachrichten aus zu balancieren. Warum ein ungleiches Verhältnis? Warum sollte ein positives Ereignis ein Negatives nicht neutralisieren?

Die Forschung hat (wie zu Beginn des Beitrags besprochen) nachdrücklich bewiesen, dass wir eine natürliche Tendenz haben mehr Gewichtung auf Negatives zu geben. Wir kennen es alle. Wenn du Feedback zu einem Projekt erhältst und die Leute wahre Lobeshymnen auf deine Arbeit halten, konzentrieren wir uns trotzdem auf die "eine Sache, die wir vielleicht noch bearbeiten könnten."

Die Macht der guten Gefühle - Quantität zählt

Quantität

Das Geheimnis besteht darin, die positive Stimmung nicht krampfhaft festzuhalten und ihre flüchtige Natur nicht zu leugnen. Denn wir wissen alle, dass Emotionen nicht ewig halten- egal ob positiv oder negativ. Stattdessen ist es sinnvoll, dass wir die Quantität positiver Erfahrungen in unserem Leben erhöhen.

Das Verrückte ist, dass man das Ganze mathematisch messen kann. Beim sogenannten positiven Quotient. handelt es sich nämlich um das messbare Verhältnis zwischen positiven und negativen Gefühlen. Formal betrachtet, berechnet sich der positive Quotient durch die Häufigkeit positiver Emotionen während
eines beliebigen Lebensabschnitts geteilt durch die Häufigkeit negativer Gefühle im gleichen Zeitraum. (Formel P:N (Positivität : Negativität ))

Der positive Quotient macht dabei den enormen Unterschied. Er entscheidet, wie wir die objektive Realität wahrnehmen und ob wir uns eine Realität schaffen, die uns gut tut. Wie bei allem in der Natur, ist ein Zustand der Stagnation selten. Entweder wachsen wir emotional oder sterben innerlich ab. Etwas dazwischen gibt es selten.

Die Macht der guten Gefühle -Der 3-zu-1-Quotient

Die Macht der guten Gefühle 3:1

Bislang habe ich nur grob beschrieben, dass eine positive Lebenseinstellung unseren Verstand öffnet und unsere Lebensqualität verbessern kann. Was mich davon überzeugt hat mir eine positive Grundhaltung zu Herzen nehmen und damit im eigenen Leben zu experimentieren, war das eben beschriebene 3:1 Verhältnis, weil es endlich mal im Gegensatz zu vielen positiven Gurus beschrieben hat, dass negative Gefühle auch dazu gehören und nicht der Weltuntergang sind.

Stell dir einmal folgendes Szenario vor:

Du schaltest den Fernseher ein. Der Nachrichtensprecher berichtet gerade live aus einem aktuellen Kriegsgebiet und zeigt, wie die IS unschuldige Kinder und Zivilisten brutal hingerichtet hat. Laut vielen positiven Gurus sollen wir dann denken und sagen: "Was für eine hervorragende Kameraführung. Und was für lebhafte Bilder! Die IS-Kämpfer haben das bestimmt nicht böse gemeint."

Bullshit ! Ich muss nicht weitermachen, oder? Dieses positive Denken hat absolut nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Eine hundertprozentig positive Lebenseinstellung leugnet die Menschlichkeit
des Lebens.

Den Quotient, den Barbara Fredrickson durch ihre Studien herausgefunden hat, ist realitätsnaher: ein Quotient der guten Gefühle von 3:1. Mit anderen Worten: Auf jede bedrückende emotionale Erfahrung kommen drei positive Erlebnisse.

Diese 3:1-Regel ist aber nicht in Stein gemeißelt. Die Wissenschaft ist niemals perfekt und hat immer wieder neue Erkenntnisse auf Lager. Doch mich persönlich beruhigt die Erkenntnis, dass das Rezept nicht
3:0 lautet.

Negative Erlebnisse sind wichtig, niemand kann ohne das Negative wachsen. Selbst die glücklichsten Menschen der Welt trauern, wenn sie einen geliebten Menschen verlieren, ärgern und fürchten sich wie wir alle.

Deshalb ist der positive 3-zu-1-Quotient auch so befreiend: Er umfasst die ganze Palette menschlicher Emotionen. Nichts muss unterdrückt und zur Seite geschoben werden, sondern wir sehen der Realität ins Auge und formen daraus unsere wertvollste und bestmögliche eigene, positive Realität.

Daher ist die Qualität der positiven Gefühle nicht ausschlaggebend, sondern die Quantität, um gegen die Übermacht der negativen Gefühle anzukommen. In diversen Studien zeigte sich, dass Menschen ab einem bestimmten Mischverhältnis von positiven aus negativen Emotionen eine allgemein positive Lebenseinstellung annehmen. Dieser Punkt nennt sich Tipping-Point.

Menschen mit einem höheren Quotienten als 3:1 sind allerdings die Minderheit. Bei den meisten beträgt das Verhältnis eher 2:1. Sie tendieren sogar zu Unzufriedenheit mit ihrem Leben. Bei depressiven Person liegt der Quotient sogar bei 1:1.

Der Tipping-Point der guten Gefühle

Der Tipping point malcom Gladwell

Man nennt eine Krankheitswelle nur eine Epidemie, wenn ein Tipping-Point überschritten wurde. Der Tipping-Point ist jener Punkt, an dem eine Entwicklung in eine Epidemie überschlägt und sich explosionsartig verbreitet. Eine Grippewelle wächst beispielsweise zunächst langsam. Tag für Tag infizieren sich eine Handvoll Menschen.

Doch irgendwann ist ein magischer Punkt erreicht, an dem die Entwicklung außer Kontrolle gerät und die Übertragungsrate sprunghaft ansteigt. Stellt man diese Wachstumsrate in einer Grafik dar, sieht man eine Kurve die zunächst langsam aufsteigt und dann an einem bestimmten Punkt steil nach oben knickt. Dieser Knick ist der so genannte Tipping-Point.

Nur ein Beispiel: Am besten lässt sich dies anhand eines Tipping-Points erklären, den wir alle kennen. Ein Beispiel ist der Unterschied zwischen Eis und Wasser. Auf der einen Seite scheinen sie enorm unterschiedlich zu sein. Eis ist fest, starr und unbeweglich. Wasser dagegen ist flüssig, fließend, flexibel und dynamisch.

Auf der chemischen Ebene sind beide identisch. Sie haben nur einen anderen Aggregatzustand. Ich will aber nicht zurück in den Chemieunterricht der 7. Klasse eintauchen, sondern komme direkt zur Sache. Um Eis in Wasser zu verwandeln, muss man lediglich die Temperatur verändern. Wenn die Außentemperatur über null Grad Celsius steigt, schmilzt das feste Eis und verwandelt sich in fließendes Wasser –das klassischste Beispiel eines Tipping-Points.

Einen solchen Tipping-Point gibt es auch in Bezug auf unser Glückslevel. Genau wie die null Grad Celsius in der Thermodynamik eine wichtige Rolle spielen, scheint der positive 3:1-Quotient bei uns Menschen auch eine entscheidene Rolle einzunehmen.

Natürlich ist daran nichts Übernatürliche. Das Modell ist natürlich sehr einfach und kann nicht die komplexe menschliche Psychologie in eine kleine Formel packen, aber sie gibt uns einen Richtwert, der nicht an den Haaren herbeigezogen ist, sondern auf wissenschaftlichen Studien beruht.

In Beziehungen scheint der Punkt sogar noch höher zu sein Der Psychologe Gottman sammelte jede Menge Daten, indem er winzige Sensoren nutzte, um die Herzfrequenz der Menschen zu messen, die Aktivität ihrer Schweißdrüsen und andere physiologische Veränderungen ,während der Unterhaltungen durch sorgfältig platzierte Videokameras beobachteten.

Was er bei seinen Studien herausfand, war beeindruckend. Bei erfüllten Partnerschaften lag der positive Quotient bei 5 zu 1. Gegenüber dazu standen die stagnierenden oder gescheiterten Ehen, deren positiver Quotient niedriger als 1 zu 1 lag.

Vielleicht bist du mittlerweile auch zu dem Schluss gelangt, dass es nun nach so viel Theorie Zeit wird selbst ins Handeln zu kommen.

Deine Werkzeugkiste der guten Gefühle

Im Prinzip dreht sich der komplette Podcast um Denkweisen, Übungen und Werkzeuge um ein positiveres, glücklicheres Leben voller emotionaler Meisterung zu erschaffen. Hier habe ich nur einige von vielen Werkzeugen und wissenschaftlich gestützten Techniken aufgelistet, die ich auf täglicher Basis nutze.

Wichtiger als immer wieder auf die Suche nach neuen Taktiken zu gehen und sich die perfekte Routine zu erstellen, ist es die Basics jeden Tag zu tun. Egal in welcher Sportart du dich umschaust: Alle trainieren die fundamentalen Grundlagen, weil sie nicht umsonst die Grundlagen sind.

Auch wenn du viele der Techniken und Werkzeuge schon kennst, frag dich: Trainierst du sie auch täglich oder bleibt es nur leeres Wissen, da die Umsetzung fehlt?

Wir erheben uns nicht zu dem Level unser Erwartungen, sondern wir fallen zu unserem Level an Training.

Werkzeug 1: Der Fokus auf die richtigen Fragen

Fokus

Die Macht der Fragen - besonders die Macht von bestärkenden Fragen- ist eine Kunst, die in der heutigen Zeit in Vergessenheit geraten ist. Fragen sind nämlich ein großer Bestandteil unseres kompletten Denkprozesses und bestimmen damit deinen Fokus und die Art und Weise, wie du mit allen Situationen in deinem Leben umgehst.

Dein Fokus lenkt deine Emotionen und diese wiederum die Kontrolle und Erfüllung, die du in deinem Leben spürst.
Sowohl die Neurowissenschaft als auch Yoda von Star Wars sind sich einig: "Dein Fokus ist deine Realität" und die Macht der Fragen spielt eine verdammt große Rolle in diesem Puzzle.

Werkzeug 2: Freude auf Abruf

Es ist eine natürliche menschliche Tendenz Glück bzw. Freude außerhalb von uns selbst zu suchen.

Wir werden mit Nachrichten aus jedem Teil der Gesellschaft bombardiert, die versprechen, dass wir glücklichere Menschen werden, wenn wir endlich dieses Auto haben, ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder mehr Geld verdienen.

Hast du jemals angehalten und dich gefragt, ob das Ganze wahr ist? Vielleicht ist auch nur ein verzweifelter Versuch eine innere Leere zu stopfen, die eigentlich nur in unseren Köpfen existiert. Vielleicht müssen wir ja gar nicht mehr tun, mehr sein und mehr haben um glücklich zu sein, sondern es gibt Möglichkeiten das Glück jederzeit ab zu rufen.

Aber lass dir das nicht von mir sagen. Ich habe keine Yacht und keine Insel. Vielleicht möchtest du aber ja auf Tony Robbins hören, der wohl einer der inspirierensten Personen unserer Zeit ist und allemal für 7 Leben ausgesorgt hat:

Erfolg ohne Erfüllung ist die ultimative Niederlage.

- Tony Robbins

Auch in meinem Blogbeitrag über Freude auf Abruf habe ich ausführlich über zahlreiche Techniken gesprochen:

Werkzeug 3: Die Achtsamkeitsmeditation

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Werkzeug 4: Dankbarkeit ritualisieren

Dankbarkeit gratitude

Um Dankbarkeit zu empfinden, müssen wir nur bemerken, wie viel Gutes uns eigentlich umgibt.

Dankbarkeit rückt in Perspektive, wie wertvoll doch jeder Moment ist und mit wie viel Freude wir unser Leben leben könnten. Dankbarkeit ist das Gegengift gegen destruktive Emotionen wie Angst, Hass und Wut.

Oft nehmen wir Dinge als gegeben und selbstverständlich hin, die alles andere als selbstverständlich sind. Die Möglichkeit fließendes, warmes Wasser aus dem Wasserhahn zu bekommen, den Kühlschrank zu öffnen und eine Fülle an Lebensmitteln zu haben und in einem friedvollen Land zu leben, in dem es keinen Krieg gibt, ist ein Luxus, den Millionen von Menschen nie erleben werden.

Gerade deshalb muss ich mir das in meinem 5- Minuten- Journal immer wieder bewusst machen. Dankbarkeit hilft uns zu sehen, dass die Dinge, die wir nebenbei als selbstverständlich betrachten, eigentlich enorm wertvoll sind.
Die Studienlage ist eindeutig: Dankbarkeit ist ein enorm machtvolles Gefühl, das das Gegengift gegen Angst ist und negative Emotionen verschwinden lässt.

Wie Marcus Aurelius sagt: Zähl die Dinge, die du hast und nicht die Dinge, die dir fehlen. Es gibt immer etwas für das du dankbar sein kannst- selbst wenn es "nur" die Tatsache ist, dass du am Leben bist.

Werkzeug 5 : Positive Gefühle auskosten

Du kannst dein Gehirn (positiv) programmieren, sobald du die neurowissenschaftlichen Prozesse dahinter verstehst und anwendest. Das heißt nicht, dass du nie wieder negative Emotionen haben wirst. Das wäre nämlich auch nicht zielführend, weil besonders negative Emotionen dir wertvolle Signale senden.

Vielleicht gleichen wir uns in dieser Hinsicht? Wir haben einen vollen Terminplan und nehmen uns nur wenig Zeit einmal stehen zu bleiben und 10 Sekunden die positiven Ereignisse wirklich zu genießen. Doch wenn wir es uns zur Gewohnheit machen würden, ein paar Extrasekunden in diesem Gefühl zu verharren, würden wir nicht nur einen kurzfristigen Effekt spüren, sondern unser Gehirn auch langfristig auf Glück programmieren.

Genau davon handelt die H-E-A-L- Methode. Es muss kein Lottogewinn sein, sondern es kann auch die Freude des Morgenkaffees, die Beendigung einer Aufgabe oder der Anruf von einem Freund oder einer Freundin sein.

Es geht aber nicht um stumpfes positives Denken oder eine unwissenschaftliche New-Age-Methode, sondern darum flüchtige Erfahrungen zu nutzen, um langanhaltende Verbesserungen in deinem neuronalen Netzwerk vorzunehmen. Die innere Stärke, die wir für unser Wohlbefinden und unser Leben allgemein gut gebrauchen können, entsteht nämlich alleine in unserem Gehirn.

Mehr dazu hier in der Podcastepisode oder in diesem Blogbeitrag zur H-E-A-L- Methode:

Die Macht der guten Gefühle- Das Fazit

Auf Negatives stoßen wir im Leben von selbst. Deine Aufgabe besteht deshalb darin das Positive zu erschaffen. Ich liebe diese Vorstellung, weil sie mich daran erinnert, dass wir immer eine Wahl haben- und das jeden verdammten Tag.

Auch wenn es kontraintuitiv klingt: Denk daran, dass die Intensität der positiven Empfindungen nicht so wichtig ist, wie die relative Häufigkeit. Der alte Spruch: " Es sind die kleinen Dinge, die unser Leben lebenswert machen, haben also einen wissenschaftlichen Hintergrund und sind nicht aus der Luft gegriffen.

Das richtige Gleichgewicht unserer Emotionen ist ein erreichbares Ziel. Wenn die positiven Gefühle unsere negativen nicht ausreichend überwiegen, bedeutet das nicht automatisch, dass wir den Kopf in den Sand stecken müssen. Denn eine positive Grundhaltung ist erlernbar.

Zwar ist das Verhältnis positiver und negativer Emotionen, die ein Mensch erlebt zum Teil durch Gene vorbestimmt. Doch lassen sich durch ein paar Eingriffe in unsere Gewohnheiten Hebel finden, um die Produktion guter Gefühle in Gang zu setzen.

Auf dem Weg zum gesunden Quotienten von 3:1 geht es in erster Linie darum, Aktivitäten zu erlernen, die stetig gute Gefühle hervorrufen dadurch wird die sogenannte Resilienz gesteigert- die Fähigkeit mit negativen Situationen fertig zu werden.

Denn nur die wenigsten haben von sich aus eine resiliente Persönlichkeit und begegnen negativen Ereignissen mit Optimismus, wodurch sie besser verarbeiten können. Auf keinen Fall ist der beschriebene Lernprozess mit dem fehlgeleiteten Versuch zu verwechseln negative Gefühle gänzlich auszuschalten.

Doch in dieser von Angst getriebenen Welt ist es doch schon auch einmal zu hören, dass wir so viel unter eigener Kontrolle haben und unsere positive Realität praktisch langanhaltend kontrollieren können.

Doch das klappt nur, wenn wir auch bereit sind das Ganze zu üben. Wissen ohne Umsetzung ist wenig wert. Deshalb meine Frage: Wie wirst du das Gelernte noch heute umsetzen? Wie wirst du die Macht der guten Gefühle zu deinem Vorteil nutzen?

3 Comments

  1. […] eine wirklich positive Grundstimmung zu haben, ist( laut den Studien von Barbara Frederickson ) ein Verhältnis von 3 positiven zu einer negativen Nachricht […]

  2. […] Negativschleife mit ziemlicher Sicherheit. Mehr als das ! Sie sorgt sogar dafür, dass wir in eine Aufwärtsspirale der guten Gefühle […]

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