Das vergessene Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und wie das System zur Unterdrückung beiträgt

Im letzten Jahrhundert drehte sich die Psychologie nur um ein einzelnes Thema: Geisteskrankheit. Man muss auch ehrlich sagen, dass sie das Ganze ziemlich gut gemacht hat und viele Probleme gelöst hat.
Wir wissen jetzt eine Menge darüber, wie diese Krankheiten entstehen, über ihre Genetik, die dahinter stehende Biochemie und ihre psychologischen Ursachen. Aber dieser Fortschritt kommt mit versteckten Kosten . Wir haben zum Teil vernachlässigt das zu erforschen, was das Leben lebenswert macht und ihm Bedeutung gibt. Wir Menschen haben mehr als das Bedürfnis das Schlechte aus unserem Leben zu eliminieren, sondern wir haben auch das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.

Wir wollen nicht nur nachts wach liegen und darüber nachdenken, wie man (auf einer Skala) von -7 zu -5 kommt, sondern wir wollen auch wissen, wie man von +2 auf +8 kommt. Neben der emotionalen Meisterung besprechen wir in diesem Podcast auch die neue Wissenschaft der positiven Psychologie und die Suche nach dem, was Aristoteles das „gute Leben“ genannt hat.

Die falsche Rechnung des Hedonismus in Bezug auf Glück und Selbstverwirklichung

Hedonismus

Ein Hedonist glaubt, dass er Glück erhält, indem er ausschließlich Dinge macht, die Spaß machen und von spaßiger Aktivität zu spaßiger Aktivität springt ohne den tieferen Sinn dahinter zu suchen. Aber es ist eine Täuschung, weil die Summe unserer Momentaufnahmen der Gefühle sich als ein sehr fehlerhafter Maßstab erweist, wie wir eine Episode, einen Film, einen Urlaub oder ein ganzes Leben beurteilen.

Angenommen, man könnte an eine hypothetischen Maschine angeschlossen werden, die für den Rest deines Lebens dein Gehirn anregen, würde alle positiven Gefühle zu erleben, die du dir wünschst. Die meisten Leute, denen
ich diese imaginäre Wahl anbiete, verweigern die Maschine. Es sind nicht nur positive Gefühle, die wir wollen, wir wollen sie uns (laut heutigem Wissenschaftsverständnis nach Martin Seligman ) verdienen. Obwohl wir regelmäßig die uns zur Verfügung stehenden Shortcuts nutzen könnten, wie Alkohol, Schokolade, Einkaufen, Masturbation und Fernsehen, ergeben sie nicht das vollständige Bild.

Der Glaube, dass all diese Shortcuts unser Glück ausmachen, sorgt dafür, dass wir in Mitten großen Reichtums eine ganz wichtige Sache vergessen: das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und das Bedürfnis einen Beitrag zu leisten.

Die beste Kritik aller Zeiten

Neulich habe ich eine E-Mail bekommen, die ich unbedingt mit dir teilen möchte. Ich glaube, dass eine E-Mail der Kritik sein sollte, aber es ist mit Abstand meine Lieblings-Negativbewertungen meines Podcasts :

Hallo Dominique, die Konzepte klingen ziemlich schlüssig und die Methoden funktionieren auch für mich, aber meiner Meinung nach fehlen da Schritt für Schritt- Anleitungen. Zum Beispiel in deiner Podcastepisode über die Heldenreise redest du über das Konzept, aber sagst nicht, wie die Reise aussehen soll. Oder in deiner Episode über "persönliche Werte" sagst du nicht, welche Werte du integriert hast, um so viel glücklicher zu werden und emotionale Meisterung zu üben. Wie soll ich das Ganze umsetzen, wenn ich keine Anleitung und keinen Leitfaden habe?"

Meine Antwort: Vielen Dank für deine Nachricht. Hier ist die Wahrheit, mit der wir alle ringen müssen: der Grund, warum Kunst, Selbstverwirklichung, persönliche Werte und eine Bedeutung im Leben so wertvoll sind, ist, weil es keine Schritt-für Schritt-Anleitung gibt, die für alle passt. Ich gebe mein bestes dir alle Werkzeuge mitzugeben, die ich kenne, um Selbstverwirklichung und emotionale Meisterung zu erlangen, aber (um bei der Metapher zu bleiben) das Konstrukt deines Lebens musst du dir selbst zusammen zimmern. Wenn es eine Karte gäbe, wäre es keine Selbstverwirklichung mehr.

Bei einem Rezept gehen wir davon aus, dass es einen bekannten Weg gibt Selbstverwirklichung zu finden und dass jemand anderes es kennt. Doch wir sind der Autor unserer eigenen Geschichte. Ich weiß, dass ich deutlich mehr Geld machen könnte, wenn ich der erzählen würde, dass es ein Rezept gibt, das ich zufälligerweise habe. Daran habe ich aber kein Interesse.

Das bedeutet nicht, dass wir nicht von anderen lernen können, aber es geht darum eine innere Reise zu machen. Es ist schwer vorstellbar, irgendeine wichtige Veränderung im Leben ohne eine innere Reise zu machen.

Achtung: Ich überrepräsentiere hier bewusst eine Seite der Medaille. Die Realität ist komplexer und nicht so einseitig, wie ich präsentieren werde. Aber in den Medien und der Gesellschaft bekommen wir häufig die krasse Gegenthese präsentiert. Neben den Studien sind auch persönliche Meinungen und Sichtweisen eingemischt. Ich bitte dich alles, was ich sage kritisch zu hinterfragen und dir selbst eine Meinung und ein Bild zu machen und nicht alles blind über "das System" zu glauben, was ich sage.

Das System der Industrie & die Unterdrückung des Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

Fabrikarbeiter

Das System, mit dem wir aufgewachsen sind, ist kaputt. Es fällt auseinander und eine Menge Leute, die uns wichtig sind, leiden darunter, dass es nicht funktioniert . Jeden Tag treffe ich Leute, die so viel zu geben haben, aber haben es gelernt hilflos zu sein.

Unsere Welt ist mit Fabriken gefüllt. Die Regeln wurden vor über zweihundert Jahren geschrieben, aber haben selbst heute noch überraschende Relevanz. ACHTUNG: Persönliche Meinung: Du bist nicht geboren, um ein Zahn in der riesigen Industriemaschine zu sein. Ich appelliere an dich das industrielle Modell nicht zu verinnerlichen. Du bist nicht einer der unzähligen austauschbaren Stücke, sondern ein einzigartiger Mensch, und du hast der Welt und anderen Menschen in deinen Umkreis etwas zu geben.

Ein Jahrhundert der austauschbaren Arbeiter

Vor knapp einem Jahrhundert haben die Führer unserer Gesellschaft begonnen, ein System zu bauen, das jetzt so verwurzelt ist, die meisten von uns davon ausgehen, dass es immer hier war und immer sein wird. Das System, mit dem wir aufgewachsen sind, basiert auf einer einfachen Formel: Mache deinen Job. Erscheine. Hör auf das, was dir befohlen wird. Ordne dich unter. Sei Teil des Systems. Du wirst dafür mit Geld und Anerkennung belohnt. Harte Worte, aber wahr.

Aber ist es das, was du möchtest ? Ganz objektiv gefragt? Das ist an sich kein Problem und ich will definitiv nicht gegen andere Menschen oder Politiker hetzen. Ich weiß nur, dass das Gefühl der Einengung und der Unterdrückung das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung mindert.

Michael E. Gerber, über das perfekte Geschäftsmodell:

Das Modell wird von Menschen mit dem niedrigsten möglichen Level an Fähigkeiten betrieben
Ja, ich habe das niedrigste Maß an Fähigkeiten gesagt. Denn wenn dein Modell von hochqualifizierten Leuten abhängt, wird es unmöglich zu replizieren. Solche Leute sind auf dem Markt sehr gefragt.

Sie sind auch teuer und erhöhen damit den Preis der Produktion.
Das Geschäftsmodell sollte so sein, dass die benötigten Mitarbeiter ein möglichst geringes Maß an Fähigkeiten besitzen, um die Funktionen zu erfüllen, für die jeweils eine beabsichtigt ist.

War es immer ein System der Gehorsamkeit ?

Stell dir einen Stapel von 400 Centstücken vor. Jedes Centstück repräsentiert 250 Jahre menschlicher Kultur. Zusammen bedeutet das 100.000 Jahre, in denen wir Menschenstämme organisiert haben. Nimm das oberste Centstück vom Stapel.

Dieses repräsentiert, wie viele Jahre unsere Gesellschaft sich um Fabriken und Arbeitsplätze und die Welt dreht, wie wir es sehen. Die anderen 399 Münzen stehen für einen ganz anderen Blick auf Handel, Wirtschaft und Kultur. Das, was wir heute als "normal" ansehen, war nicht immer so.

Eine austauschbarer Arbeiter zu sein ist kein natürlicher Zustand, der vom Schicksal vorgegeben ist. Es ist nicht der einzige Weg .

Das Schulsystem & die Unterdrückung des Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

Schulsystem

Jedes System- ob in der Wirtschaft oder in der Natur- ist darauf ausgerichtet zu überleben und sich selbst nicht zu sabotieren. Gerade deshalb setzen alle Kulturen so viel Wert darauf
die bestehende Gesellschaftsordnung zu bestätigen. Die Industrielle Revolution hat die Uhr und das Fließband zur Schablone fast aller menschlicher Tätigkeiten gemacht. Kaum hatten die Fabriken dem menschlichen Verhalten ihre präzisen Zeitpläne aufgezwungen, tickten auch Schulen, Krankenhäuser, Behörden und Lebensmittelläden im gleichen Takt.

Für Epikur war das Streben nach Glück eine persönliche Suche. Am Ende des achtzehnten Jahrhunderts erklärte der britische Philosoph Jeremy Bentham, dass das höchste Gut "das größte Glück der größten Zahl" sei, und kam zu dem Schluss, dass das einzige würdige Ziel des Staates, des Marktes und der wissenschaftlichen Gemeinschaft darin besteht, das globale Glück zu erhöhen . Politiker sollten Frieden schaffen und Geschäftsleute sollten Wohlstand fördern - nicht für den größeren Ruhm des Königs, des Vaterlandes oder eines allmächtigen Gottes - aber damit wir ein glücklicheres Leben genießen können.

Während des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts richtete man sich angeblich nach Benthams Vision. Das Problem: Die Länder Nationen begannen ihren Erfolg an der Größe ihres Territoriums und dem Wachstum ihres Bruttoinlandsproduktes zu messen - nicht am Glück der Bürger. Verstehe mich nicht falsch: Zur damaligen Zeit war das super, da die Menschen nicht annähernd in diesem Überfluss leben, wie wir es heute tun.

Doch wie wir wissen ist das Bruttoinlandsprodukt nicht alles.

Schulen wurden damals gegründet, um gehorsame Bürger zu produzieren, die die Nation aufbauen Das Ziel war aber nicht, die Menschen glücklich zu machen, sondern die Nation stärker zu machen. Das Land brauchte stabile Soldaten und Arbeiter, gesunde Frauen, die mehr Soldaten und Arbeiter gebären würden, und Bürokraten, die pünktlich um 8 Uhr morgens ins Büro kamen.

Das war das frühere Ziel der Gesellschaft und daran ist auch nichts verwerflich, aber die Ziele der Gesellschaft und der Bürger haben sich verändert, während das Schulsystem gleich geblieben ist. Das moderne Bildungssystem bietet beispielsweise viele weitere Beispiele , wie sich die Realität schriftlichen Aufzeichnungen und Regeln beugt. Als die Schulen begannen, die Menschen nach präzisen Noten zu beurteilen, änderte sich das Leben von Millionen von Studenten und Lehrern dramatisch.

Noten sind eine relativ neue Erfindung. Ursprünglich sollten sich die Schulen auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Erziehung der Schüler konzentrieren und Noten waren nur ein Mittel zum Zweck, um den Erfolg zu messen. Aber da die Schulen Fördergelder bekommen, wenn der Notendurchschnitt hoch ist, machten es sich die Schulen verständlicherweise zum Hauptfokus, dass die Kinder gute Noten bekommen.

Wie jedes Kind und jeder Lehrer und Inspektor weiß, ist es nicht dasselbe gute Noten in einer Prüfung zu erhalten und ein wahres Verständnis von Literatur, Fremdsprachen oder Physik zu entwickeln. Jedes Kind weiß auch, dass, wenn sie gezwungen würden, zwischen den beiden zu entscheiden ( gute Noten oder Ausdruck der eignen Meinung), die meisten Kinder besser Noten wählen würden, um nicht bestraft zu werden.

Das Schlimme ist, dass ich dafür belohnt wurde, nicht das zu sagen, was ich glaube bzw. was ebenfalls eine Möglichkeit war das Problem im Unterricht zu lösen, sondern einfach dem Lehrer nachzuplappern. Eine Gegenposition einzunehmen oder zu hinterfragen, warum es überhaupt gelernt werden muss, wird mit schlechteren Noten bestraft, weil es nicht das war, was der Erwartungshorizont oder der Lehrplan gefordert hat.

Klassenzimmer werden dadurch zum Teil Angst-basierte, Test-basierte Schlachtfelder und keine Orte der Selbstverwirklichung und des Aufblühens, in denen das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung ausgelebt wird. Ist es eine Überraschung, dass wir Menschen gelernt haben den Kopf unten zu halten und nach einem Plan mit Anweisungen zu suchen, wie wir es machen sollen.

Vielleicht bin ich auch selbst ein wenig geschädigt, weil mir niemand beantworten konnte, warum ich das Ganze lernen sollte. Irgendwann habe ich dann verinnerlicht, dass ich einfach das sagen musste, was die Lehrer hören wollten, um sehr gute Noten zu bekommen.

Um es klar zu stellen: Die meisten Lehrer wollen das nicht, aber das System gibt ihnen oft keine Wahl, weil diese Art von Klassenkonstellation, Notengebung und standardisierte Testverfahren üblich und vorgeschrieben sind. Das ist weder ein Grund oder ein Aufruf die Lehrer, das Bildungsministerium oder die Politiker als Sündenbock darzustellen.

In diesem Podcast möchte ich erst einmal primär darauf aufmerksam machen, dass das System die Unterdrückung der Selbstverwirklichung fördert. Das heißt natürlich nicht, dass diese nicht trotzdem angestrebt werden kann. Sicher brauchen wir Schule und wir brauchen Lehrer. Die Schüler werden heute bestraft, wenn sie Antworten geben, die alles hinterfragen und die Lehrer werden bestraft, wenn sie nicht nach dem Lehrplan unterrichten.

Aber es funktioniert doch ?!

Ein Schulleiter würde sagen: "Unser System funktioniert doch. In den letzten fünf Jahren sind die Prüfungsergebnisse um 7,3 Prozent gestiegen." Die Frage, ob das Bildungssystem wirklich daran gemessen werden sollte oder vielleicht eher mündige, autonome Bürger und Kinder zu erziehen ? Auch ein Sklavenhalter im antiken Ägypten hätte gesagt: "Unser System funktioniert. Wir sammeln mehr Steuern, und bauen größere Pyramiden als jeder andere in der Welt. Die Frage ist ob wir den Erfolg einer Gesellschaft alleine am Wirtschaftswachstum messen oder auch am Glück der Menschen ?

Sklaverei

Sas hängt davon ab, wie wir das Ganze beurteilen und messen. Ich mache absichtlich ein sehr überspitztes Beispiels: Messen wir den Nationalsozialismus am Wirtschaftswachstum oder an der unmenschlichen Grausamkeit menschliche

Wenn wir also menschliche Kooperationsnetze zu bewerten, hängt alles davon Leids? Ich glaube, dass du meine Meinung heraushören kannst.

Was ich dir sagen will: Geschichte ist keine einzelne Erzählung, sondern beinhaltet eine Vielzahl von alternativen Erzählungen. Wenn wir uns entscheiden eine Seite zu erzählen, wählen wir auch gleichzeitig eine andere zu verschweigen. Eine Religion ist erfolgreich, wenn sie den göttlichen Geboten folgt. Ein Unternehmen gedeiht, wenn es viel Geld macht usw...

Nur weil eine Geschichte funktioniert, heißt es nicht, dass sie effektiv geschweige denn fair oder menschlich ist. Keine Sorge: Der Beitrag wird keine politische Stellungnahme. Diese Erkenntnis ist nur essentiell um die persönliche Geschichten zu hinterfragen, die dein Selbstbild und deine Welt formen.

Vielen Dank für den Schutz vor unserer Angst

beschützen

Wie war es möglich, Milliarden von Menschen zu betäuben und das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung zu unterdrücken, dafür zu sorgen Dienst nach Vorschrift vollbringen zu lassen und nach einem Plan oder einer Checkliste zu suchen, die wir in unserem Leben abarbeiten können ?

Ein Teil davon war ohne Zweifel wirtschaftlicher Natur. Fabrikarbeit bot historisch gesehen durchschnittlichen Menschen mit kleinen Träumen eine Chance, eine signifikante Veränderung in ihrem Lebensstandard zu machen. Als Bonus kam dieser neue Reichtum mit einer Rente, einem festen Arbeitsplatz und sogar einer Krankenversicherung.

Aber ich glaube nicht, dass das genug war, um die massive Annahme einer anderen Lebensweise zu erklären. Das Herzstück war meiner Meinung nach das Versprechen, dass wir nur Anweisungen folgen müssen und noch nicht einmal denken müssen. Das sorgt dann dafür, dass es kuriose Situationen, wie ein Brand in einem Kaufhaus gibt, aber sich niemand verantwortlich fühlt, weil es nicht seine "Abteilung"betrifft.

Wenn wir ehrlich sind, wollen wir gerne gesagt bekommen, was zu tun ist, weil wir Angst haben es für sich selbst herauszufinden müssen. Logisch- uns wurde auch niemals etwas anderes beigebracht.
Also nehmen wir den Deal. Wir sind einverstanden, das Meiste im Austausch für eine Reihe von Anweisungen zu machen. Und für die hundert Jahre, in denen es zu steigenden Lebensstandards führte, schien es wie ein sehr gutes Geschäft.

Die Geschichte hat allerdings zahlreiche Beispiele bereit, wie fatal es ist keine Verantwortung für unsere Handlungen zu tragen. Der Philosoph Eric Hoffer, der Massenbewegungen und Fanatismus erforscht hat, hatte es sich zur Aufgabe gemacht zu verstehen, warum Menschen sich freiwillig der Tyrannei unterordnen.

Besonders eine Wendung blieb in seinem Kopf hängen. Ein junger Deutscher, der sich den Nazis angeschlossen hatte, sagte ihm, dass sein primäres Motiv die Freiheit von der Freiheit sei.

Für diesen jungen Mann und für viele andere war es attraktiver die schwere Bürde von Verantwortung abzugeben. Aber dieser Impuls sorgte für viele Taten der Tyrannei und Brutalität, auf die die Welt hätte verzichten können.

Das Verlangen danach Verantwortung zu vermeiden kann oft überwältigend sein. Auf der anderen Seite gibt uns Verantwortung Macht. Wir sind keine Opfer, sondern die Schöpfer unseres eigenen Lebens.

Selbstverwirklichung und die Macht der Wahl

Wir beschuldigen uns, unseren Chef, die Regierung oder das Schulsystem. Und auch wenn sie zur Konditionierung beigetragen haben, haben wir eine enorme Waffe in der Hinterhand: Die Macht der Entscheidung ! Man kann dir alles nehmen außer einer einzigen Sache : Die Freiheit in jeder Situation deine Einstellung zu wählen. Nur weil das System die Suche nach dem Leitfaden für unser eben fördert, heißt es nicht, dass wir hilflos sind.

Jeder Tag ist eine neue Chance zu wählen.

  • um deine Perspektive zu ändern
  • um den Schalter der Veränderung umzulegen
  • um dein Leben nach deinen Vorstellungen zu priorisieren

  • Man kann dir alles nehmen außer einer einzigen Sache : Die Freiheit in jeder Situation deine Einstellung zu wählen.

    Ich habe eine Vision von Menschen, die den Mut haben, ein Leben zu leben, das sich selbst treu ist, anstatt das Leben zu leben, das andere von ihnen erwarten. Vielleicht kann ich mit dieser alternativen Denkweise einen Impuls eine Konversation zu beginnen, die zur Bewegung wird.

    Das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

    Selbtverwirklichung und die Heldenreise

    Im Buch "The Hero With a Thousand Faces" redet Joseph Campbell von dem Geheimnis hinter der Heldenreise. Hinter der Heldenreise steht ein universeller Archetyp von Mensch, der in allen menschlichen Kulturen gleich ist. Schon der Name des Buchs verrät , dass es sich um einen Helden mit 1000 Gesichtern handelt. In jeder Kultur gibt es verschiedene leichte Abwandlungen der Geschichte, aber die Grundgeschichte dahinter ist identisch.

    Wir als Menschen teilen alle unterbewusst bestimmte, mentale Modelle für da Leben und dessen Erfahrung. So auch das Modell der Heldenreise. Diese Existenz hinter diesem universellen Archetypen erklärt, warum wir alle dieselben Geschichten lieben und in der ganzen Welt teilen- unabhängig von unser Kultur. Auch Star Wars, Harry Potter und Herr der Ringe fallen unter dieses Muster der Heldenreise.

    Jede Heldenreise in Richtung zu einem besseren Leben beginnt mit der Tatsache, dass sich der Held zeigt und seinen Emotionen stellt.

    Mehr über die Heldenreise erfährst du in dieser Podcastepisode:

    Die Heldenreise gibt den Menschen seit Hunderten von Generationen einen Rahmen und räsoniert ganz tief mit deiner Psyche.

    Die gewohnte Welt- Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Jeder Mensch ist auf einer Heldenreise. Und weil wir unsere Reisen normalerweise Zuhause beginnen, heißt die Stufe 1 der Heldenreise auch „die gewohnte Welt“. Die gewohnte Welt ist die Welt, die dir große Sicherheit bietet, weil alles bekannt ist und sich alle Prozesse wiederholen. In der gewohnten Welt musst du nur das tun, was du schon kannst und einfach au Autopilot leben.

    Aber die gewohnte Welt ist auch eine Welt des Mangels- ein Mangel an Aufregung und Abenteuer. Wenn du dich fragst: „Was sind meine Träume? Was will ich bewegen ? Was würde ich gerne machen, wenn ich frei entscheiden könnte?“ resultieren deine Antworten meist direkt aus den Mängeln der gewohnten Welt. Kurz gesagt: Irgendetwas fehlt oder irgendetwas stimmt nicht.

    Das sind die Momente, in denen der Held deutlich spürt: Ich weiß da ist noch mehr. Ich weiß, dass ich mehr kann und das Potenzial habe mehr zu geben.

    Der Held ist nicht als Held geboren. Er lebt in seiner kleinen normalen Welt und hat ein einfaches Leben, bis eines Tages etwas Ungewöhnliches passiert- ein Ereignis oder ein seltsames Objekt kreuzt seinen Weg.

    Der Ruf zum Abenteuer - Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Heldenreise

    Der "Ruf zum Abenteuer" ist der Moment, in dem dem Held klar wird, dass er sich aus seiner Komfortzone herausbewegen muss. Warum? Weil er ein Signal empfangen hat – den Ruf zum Abenteuer. In Harry Potter und der Stein der Weisen bekommt Harry einen Brief aus Hogwarts - und als er den nicht öffnen kann, bekommt er noch einmal tausend Briefe. Ja, das kann einem passieren, wenn man den Ruf zum Abenteuer nicht hören will (in diesem Fall: nicht hören kann). Dann ertönt er immer und immer wieder.

    Im Film " Herr der Ringe" wird der Held Frodo aus dem idyllischen Auenland gerissen und macht sich auf die Reise ins Unbekannte. Wie Joseph Campbell, der Vater der Heldenreise, es formuliert: „Die große Frage ist, ob du zu deinem Abenteuer wirklich und von Herzen „JA“ sagst.

    Die Verweigerung des Rufs - Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Wenn Dein Weg ganz klar vor Dir liegt und Du jeden Schritt schon im Voraus kennst, dann ist es nicht Dein Weg. Deinen eigenen Weg erschließt Du Dir mit jedem einzelnen Schritt, den Du machst – während Du gehst.- Joseph Campbell

    Du denkst jetzt vielleicht:„Ich merke, dass irgendetwas in meiner gewohnten Welt fehlt, ich habe den Ruf zum Abenteuer gehört – und trotzdem soll ich den verweigern?“ Nein, Du sollst nicht: Du wirst. Das ist Teil des Mythos der Heldenreise. Denn sobald deine Berufung oder der Mensch, der du sein könntest,im Sichtfeld ist, bekommen wir es mit der Angst zu tun und fangen an Entschuldigungen zu suchen.

    Keine Angst, das geht nicht nur dir so, sondern jedem Menschen. Es meldet sich sofort dein innerer Kritiker: “Ich war noch nie in meinem Leben in irgendetwas besonders gut. Ich will mich nicht beschweren- mein Leben ist ja eigentlich ganz okay. Es läuft ja alles. Aber ich habe eben kein herausragendes Talent. Wie soll ich jemals ein Held sein ?“

    Wer bin ich um deinem inneren Kritiker zu widersprechen ? Das kann Joseph Campbell viel besser:

    "

    Ich habe mich immer unwohl gefühlt, wenn jemand über „Normalsterbliche“ gesprochen hat. Das mag daran liegen, dass ich noch nie einen „gewöhnlichen“ Mann, eine „gewöhnliche“ Frau oder ein „gewöhnliches“ Kind g”etroffen habe.

    Du bist aber nicht der einzige, der zweifelt. Es sind die sogenannten „Schwellenhüter“ – und diese Art Menschen kennen wir alle. Das Verrückte ist, dass es häufig Leute sind, die dir am nächsten stehen. Es ist Deine Mutter, dein bester Freund oder dein Bruder. Kein Grund wütend zu sein. Diese Menschen wollen dir nichts Böses – all diese Menschen haben nur Angst, dass du aufhörst, dein Leben auf eine für sie vorhersagbare Art zu leben. Sie haben Angst, dass du sie überholst und sie irgendwann nicht mehr brauchst.

    "Wir müssen bereit sein, das Leben, das wir geplant hatten, aufzugeben, um das Leben zu bekommen, das auf uns wartet.”- Joseph Campbell

    Vielleicht hast du den Film “Das Streben nach Glück” mit Will Smith gesehen. Im Film gibt es eine Szene , wo Will Smith und sein Sohn Jaden zusammen Basketball spielen. Sein Sohn hat große Freude daran. Sein Vater, der das erkennt, will seinem Sohn mögliche Enttäuschungen ersparen.

    Die Begegnung mit dem Mentor - Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Mentor

    Sobald du dem Mentor begegnest,hört der Held auf, den Ruf zum Abenteuer zu verweigern und entschließt sich seine Heldenreise antreten. Aber was ist ein Mentor und wie erkennst du ihn? Der Mentor ist eine “Quelle der Weisheit”, also jemand, der in einem bestimmten Bereich mehr weiß als du. Damit ist er für deine Selbstverwirklichung eine enorme Hilfe. Morpheus aus dem Film Matrix ermöglicht es Neo beispielsweise, seine Reise in die Matrix anzutreten.

    In fast jedem guten Film gibt es eine Mentor-Mentee-Beziehung:

  • Luke Skywalker und Yoda
  • Harry Potter und Dumbledore
  • Frodo und Gandalf

  • Doch am Ende kann er nicht immer da sein. Am Ende muss jeder seine eigenen Dämonen besiegen.

    Der erste Endgegner - Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Auf seiner Reise begegnen dem Helden Feinde, die er besiegen muss oder Herausforderungen, die er überkommen muss. Zwischendrin passieren immer wieder Rückschläge, bis eines Tages der erste Endgegner kommt, der übermächtig zu sein scheint. Es reißt den Helden radikal aus seiner gewohnten Welt. Manchmal gibt es ein Symbol, das für den Eintritt in die neue Welt steht, wie zum Beispiel im Film "Matrix“, in dem Neo die rote Pille schluckt oder auch im Buch „Alice im Wunderland“ fällt Alice in den Kaninchenbau. Den meisten Menschen fällt das Überschreiten der ersten Schwelle so schwer, dass sie ihr Leben lieber in der gewohnten Welt bleiben.

    Die Hölle - Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Der nächste Akt ist das, was man als die Hölle, das Böse oder den Bauch des Ungeheuers bezeichnet. Sowohl in der Herr der Ringe als auch in Star Wars kommt es zur Konfrontation mit dem Bösen, das sinnbildlich für deine größten Zweifel und Ängste steht.

    Der Held steht dem gegenüber, was er am meisten fürchtest. Joseph Campbell formuliert es folgendermaßen: "Die Höhle, die du am meisten zu betreten fürchtest, birgt den Schatz, nach dem Du suchst." Eigentlich ist der Held nicht auf der Reise um Monster zu besiegen und alle Gegner zu besiegen, sondern auf der Reise sich selbst zu entdecken- seine eigenen Limtits und Begrenzungen zu durchbrechen.

    Der Held wird Rückschläge erleiden- versprochen- er wird in die Knie gezwungen werden und denken :" Oh Gott warum werde ich so getestet?" Aber der Held weiß, dass er getestet wird, wie sehr er es wirklich will.

    Bestie

    Der Entscheidungskampf - Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Die nächste Stufe der Heldenreise bedarf keiner Beispiele- es ist "Der Entscheidungskampf" . Aber es muss in deinem Leben kein Kampf um Leben und Tod sein. Es kann sich in vielen Facetten äußern:

  • Das Kündigen von Mitarbeitern
  • Dem Abbruch deines Studiums, das du immer gehasst hast
  • Einen Heiratsantrag stellen
  • Deine soziale Angst besiegen

  • Es gibt eine Sache, woran man einen Entscheidungskampf erkennt. Etwas ändert sich und es wird nie wieder alles beim Alten sein. Der Held schaut dem Tod ins Auge - du eventuell im übertragenen Sinne, weil ein altes Wertesystem stirbt. Meistens ist es die Situation, vor der sich der Held sein ganzes Leben lang gefürchtet hat.

    Der Sieg- Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Nachdem der Held im Entscheidungskampf siegreich war, beginnt die wichtigste Reise Deines Lebens: die Reise zu dir selbst. Die meisten Hollywoodfilme enden an dieser Stelle. Der heilige Gral oder der Gegenstand der Reise hat seine Bedeutung verändert und das Bewusstsein hat eine höhere Stufe erlangt. Der Held ist selbst zu einer unfassbaren Persönlichkeit herangewachsen, hat seine Ängste besiegt und ist weise geworden.

    infinity

    Die Vollendung des Kreises - Heldenreise & Selbstverwirklichung

    Die letzte Stufe der Heldereise ist die Vollendung des Kreises. Du hast auf deiner Reise viel dazugelernt und kannst einen neuen,höheren Sinn erkennen. Du löst die Aufgabe, die zu Beginn deiner Heldenreise unmöglich zu sein schien. Doch was du am Anfang der Reise gesucht hast, hat eine vollkommen neue Bedeutung für dich bekommen. Wir wollen den heiligen Gral teilen und treten nun selbst als Mentor auf. Doch es ist ganz wichtig zu wissen, dass am Ende der Heldenreise NICHT ewiges Glück liegt, sondern, dass es ein Prozess ist, der nie endet.

    Das Privileg deines Lebens ist es, du selbst zu sein.- Joseph Campbell

    Was hat das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und die Heldenreise mit mir zu tun ?

    Verstehe mich nicht falsch: Ich will dich damit nicht ermutigen deinen Job zu künden oder dich überreden, Unternehmer zu werden oder unter Druck setzen die ganze Welt zu verändern.

    Alles, was ich mit dieser Einleitung des Beitrags machen wollte, war es, dich daran zu erinnern, dass wir ein Bedürfnis nach Selbstverwirklichung haben und du ein Geschenk hast, um einen Teil davon und dein näheres Umfeld zum Besseren zu verändern, indem du nach deinen Werten lebst und die Veränderung in der Welt bist, die du in der Welt sehen möchtest.

    Es gibt immer wieder die Idealisierung der Worte oder des Leitfadens "Keine Angst". Ich behaupte, dass es niemanden gibt, der nie Angst hat. Natürlich solltest du Angst haben. Lavasurfen könnte man bestimmt als furchtlos bezeichnen, aber es ist nicht gerade schlau. Feuerschlucken ohne Training könnte auch furchtlos bezeichnet werden, aber auch hier wir können uns alle einig sein, dass es extrem dämlich ist. Angst ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers.

    Ich möchte dir dagegen eine andere Möglichkeit vorschlagen: Ein gelebtes Leben ohne Reue, ein Leben, in dem du gewirkt hast und die Welt um dich herum zu einem besseren Ort gemacht hast, ein Leben, in dem du anderen Menschen geholfen hast, ein Leben, in dem du andere Menschen berührt hast.

    Siehst du dich bereits auf der Heldenreise? Klar bist du der Held deines Lebens, aber ich spreche von einer höheren Ebene. Wen nennen wir Helden? Jemanden, der für ein höheres Ziel kämpft als normale Menschen und für eine Vision(nicht Geld/Sex/ Urlaub auf den Bahamas) kämpft, die größer ist als er selbst - etwas Edles.

    Natürlich sind die Details von Person zu Person unterschiedlich. Steve Jobs hatte das Ziel eine Delle ins Universums zu hauen und eine Veränderung in der Welt zu schaffen.

    Die Heldenreise ist auch kein Pfad voller Regenbögen und Einhörner. Ich verspreche dir, dass du Ängste haben wirst . Das hat jeder ! Bei mir war es zum Beispiel die Angst vor Zurückweisung. Doch da, wo die größte Angst ist, ist das größte Wachstum. Das Interessante ist, dass der heilige Gral ( das ursprüngliche Ziel der Reise) gar nicht mehr wichtig ist, sondern was zählt ist, zu welcher person du geworden bist .

    Den Mythos der Heldenreise hat sich nicht irgendwann einmal jemand ausgedacht im Glauben, dass es eine gute Struktur für eine Geschichte ist, sondern Joseph Campbell hat entdeckt, dass es uns tief psychologisch berührt und ganz tief mit der menschlichen Psyche räsoniert, sodass sich alle Kulturen immer wieder auf diesen einen Mythos der Heldenreise berufen. Aber auch in der echten Welt können wir exakt dasselbe Muster beobachten.

    Ich will dir gar keine Lügen erzählen, dass eine abgeschlossene Heldenreise dir ewiges Glück bringen wird. Das wäre gelogen. Es ist eher die Reise, die uns antreibt- das Bedürfnis nach Wachstum.Am Ende der Heldenreise kommst du nicht als der, der du sein könntest zurück, sondern als der, der du bist. Das steht hinter der Heldenreise- das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.

    Selbstverwirklichung und das Bedürfnis nach Wachstum

    Wir fühlen Freude, wann immer wir einen Schritt in die richtige Richtung machen. Richard Davidson, der Psychologe, schreibt über zwei Arten von positiven Affekt. Zuerst nennt er "pre-goal attainment positive affect ", was das angenehme Gefühl ist, das du bekommst, wie du Fortschritt in Bezug auf ein Ziel machst. Die zweite Art heißt "post-goal attainment positive affect ", über die Davidson sagt, dass wir sie nur als ein kurzlebiges Gefühl der Befreiung erleben. Der letzte Moment des Erfolgs ist oft nicht mehr als die Erleichterung, einen schweren Rucksack am Ende einer langen Wanderung zu entfernen.

    Kurz gesagt: Selbst die Psychologie bestätigt, dass der Weg das Ziel ist und der Fortschritt uns die Erfüllung gibt.

    In Japan gibt es das Konzept des Kaizen. Während Kai für Wandel steht, heißt Zen so viel wie „zum Besseren“. Es geht also darum sich immer wieder neu zu erfinden und zu versuchen jeden Tag ein Stückchen besser zu werden. Ich bitte dich darum, dass du dich einmal auf diese Metapher einlässt.

    Wenn du jeden Tag auch nur einen Zentimeter vorankommen würdest, hättest du innerhalb eines Jahres schon mehr als 3,5 Meter hinter dich gebracht. Ist es nicht ein befreiender Gedanke, dass du dein Glück selbst in der Hand hast und eigentlich so einfach steuern kannst? Du wirst zwar niemals Perfektion erreichen, aber du glaubst nicht, was du mit kleinen Taten jeden Tag für Veränderungen schaffen kannst!

    Auch inspirierende Personen wie Anthony Robbins haben sich diesem Prinzip des lebenslangen Lernens verschrieben. Er nennt dieses Prinzip: CANI-Constant And Never Ending Improvement. Auch im Deutschen haben wir dafür kein passendes Äquivalent. Es geht um das Verlangen danach besser zu sein als gestern und zu dir selbst zu werden-nur besser.

    Wenn du morgens aufstehst, stellst du dir die Frage: Wie kann ich mich heute verbessern? Du wirst erstaunt sein, wo du nach kurzer Zeit stehen wirst. Das Leben wird plötzlich kein Absitzen der Zeit, sondern ein Abenteuer mit immer neuen Herausforderungen. So baust du praktisch deine eigene Skulptur deines Lebens. Dieses Prinzip ist jedoch keine Sache, die man einmal macht und dann nie wieder, sondern eine Lebensphilosophie.

    Wünsche dir nicht, dass die Umstände besser sind- wünsche dir, dass du besser bist !- Jim Rohn

    In der Natur ist es genauso- das Individuuum, das nicht wächst und keinen Fortschritt macht, ist auf dem Weg in die andere Richtung.

    Tägliche Verbesserung ist eine Verpflichtung fürs Leben dein Leben nicht ungenutzt zu lassen und jeden Tag dafür zu sorgen, dass dein Leben besser wird als gestern, du die Qualität deines Lebens genießt und du eine Fülle in deinem Leben erreichst, von der viele nur träumen können.

    Doch da das Bedürfnis nach Wachstum kein primäres Bedürfnis ist,das zum Überleben gebraucht wird, wird es von manchen Menschen vernachlässigt. Das Problem daran und die Folge daraus ist, dass eine Art von Unzufriedenheit gibt- das Gefühl, dass etwas fehlt. Oft verstehen wir noch nicht einmal warum.

    Jedes Mal, wenn du Fortschritte machst, gehen deine Glückslevel durch die Deck und das ohne negativen Nebeneffekt. Der Sinn hinter einem Ziel ist es nämlich nicht etwas zu bekommen. Das wird dich nie glücklich machen. Es ist die Person, die du auf dem Weg wirst, die das erstrebenswerte Ziel ist.

    Selbstverwirklichung- die falsche Frage

    Meistens stellen wir uns die anhaltenden Frage nach dem "Wie?" Die Schwierigkeit an dem "Wie?" ist der unterbewusste Kampf jeder Person das Vertrauen in eigene Fähigkeiten zu haben , ein Leben von Bedeutung zu leben, so als ob die "Helden" eine Fähigkeit haben, die sonst niemand besitzt und den perfekten Plan hätten.

    So finden wir uns in unseren Selbstzweifeln wieder und machen das, was wir immer gemacht haben anstatt zu verfolgen, was uns persönlich am Wichtigsten ist und was wir der Welt weitergeben wollen.
    Wir vermeiden oft die Frage, was uns am meisten wert ist, indem wir direkt auf die Frage "Wie machen wir das?" springen.

    Wir haben das Potenzial unsere Hilflosigkeit hinter uns zu bringen. Wir haben die Fähigkeit anderen Menschen etwas zu geben und mit ihnen deine Gabe und dein Gelerntes weiter zu geben.
    Die Alternative dazu nach dem "Wie?" zu fragen, ist es Ja zu sagen - nicht buchstäblich, sondern als Symbol für unsere Haltung gegenüber der Möglichkeit einer sinnvolleren und für dich bedeutsamen Veränderung. "Ja" drückt unsere Bereitschaft aus, unsere Freiheit zu beanspruchen und sie zu nutzen, um das vergessene Bedürfnis nach Selbstverwirklichung auszuleben.

    Hier noch ein alternatives Fragepaar:

    "Wie?"- Frage 2: Wie lange wird es dauern?
    wird
    "Ja" Frage 2: Welches zeitliche Investment bin ich bereit zu machen?

    Unsere Freiheit beginnt mit dem Wissen unserer Absichten, zu wissen, was uns wichtig ist, zu wissen, welche Werte unser Handeln leiten werden. Wenn wir jedoch in einer Welt arbeiten, in der Effizienz, Methodik und Instrumentalität die primären Ziele sind, verfolgen wir diese auf Kosten von Tiefe und Intimität. Wir wählen Fortschritte auf Kosten unserer eigenen Menschlichkeit und Werte.

    Du bist ein Genie

    Genie

    Wenn ein Genie jemand mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und der Einsicht ist, die nicht so offensichtliche Lösung für ein Problem zu finden, braucht man keinen Nobelpreis zu gewinnen, um einer zu sein . Ein Genie sieht ein Problem , an dem andere feststecken und löst es für die anderen in seiner Umgebung oder vielleicht auch in seiner Welt.

    Also die Frage ist: Hast du das schon mal gemacht?

  • Hast du jemals eine Abkürzung gefunden, die andere nicht finden konnten? Ein Problem gelöst, das deine Familie nicht lösen konnte?
  • Einen Weg gefunden, etwas auf eine Art zu machen, von der man vorher glaubte, dass sie nicht funktioniert?
  • Eine persönliche Verbindung mit jemandem gemacht, der ausser Reichweite für alle anderen war und als emotional unerreichbar galt?

  • Hast du das auch nur ein einziges Mal geschafft ? Niemand ist die ganze Zeit ein Genie . Einstein hatte Schwierigkeiten, sein Haus zu finden, als er jeden Tag von der Arbeit nach Hause ging. Aber alle von uns sind manchmal Genies.

    Die Tragödie ist, dass die Gesellschaft (deine Schule, dein Chef, deine Regierung, deine Familie) uns nicht dafür belohnt anders zu denken oder anders zu handeln und wenn wir scheitern sogar darauf wartet zu sagen: Siehst du, ich wusste, dass es nicht klappt. Doch zu einem gut gelebten Leben gehört nicht nie zu scheitern, sondern wie wir eben gelesen haben das Bedürfnis nach Wachstum.

    Ikigai & das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

    Im Osten Asiens gibt es eine zu Japan gehörige Inselgruppe namens Okinawa. Die Einwohner Okinawas haben die höchste Lebenserwartung der Erde und haben kein Wort oder Konzept für Ruhestand und Rente. Sie haben verstanden, dass ein gewisser Sinn enorm zu unserem Wohlbefinden beiträgt.

    Deshalb haben sie ein Konzept bzw. Wort, das sich ikigai nennt, welches man grob mit " dem Grund morgens aufzustehen " übersetzen kann. Sie behaupten sogar, dass es essentiell für ihre Vitalität und Langlebigkeit ist. Diese Behauptung ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern tatsächlich auch empirisch zu belegen.

    Forscher der Tohoku Universität haben 7 Jahre damit verbracht den Einfluss von ikigai anhand von 43.000 Probanden zu erforschen. Die Resultate zeigten, dass diejenigen, die sich gesünder fühlten alle einen Grund hatten aus dem Bett zu kommen. Am Ende der Studie waren 95 % derjenigen, die ikigai als festen Bestandteil ihres Lebens integriert hatten, noch am Leben, während nur 83 % der anderen Gruppe lebte.

    Das zeigt, dass nicht Hedonismus und das Suchen nach ewiger Freude und Vergnügen für wahre Erfüllung und eine herausragende Lebensqualität gibt, sondern auch ein gewisser Sinn und vor allem das vergessene Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.

    1 Comment

    1. […] Individualismus hat seine guten Aspekte. Immer mehr Menschen nehmen sich ihrer Reise zur Selbstverwirklichung an und schauen über den Tellerrand, was in meinen Augen ein riesiger Faktor in Bezug auf das […]

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