Destruktive Glaubenssätze erkennen und auflösen: Wie du ab heute ein für alle Male ablehnst deine destruktiven Glaubenssätze zu einem Teil von die zu machen

Destruktive Glaubenssätze aufzulösen ist ein Prozess, der geübt sein muss. Schließlich haben wir jahrelang daran gefeilt diese zu verinnerlichen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du die unsichtbaren Gummibänder, die dich zurückhalten auflösen kannst.

Destruktive Glaubenssätze auflösen- ein Musterbeispiel

destruktive Glaubenssätze

Beachte, dass ich absichtlich ihre Sprache benutzt habe und absichtlich an manchen Stellen ein kontraintuitives Verhalten gewählt habe. Das ist Teil der REVT (später mehr) und nennt sich Musterunterbrechung.

Ich: Wie kann ich dir helfen?
Sandy: Ich hasse es, fett zu sein.
Ich: Wie ist daran ein Problem für dich?
Sandy: Niemand mag fette Leute. Ich habe immer Angst, dass sich jemand in der Öffentlichkeit über mich lustig macht.

Ich: Gibt es noch etwas abgesehen vom Fett-Sein, das du nicht magst?
Sandy: Ich hasse es die ganze Zeit vorzutäuschen, dass ich glücklich bin, fett zu sein.
Ich: Noch etwas ?
Sandy: Ich hasse es einfach, die ganze Zeit zu liegen und vorzutäuschen, dass die Leute nicht bemerken, wie dick ich bin.
Ich: OK. . . noch etwas?

Sandy: Das war es- glaube ich. Ich muss anders sein. Ich darf nicht so sein.
Ich: Ist irgendeins dieser Dinge wichtiger für dich als eine andere?
Sandy: Ich vermute, dass jeder dicke Leute hasst.
Ich: Wow! Das wäre wirklich schrecklich. Woher weißt du, dass jeder dicke Leute hasst?
Sandy: Weil ich fett bin und ich es weiß. Ich lebe es jeden Tag durch.
Ich: Hasse ich dich?
Sandy: Ich weiß es nicht. Tust du es?
Ich: Nein. Ich frage mich, ob du gerne fett wärst, wenn die Gesellschaft in der Regel fette Leute mögen würden.
Sandy: Ich wäre viel glücklicher.

Ich: Würdest du dann fett sein wollen?
Sandy: Ja. Ich hätte dann keine Probleme.
Ich: Würde dich denn jeder mögen?
Sandy: Ich denke nicht. Jemand würde mich aus irgendeinem anderen Grund nicht mögen.
Ich: Ich glaube nicht, dass es im Kern darum geht.
Sandy: Worüber sprechen wir denn?
Ich: Vielleicht reden wir eher darüber, wie wir damit umgehen jemandem gefallen zu müssen.

Sandy: Vielleicht, aber ich kann mich selbst ändern, wenn die Leute mich aus anderen Gründen nicht mögen. Ich meine, wenn die Leute nicht mögen, was ich trage, kann ich es ändern. Ich kann nicht ändern, fett zu sein. Zumindest wäre es nicht ganz einfach zu tun. Es würde viel von dem brauchen, was ich nicht habe. Ich will nicht abnehmen. Ich will einfach gemocht werden für die Person, die ich bin.
Ich: Also, wenn ich dein T-Shirt nicht mag, würdest du es ändern?
Sandy: Ich würde es nicht wieder tragen.
Ich: Was würde es bedeuten, wenn ich dein T-Shirt nicht mag?
Sandy: Ich denke, das bedeutet, dass du mich nicht magst.
Ich: Was wäre wenn ich dich nicht mögen würde?
Sandy: Ich würde glauben, dass ich ein schlechter Mensch bin.

Ich: Einfach, weil ich dein T-Shirt nicht mag ?
Sandy: Ich denke (lachend)
Ich: Ich glaube nicht, dass es darum geht fett zu sein.
Sandy: Worüber reden wir jetzt?
Ich: Wir reden über dich und wie sehr du dich selbst aus jedem erdenklichen Grund verurteilst, den dir jemand geben könnte. Dagegen können wir etwas tun. Wollen wir etwas dagegen tun?
Sandy: So habe das nie gesehen.

Ich: Ist es wahr, dass wenn jemand dich nicht mag, weil du fett bist, dass du ein schlechter Mensch bist?
Sandy: Für sie wäre ich das.
Ich: Ist es wirklich wahr, dass du ein schlechter Mensch bist, weil jemand dein Hemd nicht mag? Dein Auto? Dein Gewicht? Gibt es ein universelles Gesetz, von dem ich nichts weiß?
Sandy: Nicht wirklich. Ich meine, es ist nicht wahr, wenn ich nicht glaube, dass es wahr ist.
Woher weißt du, dass es nicht wahr ist?
Sandy: Ich habe einige Freunde, die mich mögen und denen es egal ist, dass ich fett bin.

Ich: Ich dachte, du hast gesagt, dass alle dicke Leute hassen.
Sandy: Ich glaube, ich habe übertrieben.
Ich: Es ist nicht so eine gute Idee zu übertreiben, wenn wir im emotionalen Aufruhr sind, oder?
Sandy: Stimmt schon!
Ich: Also, was ist das Besondere an der Person, über die wir reden? Derjenige, der dich nicht mag?
Sandy: Ich glaube, ich möchte, dass alle mich mögen.
Ich: Ist das ein erstrebenswertes oder realistisches Ziel?
Sandy: Hmmmm das wird schwer. Ich glaube sogar, dass das gar nicht geht.

Voilà: Da haben wir ein paar destruktive Glaubenssätze, die massiven Schmerz verursachen. Es sind unsichtbare Gummibänder, die an uns ziehen und zur Selbstsabotage führen und dafür sorgen, dass wir uns in einer Negativschleife denken.

Destruktive Glaubenssätze sind wie eine Zwiebel

Wir alle nutzen Glaubenssätze, um durch die Welt zu navigieren und uns zurecht zu finden und benutzen eine Metrik, um den Fortschritt dieser Glaubenssätze zu beurteilen. Ein Beispiel:

Mein Glaubenssatz: Brüder sollen eine gute Beziehung zueinander haben. Meine Metrik: mindestens einmal pro Woche in Kontakt per Telefon oder E-Mail bleiben - das ist, wie ich meinen Erfolg als Bruder messen kann.

Wenn ich mich nicht an diese Metrik halte, fühle ich massiven Schmerz, wenn ich mich selbst nicht daran halte oder mein Bruder nicht anruft, sodass es den gesamten Morgen ruinieren kann. Wir könnten noch tiefer graben, indem wir den Vorgang wiederholen:

Warum sollen Brüder eine gute Beziehung haben?
"Weil sie Familie sind und Familie soll/ muss sich nah stehen!"
Warum ist das wahr?
"Weil deine Familie wichtig ist und oberste Priorität hat!"
Warum ist das wahr?
"Weil du deiner Familie nahe stehen musst, weil es " normal "und" gesund " ist. Und das Kriterium ist nicht erfüllt."

Du siehst: Wir haben wieder einen Glaubenssatz herausgearbeitet, der schmerzt: " Wenn sich mein Bruder nicht einmal pro Woche meldet, habe ich ein kaputtes und gestörtes Verhältnis zu ihm und meiner Familie, worunter ich leiden muss." Verrückter Glaubenssatz, wenn man ihn aufschreibt, oder ?

Jetzt bin ich mir klar über meinen zugrundeliegenden Glaubenssatz. Selbstverständlich kann der Wert "Nähe" weiterhin bestehen bleiben. Aber man könnte die " Häufigkeit des Kontaktes " als ungeeignetes Messinstrument dafür herausstellen.

Dieser Glaubenssatz erzeugt nicht ganz so viel Schmerz. Was ist aber, wenn ich destruktive Glaubenssätze für mich und mein Leben wähle? Glaubenssätze sind wie eine Zwiebel. Es gibt mehrere Schichten, und je mehr du sie zurückschiebst, desto wahrscheinlicher wirst du anfangen zu unangemessenen Zeiten zu weinen- im übertragenen Sinne.

Die erste Schicht ist ein einfaches Verständnis der eigenen Emotionen. "Das macht mich glücklich. Das macht mich traurig." Leider gibt es viele Leute, die an dieser Stelle schon aufhören zu schälen. Ich weiß das, weil ich einer von ihnen war.

Destruktive Glaubenssätze zu erkennen fordert SelbstBewusstSein

Werte und Glaubenssätze unterliegen allem, was wir sind und tun. Wenn das, was wir als Standards für unser Leben betrachten, missachtet wird, fühlen wir Schmerz- egal ob von anderen oder von uns selbst.

Die meisten Menschen sind nicht geübt in der Beantwortung dieser "Warum-Fragen", was eine tiefere Selbstkenntnis der eigenen Werte und destruktive Glaubenssätze verhindert.

Die meisten Selbsthilfe-Gurus ignorieren diese tieferen Ebenen des SelbstBewusstSeins auch. Sie coachen Leute, die unzufrieden sind, weil sie reich sein wollen und geben dann alle möglichen Ratschläge, wie man mehr Geld verdient.

Was nicht gefragt wird, sind die tieferen Fragen der Selbsterkenntnis:

  • Warum fühlen sie ein Bedürfnis, reich zu sein?
  • Wie wollen sie Erfolg / Misserfolg für sich selbst messen?
  • Was versprechen sie sich vom Reichtum?
  • Glauben sie, dass Geld sie zu einem besseren Menschen macht?

  • Wie du merkst sind Glaubenssysteme wie eine Zwiebel aufgebaut und unsere wahren Bedürfnisse werden häufig erst bei genauerer Betrachtung und dem Schälen der Zwiebel mit den richtigen Fragen deutlich.

    Die Wahrnehmungen und Gefühle der Menschen können sich ändern, aber die zugrunde liegenden Werte und die Metriken, mit denen diese Werte bewertet werden, bleiben zu, Großteil gleich.

    Neulich wollte ich bei meinem Kumpel Daniel herausfinden, was ihn momentan beschäftigt und wie seine unterbewussten Glaubenssätze sind. Was habe ich gemacht? Ich habe die einzig logische Frage für diesen Moment gestellt: Wenn du dir eine x-beliebige Superkraft aussuchen dürftest, welche wäre es ? Ab hier nehme ich dich einmal mit ins Gespräch:

    Daniel: Hmmmm. Teleportation-glaube ich.
    Ich: Warum Teleportation ? Wofür würdest du das Ganze nutzen?
    Daniel: Ich könnte mich jederzeit in den Urlaub teleportieren! Dann hätte ich Freiheit.
    Ich: Bist du denn momentan gefangen? Was hast du denn im Urlaub, was du hier nicht hast?
    Daniel: Ruhe- vor allem im Kopf !

    Weil Daniel und ich uns auch nonverbal verstehen, wir schon häufiger über Meditation geredet haben und er intelligent ist, habe ich einfach nur meinen Kopf geneigt und er hat direkt verstanden, dass sein eigentlicher Wert bzw. sein eigentliches Ziel innere Ruhe war und nicht Teleportation.

    Und ich wage zu behaupten, dass innere Ruhe einfacher zu trainieren ist, als das Teleportieren. Mehr Zeit, um mehrere Schichten der Zwiebel zu schälen, blieb uns nicht, da wir im Fitnessstudio waren und die Pausen zwischen der Übung allmählich zu lange wurden.

    Ehrliches Hinterfragen der eigenen destruktiven Glaubenssätze ist schwierig. ACHTUNG (persönliche Erfahrung und kein wissenschaftlicher Beweis) : Meine persönliche Erfahrung zeigt: Je unbequemer die Antwort ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass etwas Wahres dran ist.

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    Destruktive Glaubenssätze: Wie wir anderen die Macht geben uns mit einem Fluch zu belegen

    Die meisten Leute glauben, dass sie andere Menschen dazu bringen, Emotionen zu fühlen, als ob wir von ihnen mit einem Fluch oder Zauber belegt wurden. Die Tatsache ist, dass wir Menschen wahrnehmen, was andere tun und sagen und dann Urteile über das Gesagte machen.

    Rational weißt du das alles natürlich, aber wenn du deine destruktive Glaubenssätze anzweifelst und wirklich glaubst, dass dein Wert als Mensch sich nicht ändert- egal ob ohne Haare oder mit, ob mit Partner oder ohne, ob dick oder dünn, ob reich oder arm. Du könntest sogar deine Ohren verlieren und deinen intrinsischen menschlichen Wert behalten.

    Eine kleine Geschichte über destruktive Glaubenssätze

    Einmal lebte ein großer Krieger. Obwohl er schon etwas in die Jahre gekommen war, konnte er dennoch jeden Herausforderer besiegen. Dies war überall im Land bekannt, und viele Schüler wollten von ihm lernen. Eines Tages kam ein junger Schwertkämpfer von zweifelhaftem Ruf ins Dorf. Er war fest entschlossen, der erste zu sein, der den großen Meister bezwingen würde. Bisher war noch keiner bei einem Duell mit ihm über den ersten Schlag hinausgekommen.

    Ohne auf den Rat seiner besorgten Schüler zu hören, akzeptierte der alte Meister die Herausforderung zum Kampf. Als die beiden in Stellung gingen, begann der junge Krieger dem Meister wüste Beschimpfungen an den Kopf zu werfen. Er schmiss Dreck in seine Augen und spuckte ihm ins Gesicht und beleidigte ihn aufs Heftigste.

    Doch der Meister stand einfach bewegungslos und ruhig da. Schließlich hatte sich der junge Krieger verausgabt. Er sah ein, dass er geschlagen war. Etwas enttäuscht darüber, dass ihr Meister den Herausforderer nicht zurechtgewiesen hatte, aber auch aus Bewunderung, dass er nicht mit Wut reagiert hat, baten die Schüler mit folgenden Worten um eine Erklärung:

    „Wie konntest du solche Beleidigungen über dich ergehen lassen, ohne wütend zu werden? Der Zenmeister sagte: „Wenn dir jemand ein Geschenk macht und du es nicht annimmst es nicht an”, antwortete der Meister, “Wem gehört dann das Geschenk?”

    fluchen

    Wenn unsere Zufriedenheit und unser Glück davon abhängen, unsere Vergangenheit oder die Meinung anderer über uns zu ändern, wird das Ganze massiven Schmerz in uns verursachen, da unsere Vergangenheit nicht zu ändern ist. Wir können nicht ändern, dass Zebras Streifen haben, egal wie sehr wir uns das wünschen.

    Radikale Akzeptanz und das Hinterfragen destruktiver Glaubenssätze ist ein Weg aus dieser Negativschleife.

    Wie du die Grundlagen der REVT (von Albert Ellis) nutzen kannst um destruktive Glaubenssätze zu meistern

    ABC- Formel Albert ellis REVT

    Dr. Albert Ellis , der neben Sigmund Freud und Carl Rogers zu den wahrscheinlich berühmtesten Psychologen des 20. Jahrhunderts zählt und der Urheber der kognitiven Verhaltenstherapie ist, sagt, dass die 3 zerstörerischsten Glaubenssätze, die negativen Stress und destruktives Verhalten fördern, folgende sind:

    1. "Ich muss gut performen und / oder die Zustimmung von wichtigen Leuten gewinnen. Wenn nicht, bin ich nicht genug und ein schlechter Mensch."

    2. "Jeder musst mich fair und gut behandeln und niemand darf mich übermäßig frustrieren. Wenn doch, ist derjenige ein schlechter Mensch."

    3. "Meine Lebensbedingungen müssen mir immer die Dinge geben, die ich will und mir dürfen keine Schwierigkeiten in den Weg geworfen werden. Wenn doch, ist das Leben unerträglich oder böse und ich kann gar nicht glücklich sein!"

    Anstatt wie Freud und Co. in Kindheitskonflikten und traumatischen Ereignissen herumzustochern, stellte Ellis fest, dass die meisten Probleme von den Glaubenssätzen stammen, die wir uns über andere Menschen, die Welt und vor allem über uns selbst erzählen. Obwohl wir durchaus von unseren psychologischen Erfahrungen beeinflusst werden, sind wir nicht unsere Gedanken und Emotionen. Das Problem liegt eher in ihrer Bewertung. Hochgradig spannend , dass die Psychologie des 20. Jahrhunderts nach und nach herausfindet, was die Philosophie seit Tausenden von Jahren sagt.

    Es kann natürlich sein, dass diese unterbewussten Glaubenssätze aus deiner Kindheit stammen, aber trotzdem sind wir es die unsere Welt durch die Geschichten formen, die wir uns selbst erzählen. Das heißt nicht, dass du daran Schuld hast, aber nur, wenn wir Verantwortung für die Situation übernehmen, können wir diese auch wirklich meistern.

    Was die Gedanken der Menschen stört, sind keine Ereignisse, sondern deine Urteile über Ereignisse. "
    -Epiktet

    Dieses Zitat von Epiktet bildet die Grundlage für viele der heutigen Therapien im 21. Jahrhundert. Darunter auch die sogenannte Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT). Du wirst dir jetzt vielleicht sagen: Therapie ?! Ich brauche doch keine Therapie. Da hast du vermutlich Recht, aber dennoch können uns die Strategien, die hinter solchen Therapien stecken, helfen besser mit destruktiven Glaubenssätzen umzugehen und unsere Emotionen zu meistern.

    Wie und warum wir destruktive Glaubenssätze selbst erschaffen: Die ABC- Methode von Dr. Albert Ellis

    ABC

    Die ABC, die ich dir auf den Weg geben möchte, ist ein eleganter Ansatz für das Problem des Umgangs mit deiner Wut und nicht eine magische Formel. Ganz im Gegenteil, da sich REVT mit der Suche nach Lösungen beschäftigt und deine Probleme realistisch behandelt. Bei dieser Methode geht es darum bei den Tatsachen der Wirklichkeit zu bleiben - nicht bei Theorien, die zwar interessant klingen, aber in der Praxis nicht funktionieren.

    Lass uns das Ganze einmal mit einer Anekdote einleiten:

    In der Arztpraxis z. B. habe ich letztens beobachtet , wie Kinder auf ihre Impfungen warteten - Bienenstiche, wie sie euphemistisch genannt wurden. Bis heute kann ich mir nicht vorstellen, warum jemand einem Kind etwas sagen würde, wie : Das fühlt sich nur an, wie ein Bienenstich, um sie vor der Spritze zu beruhigen.

    Als ob die Ähnlichkeit zwischen einer Spritze und einem Bienenstich irgendwie dazu beitragen würde, die Angst eines Kindes zu reduzieren oder zu beseitigen.

    Aber interessant war zu beobachten, dass diese Bienenstiche eine einzigartige, unverwechselbare Wirkung auf jedes Kind zu haben schienen. Einige Kinder waren voller Angst und weinten, einige verhandelt und einige beruhigten sich.

    Das ist die Basis der emotionale Intelligenz und der REVT: dass Emotionen die Sprache des Verstandes sind - eine Sprache, die durch wiederholte Erfahrung gelernt wird, geprägt von Gedanken und Glaubenssätzen und ausgedrückt durch unser Verhalten.

    Das bedeutet:

    Denken der Gesellschaft:

    Ereignis ⇒ Gefühl

    In Wahrheit gibt es jedoch einen äußerst wichtigen Zwischenschritt :

    Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.- Viktor Frankl

    Ereignis ⇒ Beurteilung ⇒ Gefühl

    Wir alle haben ein Glaubenssystem entwickelt, auf das wir uns verlassen, um Situationen, Ideen, Menschen und Ereignisse zu beurteilen. Obwohl du dein eigenes persönliches Glauben oder Wert-System hast, haben wir auch alle viele Überzeugungen, die im Einklang mit anderen in unser gegebenen Gesellschaft oder Kultur sind.

    Da jede Gesellschaft gewisse Geschichten und Glaubenssätze festlegt, die ihre Bewohner zusammen kooperativ binden, übergeben ihre religiösen, politischen und elterlichen Lehrer Leitlinien, die als Grundlage für die Entwicklung unserer eigenen persönlichen Glaubenssysteme dienen. Deshalb sind unsere individuellen Glaubenssysteme Ideen, die nicht ganz unsere eigenen sind.

    Viel von dem, was wir gut oder schlecht , richtig oder falsch, halten, haben wir von anderen übernommen.
    Auch wenn die Überzeugungen von der Umwelt beeinflusst werden, existiert keine universelles Recht und keine richtigen Glaubenssätze. Nichts ist gut oder schlecht- nur das Denken macht es dazu, wie Shakespeare schrieb.

    Würde ein Ereignis direkt zu einer Emotion führen, wäre das wie ein Reflex und wir könnten wenig daran ändern. Das ist jedoch faktisch falsch. Wenn aber zwischen Ereignis und Gefühl eine Beurteilung stattfindet, gibt es einen Ansatzpunkt - für die bewusste Umbeurteilung der Situation.

    Destruktive Glaubenssätze: die Tyrannei des "Müssens" und "Sollens"

    zwang

    Das Ändern unseres Denkens und Verhaltens und damit auch das Ändern destruktiver Glaubenssätze verlangt, dass wir langjährige Überzeugungen, Sitten und Rituale des Denkens und Benehmens herausfordern, die wir uns eventuell in der Kindheit angeeignet haben oder von Generation zu Generation weitergegeben werden.

    Und ich gebe es zu: Es ist nicht einfach diese sozial-emotionalen Sitten und ehrenhaften Überzeugungen zu hinterfragen. Dazu gehören Ideen über Patriotismus, Religion, Höflichkeit, Geschlechterrollen, sexuelles Verhalten, die uns durch unsere Begegnungen mit anderen überliefert sind.

    ehrenhaft

    Diese Ideen sind nicht per se schlecht-auf gar keinen Fall. Es erzeugt in uns nur massiven Schmerz, wenn es nicht mit unseren Idealen und Werten vereinbar ist und wir es in Form von ungeschriebenen destruktiven Glaubenssätzen manifestieren, die alle als Muss gelten.

    Es muss geschehen oder niemand darf uns widersprechen, damit wir in unserem Leben glücklich sind, ist ein Glaubenssatz, der dafür sorgt, dass wir mit uns selbst einen Vertrag schließen, erst wieder glücklich zu sein, wenn wir alle Bedürfnisse erfüllt haben. Und du kennst uns Menschen : Es ist nie genug.

    Es gibt aber auch ehrenhafte Glaubenssätze, die uns in den meisten Fällen helfen, aber sobald sie zum MUSS werden schaden, weil sie dazu führen können, dass wir uns selbst verurteilen, wenn wir uns einmal nicht daran halten.

    * Wir müssen höflich sein.
    * Wir müssen immer von jedem gemocht werden.
    * Wir dürfen niemals lügen oder belogen werden.
    * Wir müssen uns anpassen.

    Wir Menschen glauben seltsamerweise oft, dass wir die absolute Kontrolle über uns selbst und die Welt um uns herum haben. Die Folge: Massiver Schmerz, wenn etwas nicht nach unseren Vorstellungen verläuft.

    Absolute Aussagen des Müssens stellen sich gegen die Realität. Niemand kann ewig in einem idealen Zustand leben. Radikale Akzeptanz von dem, was ist, ist der größte Faktor in der emotionalen Intelligenz, den man sich vorstellen kann.

    Wir können eine sofortige Verbesserung unserer emotionalen Intelligenz machen indem wir damit beginnen, unser "MUSS" mental durch ein Bevorzugen ersetzen.

    Wenn wir diesen Standard halten, dass sich die Welt und alle anderen nach unserem absoluten Muss verhalten, gehen wir zu weit. Wir können nicht von anderen einen Standard verlangen, den wir selbst nicht immer erfüllen.

    Wir können nach wir vor enttäuscht sein, dass wir das Verhalten anderer Leute respektlos finden, aber wir setzen uns nicht weiterhin dem Leiden aus, das nicht sein muss. Auch ich werde es nie mögen, aber ich kann zufrieden bleiben, wenn es passiert.

    Andere Menschen haben andere Glaubenssätze darüber, wie die Welt funktioniert und verhalten sich anders. Oft wissen sie nicht, dass sie deine unterbewussten Regeln verletzen und leben nach ihren eigenen Regeln. Dennoch haben sie das exakt gleich Ziel, wie du glücklich sein und Schmerz vermeiden.

    Was ich dir sagen will: Auch wenn es dir deine Eltern und Lehrer immer gesagt haben, dass du etwas tun musst. Das stimmt nicht. Du MUSST gar nichts.

    "Normale "Glaubenssätze sind trotzdem häufig destruktiv

    Glaubenssätze

    Frage in der exklusiven Facebookgruppe : "Wie geht Ihr mit zwischenmenschlichen Enttäuschungen um? Ich gehe dabei nicht von überzogenen Erwartungen aus, die dann enttäuscht werden könnten, sondern als Beispiel: Wir verabreden uns zu einem bestimmten Zeitpunkt, ich erwarte, dass Du kommst, aber Du kommst nicht. Grundsätzlich gilt hier ja nach E.Tolle: Ich war da, Du nicht. Ende der Geschichte. 😀
    ...wenn da nicht meine sehr bewussten Gedanken wären ...."

    Häufig ist die "normale" Reaktion der Enttäuschung auf solche Situationen zwar natürlich, aber nicht immer hilfreich. Ich bin bei solchen Situationen sehr stoisch angehaucht. Der Unterbewusste Glaubenssatz der dahinter steht, wenn wir enttäuscht werden, ist immer in Statements verpackt, was andere tun "MÜSSEN". Auch wenn es uns gegen den Strich geht, gibt es kein universelles Gesetz, dass andere so treu und loyal sein MÜSSEN, wie du 🙂 Verstehe mich nicht falsch: Ich schätzte diese Werte auch, aber das tun nicht alle. Ich konzentriere mich deshalb lieber, was in meiner Kontrolle liegt: Meine Bewertung und Einstellung zur Situation. Für mich wäre dein Beispiel zum Beispiel keine Enttäuschung, sondern ein Chance/Möglichkeit mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, die meine Gegenwart mehr schätzen 🙂 (Y) Wenn andere dich versetzen oder verbal verletzen, sagt das rein gar nichts über dich, sondern eher über die anderen aus

    Nur weil du abgelehnt wirst, beweist das nicht, dass du immer abgelehnt und niemals von allen akzeptiert werden MUSST, um glücklich zu sein.

    Nur weil etwas als normal angesehen wird, bedeutet es nicht gesund, dass es gesund ist. Erkältungen sind sehr häufig. So sind es Prellungen, gebrochene Knochen und Infektionen. Aber sie sind selten gut oder nützlich!

    So ist es mit Gefühlen der Enttäuschung über Zurückweisung. Das heißt nicht, dass du darunter leiden musst, solange du lebst. Schmerz ist normal und Teil des Lebens, aber an der Stellschraube des Leidens können wir drehen.

    Sind Schmerzen nicht ein menschlicher Zustand? Vollkommen richtig. Ist es evolutionär in uns verankert Korrekt. Sind wir hilflos: NEIN !

    Destruktive Glaubenssätze meistern durch die ABC - Methode

    "Destruktive Glaubenssätze auflösen: Wie du ab heute ein für alle Male ablehnst deine destruktiven Glaubenssätze zu einem Teil von dir zu machen" klingt nach einem sehr reißerischen Titel. Ist es auch. Aber es gibt eine ebenso machtvolle Technik, die ich dir mitgeben möchte.

    Destruktive Glaubenssätze hinterfragen

    Das Wesen des Hinterfragens: die Festlegung plausibler Hypothesen oder Vermutungen und dann das Experimentieren und Prüfen, um sie aufrecht zu erhalten oder zu widerlegen. Eine Hypothese ist keine Tatsache - nur eine Vermutung, eine Annahme. Und du überprüft es, um festzustellen, ob sie richtig ist.

    Genauso ist es mit destruktiven Glaubenssätzen. Wir versuchen Beweise zu finden, dass diese Glaubenssatz nicht der Wahrheit entspricht und/oder irrational ist.

    Wenn es sich als falsch erweist, lehnen wir diesen Glaubenssatz ab und versuchen eine neue Hypothese. Wenn es richtig erscheint, behalten wir diesen vorsichtig - aber immer bereit, es zu ändern, wenn spätere Beweise gegen sie entstehen.

    Anstatt die Weltanschungen in einer starren, absoluten Weise zu betrachten, geht die Wissenschaft des Hinterfragens davon aus, dass solche Ereignisse und insbesondere die menschlichen Angelegenheiten gewöhnlich den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit folgen und keine Naturgesetze sind.

    A-uslöser

    A

    Einige Beispiele für Aktivierungsereignisse oder Auslöser (A) können sein:

    A: Dein Chef kritisiert dich
    A: Der Kassierer war unhöflich.
    A: Du bist in einem Test gescheitert.

    Du kennst deine Auslöser für destruktive Glaubenssätze wahrscheinlich besser als ich. An sich sind diese Ereignisse erst einmal neutral, aber schnell kommen Bewertungen ins Spiel und geben dem Ganzen eine subjektive Färbung.

    B-ewertungen

    B

    Bei allem, was wir tun, interpretiert unser Gehirn die gefilterten Informationen und gibt ihnen eine Bedeutung. Bedeutung zu geben, ist eine wichtige Funktion des Gehirns. Das Problem: Wir verlassen dabei den Bereich der Fakten und betreten das Reich der Fantasie, denn wir können Situationen beliebige Bedeutungen geben.

    Allein wir und niemand anderes hat die Macht die Bedeutung zu bestimmen, die wir jeder Situation geben. Darin liegt die größte Chance, weil wir damit in jeder misslichen Lage das Beste daraus machen können. Andererseits kann es aber dadurch auch schnell passieren, dass wir aus einer Mücke einen Elefanten machen und eine vermeintlich harmlose vollkommen überinterpretieren und damit eine Menge Leid schaffen.

    Die letzte Freiheit des Menschen – seine Haltung in jeder Situation selbst zu wählen-Viktor Frankl

    C- onsequences - Verhalten und Gefühle

    C

    Wenn die Konsequenz Wut ist, heißt es, dass unsere Gefühle von Wut weitgehend nur aus der Bewertung des Auslösers resultieren.

    Zur Vereinfachung können wir unser Glaubenssystem in zwei Grundkategorien aufteilen:

  • Hilfreiche / Rationale Überzeugungen
  • Destruktive/ Irrationale Überzeugungen
  • Wenn man beispielsweise vor Wut brennt, neigt man zu sagen: "Siehst du nicht, was er mir Schlimmes angetan hat oder wie ignorant er/sie ist? Wie kann er mich nur so rücksichtslos behandeln? " Das mag eine vernünftige Aussage sein, die intuitiv richtig klingt. Allerdings ist sie nicht immer besonders hilfreich.

    Darin stecken nämlich zwei Nachrichten. Die erste Aussage: Er hat moralisch falsch gehandelt und es ist grausam und falsch so zu handeln.

    Auch wenn es in deinen Augen wahr scheint und sich für dich wirklich schrecklich und moralisch falsch anfühlt, ist es weder gesund noch hilfreich. Es ist, wie wir gleich noch sehen werden ein irrationaler Glaubenssatz, der dir, deinen Zielen und deinem Glück im Weg steht.

    Die zweite Nachricht ist, die rationale und objektive Überzeugung: Er oder sie hat meine Pläne vereitelt oder eine meiner Regeln gebrochen und seine Handlungen haben ein Gefühl der Wut in mir erweckt.

    Die kognitive Umstrukturierung der destruktiven Glaubenssätze

    Ellis hat zu dem ABC-Modell noch die Schritte D und E hinzugefügt:

    Dekonstruktion - hinterfrage deine destruktiven Glaubenssätze

    Effektiver Glaubenssatz - neue positive Auswirkungen und Erfahrungen durch neuen Glaubenssatz

    Die Erweiterung von ABC um DE wird heute als kognitive Umstrukturierung bezeichnet und bildet die Grundlage für die REVT.

    Ganz allgemein gilt der Grundsatz seine Annahmen, Schlussfolgerungen und Glaubenssätze kritisch zu hinterfragen un die Irrationalität in diesen zu finden. nach Wahrnehmungen und Informationen, die deiner bisherigen Interpretation widersprechen. Was könnte "A" noch bedeuten? Unterbreche den Kreis oder erschaffe einen hilfreichen ABC-Kreis.

    Dekonstruktion der Glaubenssatzes

    hinterfragen

    Weil unsere irrationalen Glaubenssätze oft sehr intensiv festgehalten werden, kann es Sinn machen diesen zu dekonstruieren. Egal wie bewusst du dir der Irrationalität einer Überzeugung bist, diese Einsicht wird wenig helfen, wenn wir nicht trainieren ihn zu hinterfragen.

    Wissen allein reicht nicht aus. Emotionale Einsicht, sowie Handeln sind erforderlich.
    Je stärker und emotionaler du deinen Wut-produzierenden irrationalen Glaubenssatz dekonstruierst , desto besser wirst du ihn in den Situationen, in denen es wirklich zählt, ablegen können.

    Dekonstruktion des Glaubenssatzes in der ABCDE-Methode ist einer der wichtigsten Schritte im Umgang mit der Wut. Wenn du wirklich daran arbeiten möchtest deine irrationalen Überzeugungen zu minimieren, kannst du verschiedene Methoden der Dekonstruktion verwenden, um das irrationale Denken abzulehnen. Damit dieser Blogbeitrag nicht hunderte von Seiten lang wird, beschränke ich mich auf meine persönlichen Favoriten, da ich nur bei diesen beurteilen kann, dass sie wirklich funktionieren.

    Wenn du deine Rationalität steigern und deine selbstzerstörerischen irrationalen Überzeugungen reduzieren willst, kannst du dir jeden Tag mindestens zehn Minuten lang die folgenden Fragen stellen und die Antworten sorgfältig durchdenken ( nicht bloß wie ein Papagei wiederholen !). Notiere jede Frage und deine Antworten auf ein Blatt Papier oder zeichne die Fragen und Antworten alternativ mit deinem Handy auf .

  • 1. Welchen selbstzerstörerischen irrationalen Glaubenssatz möchte ich aufgeben?
  • Illustrative Antwort: Ich muss immer und ohne jede Ausnahme in jeder Situation Recht von jeder Person bekommen und ihre Meinung muss sich meiner unterordnen.

  • 2. Kann ich diesen Glaubenssatz rational unterstützen?
  • Illustrative Antwort: Nein.

  • 3. Welche Beweise gibt es für die Falschheit dieser Bewertung?
  • Illustrative Antwort: Es gibt viele Hinweise darauf, dass der Glaubenssatz, dass jeder mir immer zustimmen muss und jeder nach meinen moralischen Vorstellungen handeln muss, falsch ist. Es gibt kein Gesetz des Universums, das besagt, dass jeder meine Werte kennen und teilen muss.

  • 4. Was ist das Schlimmste, was mir passieren könnten, wenn ich nicht bekomme, was ich glaube haben zu müssen ?
  • Illustrative Antwort: Wenn ich nicht Recht bekomme und der andere auch das Recht auf eine eigene Meinung hat, ändert sich an der objektiven Realität nicht viel. Es gefällt mir zwar nicht und ich bin nach wie vor überzeugt, dass die andere Person moralisch falsch gehandelt hat und gegen ungeschriebene Regeln verstoßen hat, aber ich kann es akzeptieren.

  • 5. Welche guten Dinge könnten passieren, wenn ich nicht bekomme, was ich für mein Recht halte oder von dem ich glaube, dass ich es haben muss?
  • Illustrative Antwort: Wenn die andere Person mir nicht Recht gibt, gefällt es mir zwar nicht, aber wir könnten uns gemeinsam lösungsorientiert dem Problem widmen. Ich könnte die Chance nutzen, um zu kommunizieren, dass die andere Person eine unterbewusste Regel von mir verletzt hat, dir mir wichtig ist.

    Wenn die andere Person, von dieser Regel weiß, wird sie in der Zukunft darauf achten sie nicht mehr zu verletzen. Das würde dafür sorgen, dass ich in dieser Hinsicht gar keine Wut mehr erleben muss.

    Humor um destruktive Glaubenssätze auflösen

    In REVT gibt es viele verschiedene Möglichkeiten irrationale Überzeugungen zu dekonstruieren. Eine davon und mein persönliche Favorit ist: Absurdität und Humor. zu reduzieren. Indem wir einen Glaubenssatz auf seine Absurdität reduzieren und vollkommen ins Lächerliche ziehen.

    Wenn du zum Beispiel willst, dass ein Mann etwas für dich tut, aber sich weigert dir diesen Gefallen zu tun, kann es hilfreich sein deinen Wunsch nach Kontrolle über ihn in dieser Situation absichtlich zu übertreiben. Das könnte folgendermaßen aussehen:

    "Natürlich muss er tun, was ich will. Allein ich habe die absolute Kontrolle über sein Verhalten. Wenn ich ihm sage, dass er durch einen Reifen springen soll, muss es das selbstverständlich ausführen. Sonst habe ich natürlich das Recht ihn zu peitschen, bis er springt!"

    Wenn du von anderen ein "gutes" Verhalten verlangst, kannst du dich daran erinnern: "Stimmt, ich handle auch immer so wie andere es sich vorstellen. Wenn ich zurückdenke, habe ich persönlich noch nie einen Fehler gemacht oder andere unfair behandelt.

    Wenn du innerlich oder äußerlich vor Wut jammern und schreien möchtest, weil die Umstände schlecht sind und du etwas Pech hattest, könntest du so etwas sagen wie:

    " Wie können sie nur mir- dem Zentrum des Universums, ausschlagen, was auch immer ich will. Jeder andere in der Welt muss mit Frustration und Wut leben, aber nicht ich! Ich verdiene es als einziger frei davon zu sein und fordere ab jetzt, dass sich mir nichts mehr im Weg steht. "

    Es ist wirklich schwer dann an diesen verrückten, destruktiven Glaubenssätzen fest zu halten , wenn man sich über die Absurdität bewusst wird. ABER VORSICHT: Richte den Humor, gerichtet gegen die unterbewussten, destruktiven Glaubenssätze, aber nicht gegen sich selbst als Person.

    Destruktive Glaubenssätze auflösen- die Geschichten benennen

    Eine herausragende Möglichkeit, um die destruktiven Glaubenssätzen die destruktive Macht zu nehmen, ist diese zu identifizieren und ihnen dann Namen zu geben, wie die "Verlierer!" Geschichte, oder die "Mein Leben ist scheiße!" Geschichte oder die "Ich kann es nicht!" Geschichte. Du kennst deine eigenen Geschichten wahrscheinlich am besten.

    Wenn deine Geschichten auftauchen, hilft es sie namentlich zu benennen. Zum Beispiel könntest du dir selbst sagen: Ah ja. Da erkenne ich meinen alten Favorit, die "Ich bin ein Misserfolg" Geschichte. Oder: Aha! Hier kommt die "Ich kann das nicht bewältigen"- Geschichte. Sobald wir eine Geschichte anerkannt haben, dann nimmt es uns die Angst vor dieser Geschichte.

    Therapeut und Forscher David Barlow und seine Kollegen schlagen einen ähnlichen Ansatz für den Umgang mit Stress und Angst vor, die der negativen Visualisierung nahekommt, die wir schon häufig im Rahmen des Podcasts besprochen haben.

    Vielleicht sagst du: Pfff, das ist doch nur ein Forscher, der irgendwo im Labor sitzt und keine Sorgen hat. Dem glaube ich nicht. Vielleicht glaubst du ja dem laut neurowissenschaftlichen Studien glücklichsten Menschen der Welt. Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch und Wissenschaftler und glücklichster Mensch der Welt stellt fest, dass "je mehr wir die Wut ehrlich betrachten, anerkennen und benennen, desto eher verschwindet sie, wie der Frost unter der Morgensonne schmilzt. Wenn man sie wirklich ansieht, verliert es plötzlich ihre destruktive Kraft. " Das gleiche gilt für Neid, Traurigkeit, Angst, Hass und andere schmerzhafte Emotionen.

    Destruktive Glaubenssätze auflösen: durch die Stimmentechnik

    Diese Technik ist besonders gut bei wiederkehrenden negativen Selbsturteilen. Finde einen Gedanken, der dich permanent stört. Konzentriere dich auf den Gedanken für zehn Sekunden und glaube ihn. Spüre seine destruktive Macht. Fühle den Schmerz, den dieser Gedanke in dir hervorruft.

    Jetzt kommt der witzige Teil. Wähle jetzt eine Stimme einer animierten Cartoon- Figur. Wir haben schon erfahren, dass wir nicht unsere Gedanken sind. Dann können wir die Stimme in unserem Kopf, den inneren Kritiker, der uns permanent mit Selbstkritik unterhält, auch mit einer Comic-Figur austauschen.

    Beachte, was passiert, wenn die destruktiven Glaubenssätze auf einmal von Donald Duck oder Gollum aus Herr der Ringe laut ausgesprochen werden- sie verlieren ihre destruktive Kraft und wir nehmen unsere negativen Gedanken nicht ganz so ernst.

    Doch weil wir 24/7 in unserem eigenen Kopf gefangen sind, glauben wir schnell, dass wir unsere Gedanken sind. Wenn jemand uns ein Geschenk gibt und wir es ablehnen: Wem gehört es dann? Der anderen Person- genauso ist es mit jeder Art von Kritik –auch Selbstkritik. Zum Problem wird es, wenn wir uns damit identifizieren.

    Denk daran: Das Ziel der Defusion ist es nicht, unangenehme Gedanken loszuwerden, sondern sie zu sehen, was sie sind - nur Worte.

    Effektiver Glaubenssatz

    Wenn du diesen irrationalen Glaubenssatz bezweifelst , kannst du oft eine effektive neue Philosophie (E) herausfinden, die zwar wahr aber schwach ist: "Es gibt keinen Grund, warum der andere genau das tun sollte, was ich für richtig halte, aber ich kann und werde natürlich trotzdem versuchen die andere Person zu überzeugen, wenn ich glaube, dass damit das Problem innerhalb des Streits gelöst wäre.

    Das Schöne an diesem neuen Glaubenssatz ist, dass es nicht heißt, dass du den Schwanz einziehen und dir alles gefallen lassen musst. Durch diesen neuen Glaubenssatz kannst du aber die Irrationalität fallen lassen und wirklich dafür sorgen, dass dahinterstehende Problem zu lösen anstatt dich durch destruktive Glaubenssätze quälen zu lassen.

    Zwei Fragen , die essentiell sind, um dich zu motivieren, dir eine Alternative zu überlegen und destruktive Glaubenssätze aufzulösen sind:

    -Was wird es mich und mein Umfeld langfristig emotional, sozial, finanziell und spirituell kosten unter diesem destruktiven Glaubenssatz noch Jahre zu leiden?

    - Welche Person wäre ich ohne diesen Glaubenssatz und wie würde mein Leben mit der neu gewonnenen Lebensqualität aussehen?

    Wenn du dir einmal die Zeit genommen hast diese Fragen durch zu denken, bist du hochgradig motiviert einen neuen effektiveren Glaubenssatz zu finden, der das Leiden stoppt.

    Ein paar Musterbeispiele zur Auflösung destruktiver Glaubenssätze

    Denk daran. Das Ganze sind irrationale und unterbewusste Glaubenssätze, die unser Leben bestimmen können, auch wenn wir nie bewusst darüber nachgedacht haben.

    Oft denken wir Menschen unterbewusst, dass wir das Zentrum des Universums sind und dass alle anderen Menschen unsere Bedürfnisse und Launen kennen sollten /müssen. Wenn natürlich zwei oder mehr Personen interagieren, besteht die Möglichkeit, dass jeder von ihnen diese Haltung haben wird.

    Wie oft hast du schon Leute getroffen, die es als "unerträglich" ansehen, wenn das Wetter nicht zu ihrem Geschmack passt? Wir alle haben diese irrationalen Überzeugungen und das ist auch vollkommen natürlich. Die Frage ist aber nicht, ob sie natürlich sind, sondern ob sie hilfreich für unser Wohlbefinden und Glück sind.

    A): Der Kassierer ist mir unhöflich.
    (B): Kassierer MÜSSEN immer freundlich sein. Kassierer DÜRFEN niemals Fehler machen, wenn sie Kunden bedienen. Kassierer DÜRFEN mir nie Schwierigkeiten bereiten.
    (C): Ich bin empört und wütend.
    (D): Ist es wahr, dass die Leute immer freundlich zu mir sein müssen? Ist es wahr, dass ich immer gut behandelt werden muss, um Zufriedenheit in meinem eigenen Leben zu finden? Ist es wahr, dass die Leute schlechte Menschen sind, weil sie gegen meine Glaubenssätze verstoßen? Wo ist der Beweis für all das Zeug, das ich mir sage?

    (A): Jemand hat dich kritisiert.
    (B) Andere Menschen DÜRFEN dich niemals kritisieren. Niemand DARF eine andere Weltsicht haben und einen anderen Glaubenssatz haben und meine Thesen ablehnen.
    (C): Ich bin wütend .
    (D): Wo ist der Beweis, dass andere immer so benehmen müssen, wie ich es verlange? Was ändert es an deinem Charakter, dass andere dich kritisieren ? Nichts. Schließlich hast du in deinem Leben ja auch nie jemanden kritisiert- deshalb dürfen es andere auch nie tun. 😉

    (A): Ich habe in einem Test versagt.
    (B): Ich DARF nicht scheitern . Ich MUSS alle Tests direkt mit Bravour bestehen, um intelligent zu sein und als intelligent angesehen zu werden . Ich MUSS überdurchschnittliche intelligent sein, um einen Wert als Mensch zu haben.
    (C): Ich bin deprimiert.
    (D): Wie habe ich festgestellt, dass das Scheitern im Test ein klares Zeichen dafür ist, dass ich ein Versager bin? Ist es wahr, dass mein Wert als Mensch davon abhängt, was ich tu und erreiche? Ist es wahr, dass mir immer gelingen MUSS, was ich tue?

    Häufige Missverständnisse der ABC-Methode und der destruktiven Glaubenssätze

  • Es ist nicht unser Ziel, emotionslos zu werden
  • Emotion ist ein wesentlicher Bestandteil unserer menschlichen Existenz. Es könnte unser Ziel sein, stattdessen unseren einzigartigen Charakter und die Vielfalt der emotionalen Erfahrungen zu feiern, die wir mit anderen haben können.

    Uns von Emotionen zu befreien, ist nicht unser Ziel. Es ist auch mit dem Stand der heutigen Wissenschaft nicht möglich ohne gewisse Eingriffe in deinem Gehirn zu machen. Das Management von Emotionen und destruktiver Glaubenssätze ist unser Ziel.

  • Nicht jede negative Emotion ist ein destruktiver Glaubenssatz
  • Nicht jede negative menschliche Emotion ist destruktiv und muss mit der ABC- Methode geprüft werden.

  • Destruktive Glaubenssätze sind nicht von heute auf morgen abgebaut
  • Es braucht Engagement und Zeit, um das Beste aus dem ABC-System herauszuholen. Das Überwinden destruktiver Glaubenssätze und die Praxis werden jedoch Früchte tragen. Denk darüber nach, wie viele Jahre du den Glaubenssatz entwickelt hast.

    Ich weiß, dass es manchmal kontraintuitiv klingt und diese Gedankengänge "normal " sind. Wie wir gelernt haben, "musst" du gar nichts tun. Vielleicht können wir uns aber darauf einigen, dass wir in unserem Leben nicht das Ziel haben mehr Leiden und Schmerz als nötig zu erschaffen.

    Deshalb kann es hilfreich sein ein paar Werkzeuge in der Hinterhand zu haben, um destruktive Glaubenssätze auflösen zu können. Ich lade dich einfach ein diese ABC- Methode einmal auszuprobieren. Ich habe keinerlei Interesse daran dir zu erzählen, was du zu tun oder zu lassen ist, aber ich fühle mich in gewisser Weise dafür verantwortlich dieses unglaubliche Glück, das ich durch mein Training mit der emotionalen Meisterung lernen durfte, zu teilen.

    Und selbst wenn es für viele kontraintuitiv klingt und diese Episode auf Gegenwind stößt, will ich diejenigen, die bereit sind die destruktiven Glaubenssätze aufzulösen nicht dieser machtvollen Strategie berauben.

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