Wie Theodore Roosevelt durch Schmerz, Hunger und Malaria zu einer stärkeren Persönlichkeit wurde und wie du es auch schaffst

Dieser Blogbeitrag wird kein Beitrag über „10 Tipps für mehr Resilienz“ oder „4 Shortcuts zu mehr Widerstandskraft „werden , sondern eine Geschichte und Ehrung, für einen Mann, der mich inspiriert hat und mir eine wertvolle Lektion im Bereich „emotionale Meisterung“ gegeben hat- Theodore Roosevelt.

Theodore Roosevelt war ungefähr 1,75 groß – durchschnittlich für einen amerikanischen Mann im frühen zwanzigsten Jahrhundert, aber wog mehr als 90 kg auf diese Größe und hatte eine Stimme, die klang, als ob er gerade einen Schluck Helium genommen hatte, aber sein Charisma und seine Resilienz machte ihn unvergesslich. Er freute sich, sich über das Podium zu lehnen. Er sprach schnell, schlug die Fäuste auf das Podium, gestikulierte mit den Armen und elektrisierte die Menge.

„Solch unbegrenzte Energie und Vitalität beeindruckten, wie die Kräfte der Natur“, schrieb der Naturforscher John Burroughs einmal von Roosevelt. „Als er in das Zimmer kam, war es, als hätte ein starker Wind die Tür aufgeschlagen.“

Einmal in Milwaukee, Wisconsin wurde Theodore Roosevelt von einem sechsunddreißigjährigen New Yorker Barkeeper namens John Schrank, einem bayerischen Einwanderer in die Brust geschossen worden. Unglaublicherweise wurde Roosevelt durch seinen schweren Militärsmantel, das gefaltete fünfzigseitige Manuskript- und sein Brillenetui, das er in seiner rechten Brusttasche trug, gerettet, aber die Kugel war ein paar Zentimeter tief eingedrungen.

roosevelt angeschossen

In jener Nacht hatte Roosevelt trotzdem darauf bestanden , sei es aus einem ernsthaften Wunsch, seine Botschaft zu überliefern, oder nur aus seiner Liebe fürs Drama Drama, seine Rede zu halten. Sein Mantel war aufgeknöpfte und sein blutiges Hemd war zu sehen, und Roosevelt hatte geschrien: "Es braucht mehr als das, um einen Elchbullen zu töten!" Er hatte Recht, aber einmal in seinem Leben wäre es fast soweit gewesen...

Theodore Roosevelt ist einer der amerikanischen Präsidenten, der von der ganzen Welt bewundert wurde. Seine politischen Triumphe und Siege sind überall bekannt, aber es gibt ein Teil seiner Biographie, die eher unbekannt ist: Die wahre Geschichte von Theodore Roosevelts erschütternder Erforschung eines der gefährlichsten Flüsse der Erde- dem Amazonas. Für einen heutigen Präsidenten wäre das absolut undenkbar gewesen.

Theodore Roosevelts größte Herausforderung

Nach seiner erniedrigenden Wahlniederlage im Jahre 1912 wollte Roosevelt sich der größten körperlichen Herausforderung stellen, die er finden konnte: die Fahrt auf einem reißenden Nebenfluss des Amazonas. Gemeinsam mit seinem Sohn Kermit und dem berühmtesten Forscher Brasiliens, Cândido Mariano da Silva Rondon, hat Roosevelt eine so großartige Leistung vollbracht, dass viele zu der Zeit es ablehnten, es zu glauben. Es war eine glorreiche Entdeckungsreise.

Doch der Weg war nicht immer so glorreich. Es war eine Qual von anhaltenden Hunger, Angriffen von Ureinwohnern, Krankheit, Ertrinken und einen Mord in ihren eigenen Reihen. Drei Männer starben, und Roosevelt wurde an den Rand des Selbstmords gebracht.

"Ich glaube nicht, dass er durch die Nacht kommen kann", schrieb George Cherrie im Frühjahr 1914 in seinem Tagebuch- ein tougher und hoch angesehener Naturforscher, der fünfundzwanzig Jahre lang den Amazonas erkundet hatte und zu oft hilflos beobachten musste, wie seine Gefährten den tödlichen Gefahren des Dschungels erliegen.

Während seines ganzen Lebens hatte Roosevelt sich einer intensiven körperlichen Anstrengung und Resilienz als Mittel zur Überwindung von Rückschlägen und Sorgen zuwenden müssen und auf seiner Amazonasreise erreichte es seinen Höhepunkt.

Theodore Rooseveltam Hungertod

Mit nur vier Kanus in den Dschungel zu gehen, bedeutete auch, dass die Männer fast alles zurücklassen mussten, was für ihr Überleben nicht absolut wesentlich war. Ihnen war bewusst, dass sie auf einiges an Komfort verzichten müssten, aber nach Monaten und dem Verlust ihrer Kleidung an Ameisen und Termiten, hatten sie so wenige persönliche Gegenstände übrig, dass Roosevelt es folgendermaßen ausdrückte:" Der einzige Weg, um eine ernsthafte Verminderung unserer persönlichen Gegenstände zu schaffen, wäre es alles außer unsere Kleider am Leib abzulegen. "

Als ein Ergebnis ihrer eingeschränkten Rationen, fingen die Männer an, die Effekte des nagenden Hungers zu spüren. Wie es in Fällen von extremen Hunger üblich ist, begannen sie besessen von Nahrung zu sein. Als sie es nicht ansahen, sprachen sie darüber und als sie nicht darüber sprachen, dachten sie darüber nach. Wie Verschollene auf einer einsamen Insel, diskutierten die Männer im kleinsten Detail, was sie essen würden, falls sie nach Hause kämen.

Theodore Roosevelt und Malaria

Roosevelt malaria

Die wirkliche Bedrohung kam jedoch von einem länglichen Insekt, das nicht größer als 2,5 ist und nicht viel mehr wiegt wie ein Traubenkern: ein Moskito. Als Roosevelt nach Südamerika segelte, war es bekannt, dass Moskitos eine Vielzahl von tödlichen Krankheiten, insbesondere Malaria, übertragen.

Im Lager oder im Wald während sie pausierten, sahen sie die Moskitos nicht , aber sie konnten sie hören. Indem sie ihre Flügel mit einer Frequenz von tausend Schlägen pro Sekunde schlagen konnten, produzieren die Weibchen ein unverwechselbares, Geräusch, das die Männchen für die Kopulation anzieht. Die beste Zeit für diese Paarung ist direkt vor einer Blutmahlzeit.

Sobald sie ihr Opfer gefunden haben, brauchen die Moskitos nur neunzig Sekunden, um das zwei-oder drei Fache ihres Gewichts zu extrahieren. Durch die Injektion initiieren sie eine Chemikalie durch ihren Speichel - zusammen mit den Krankheiten. Wenn die Moskitos, nachdem sie das Werk verrichtet hat, versuchen zu fliegen, schwanken sie unter dem Gewicht ihrer Mahlzeit und sind so langsam, dass sie extrem anfällig sind, um erschlagen zu werden.

Doch der Gestochene ist auch in Gefahr.

Das erste Zeichen von Malaria - eine tiefe, sich ausbreitende Kälte - beginnend eine Woche bis zwei Wochen nach der Erkrankung. Der Schauer verwandelt sich schnell in eine Kälte, die so durchdringend ist, dass der Körper heftig und unkontrolliert zu zittern beginnt, in einer verzweifelten Anstrengung, sich zu erwärmen. Von einem Extremen springt es dann schnell ins andere Extreme: ein tobendes Fieber, das bis zu 41 Grad erreichen kann. Anstatt zu zittern, schwitzt der Patient jetzt so, dass seine Kleidung und Bettwäsche ständig durchnässt sind. Dieser Schweiß ist der jämmerliche Versuch des Körpers, sich zu kühlen.

Alle waren gut mit der heimtückischsten Eigenschaft von Malaria vertraut: Es kehrt zurück, um sein Opfer zu quälen, wieder und wieder, für Monate und sogar Jahre.
Auch Roosevelt war Malaria zum Opfer gefallen und wurde infiziert. Der "river of doubt" (Fluss des Zweifelns), wie Roosevelt ihn genannt hat, ist kein guter Ort auf der Erde, um ernsthaft krank zu sein.

Doch trotz seines privilegierten Hintergrundes half Roosevelt den anderen Männern, wo er konnte. "Es gab keine Lagerpflicht, der der ehemalige Präsident sich entzog. Er stand bereit, um seinen Anteil zu leisten.", erzählten seine Kameraden später.

Roosevelts Unfall

Und obwohl er viele Tage durch Fieber geschwächt war, konnte er es nicht ertragen, andere nur zu beobachten, wenn Handeln gefordert war.

Obwohl der Wasserstand in den vergangenen Tagen gefallen war, war es immer noch hoch genug, um die Achselhöhlen der Männer zu erreichen, als sie sich bemühten, die überschwemmten Kanus zu erreichen und nicht auf von Moos umhüllten Felsen auszurutschen und auf dem unebenen Bett des Flusses zu stolpern.

Doch als es langsam aber sicher düster wurde und die Nacht anbrach, war es fast unmöglich sein Gleichgewicht zu halten. Es kam, wie es kommen musste. Roosevelt rutschte plötzlich aus und schlug mit dem rechten Schienbein gegen den scharfen Rand eines Felsens. Blut lief aus der Wunde und mischte sich mit dem schlammigen Wasser und verschwand stromabwärts. Roosevelt erkannte sofort die Schwere dieser scheinbar leichten Verletzung, als er sich aus dem Flusse zog und leise zurück zum Lager hinkte, Blut fing an die Haare an seinem Bein unter seinem einzigen verbleibenden Paar Hosen rot zu bedecken.

Für Roosevelt war eine offene Wunde im Regenwald, wo jeder schlammige Schritt mit Bakterien, Parasiten und krankheitsführenden Insekten übersät war und Piranhas im Wasser lauerten, potentiell tödlich. "Von dieser Zeit an", schrieb einer seiner Kameraden, " war Roosevelt ein sehr kranker Mann."

An diesem Punkt war Roosevelt so krank, dass ernicht mehr einmal in seinem Kanu sitzen konnte. Selbst das Liegen fiel ihm schwer. Nicht nur Roosevelts Schmerz war intensiv, sondern er und der Arzt wussten beide, dass er, wenn sie nicht bald raus kämen, sterben würde, auch wenn es niemand aussprach. In den Wochen, seit Roosevelt sein Bein verletzt hatte, hatte er eine potentiell tödliche bakterielle Infektion entwickelt, die in einer nassen, warmen Umgebung wie dem Regenwald gedeiht. Für diese Infektion gab es kein besser ausgelegtes Wachstumsmedium als den Regenwald.

Die Haut um seine Wunde war rot, geschwollen, heiß und hart, und ein tiefer, eiterreicher Ausfluss hatte sich auf dem weichen inneren Teil seines unteren Oberschenkels gebildet. Sein Blutdruck war gesunken, und seine Herzfrequenz war gestiegen. Als seine Temperatur anstieg und er schwitzte und zitterte, war es manchmal schwer zu sagen, ob er an einem anderen Anfall von Malaria litt oder die Qualen seiner Infektion aushält.

Theodore Roosevelt Resilienz

Nur wenige von den Männern hatten "ihre ursprüngliche, körperliche und moralische Kraft behalten", schrieb Roosevelt. Angst, Krankheit und Hunger hatten sie dazu getrieben, um Dinge zu tun, die sie unter anderen Umständen niemals getan hätten. Sie hatten sich bereit erklärt, einen von ihnen zu einem fast sicheren Tod im Dschungel aufzugeben. Sie hatten Essen von ihren Kameraden gestohlen. Sie hatten den Wald auf der Suche nach allem, was vielleicht verzehrbar war, abgesucht und nicht identifizierbare Nüsse verschlungen, die sie gefunden hatten und schwer krank geworden waren und es gab sogar einen Mordfall in ihrem Team.

So krank wie seine Männer waren, musste auch Roosevelt selbst zugeben, dass er "in schlechterer Form" war als jeder andere in der Expedition. Roosevelts Zustand war so erschreckend geworden, und sein Schmerz war so unerträglich geworden, daß er am 16. April schließlich zugestimmt hatte, Cajazeira, den Mann, den er auf dieser Expedition nach seinem eigenen Sohn am meisten vertraute sein Bein zu operieren.

Der Operationssaal war nichts weiter als der schlammige Boden des Flussufers. Mit nur den einfachsten chirurgischen Werkzeugen und ohne Betäubung schnitt Cajazeira tief in das Bein seines Patienten, indem sich eine Mischung aus Blut und übelriechendem Eiter gesammelt hatte.

Doch auch diese Lebenskrise überstand Roosevelt durch seinen eisernen Willen und seiner Widerstandsfähigkeit.

Der Tod seines Sohnes

Nachdem sich Roosevelts treibender Ehrgeiz von der Politik zurück zum Militär wandte und er ein Regiment im Krieg anführen wollte, wie er schon 25 Jahre zuvor getan hatte. Diesmal waren seine Blicke auf Europa und den Ersten Weltkrieg gerichtet, aber Präsident Wilson, verwehrte es ihm.

Roosevelts einziger Trost war, dass er vier junge, gesunde Söhne hatte, die für ihr Land kämpfen konnten. Getreu den Ambitionen und Lehren ihres Vaters kämpfte jeder Sohn, um als erster an die Front zu kommen. Jeder verhielt sich ehrenvoll und tapfer auf dem Schlachtfeld. Drei wurden verwundet, und der vierte- Quentin- wurde getötet.

Der Tod seiner geliebten "Quenikins" schmerzte Roosevelt zutiefst in der Seele. Es kann für Eltern kaum etwas Schlimmeres geben, als den eigenen Sohn zu Grabe zu tragen. Der Tod in der Schlacht war die Art von Beendigung, die Roosevelt sich immer für sich selbst vorgestellt hatte, nicht für seine Söhne, und seine Rolle, sie in den Krieg ziehen zu lassen und ihr Leben zu riskieren, belastete ihn schwer.

Anstatt im Kampf oder auf einem abgelegenen, unerforschten Fluss zu sterben, war Theodore Roosevelt nicht sonderlich heldenhaft und für diejenigen, die ihn liebten und bewunderten, viel zu früh. Obwohl er krank, frustriert und gebrochen wegen Quentins Tod, hörte er nicht auf zu kämpfen und weigerte sich, sich dem Leid und der Trauer zu beugen, die sein ganzes Leben durchzogen hatte.

"Dennoch gibt es nichts Dümmeres und Feigeres, als sich vom Leid niederschlagen zu lassen, welches wir nicht ändern können."- Theodore Roosevelt

Im November 1918 war er wieder im Krankenhaus, so krank, dass er kaum zu Fuß gehen oder sogar stehen konnte. Als der Arzt ihm sagte, dass er für den Rest seines Lebens auf einen Rollstuhl beschränkt sein könnte, hielt Roosevelt inne und antwortete dann: "Alles klar! Ich kann auch so arbeiten. "

Am 6. Januar 1919 war sein Sohn Kermit mit der Besatzungsarmee in Deutschland , als ihm ein von seinem Bruder ein Telegramm übergeben wurde, welches besagte: "Der alte Löwe ist tot." Und dieser Vergleich von Theodore Roosevelt und einem Löwen ist äußerst passend.

Für das Land, das er so viele Jahre gedient und inspiriert hatte und das noch immer mit den Folgen des Ersten Weltkriegs zu kämpfen hatte, war Roosevelts Tod schmerzhaft. Doch ein Mann wie Roosevelt konnte niemals sterben.

Was ich von Roosevelt über mentale Stärke gelernt habe

Am besten lässt sich Theodore Roosevelts Leben mit dem Prinzip der Antifragilität erklären.

Nassim Taleb hat das Konzept der Antifragilität in seinem gleichnamigen Buch als fundamentales Gesetz der Natur und der Evolution festgestellt.

Während fragile Dinge unter Druck zerfallen, profitiert das Antifragile von Unbeständigkeit und Erschütterung. Wenn wir ein Paket mit einem Inhalt aus Glas versenden schreiben, wir in der Regel" Vorsicht Glas" drauf. Denn dieses muss behutsam transportiert werden, weil es zerbricht, sobald es starken Belastungen oder Erschütterungen ausgesetzt ist.

Fragilität ist ein leicht verständliches Konzept. Doch wenn wir versuchen uns das Gegenteil von Fragilität vorzustellen, tun wir uns schwer. Wie nennt man etwas das von Unbeständigkeit profitiert?

Man könnte annehmen, dass die Antwort "robust" sei. Obwohl ein robuster Gegenstand Erschütterung besser überstehen kann als ein fragiler Gegenstand, ist es keineswegs ein Gegenteil. Er profitiert von misslichen Umständen nicht. Das, wonach wir suchen, ist etwas das man mit Absicht misshandeln würde und etwas, das man mit einem Paket mit der Aufschrift: " Bitte grob behandeln" verschickt.

Das Problem ist, dass in keiner der großen Weltsprachen ein entsprechendes Wort existiert. Daher gebrauchen wir um Dinge zu beschreiben, die von Erschütterung profitieren, an dieser Stelle das Wort "antifragil"

Ein gutes Beispiel für Antifragilität ist die Hydra aus der griechischen Mythologie. Die Hydra war dem Mythos nach eine vielköpfige Schlange, die der antiken Welt zu schaffen machte. Wann immer ihr einer ihrer Köpfe abgeschlagen wurde, wuchsen an seiner Stelle zwei neue nach. Somit profitierte die Hydra von jeder Verletzung, die sie erfuhr und war damit antifragil.

 Hydra Antifragilität

Quelle: http://animal-dream.com

Genauso ist es mit Theodore Roosevelts Widerstandsfähigkeit und der mentalen und emotionalen Stärke.

Widerstandsfähigkeit ≠ Immunität gegen Schwierigkeiten und negative Emotionen

Es ist kein Zufall, dass eine Zeile von Hemingway wieder und wieder zitiert wird und so tief mit den Menschen räsoniert:

Die Welt zerbricht jeden und nachher sind viele an den gebrochenen Stellen stärker.- Ernest Hemingway

Viele Menschen denken, dass Widerstandsfähigkeit heißt, nach einer schweren Situation einfach wieder zu regenerieren oder Probleme an sich abprallen zu lassen. Doch damit verschweigen wir den unglaublichen Wert, den die Widerstandsfähigkeit gibt. Widerstandsfähigkeit gibt uns nämlich die Möglichkeit durch Schmerz zu wachsen und uns zu verbessern.

Resiliente Menschen finden also einen gesunden Weg diese harten Zeiten in ihr Leben zu integrieren. Es wird nämlich nie eine Zeit in unserem Leben geben, die frei von Veränderung und Herausforderungen ist. Widerstandsfähigkeit ist nicht die Fähigkeit Schmerzen zu ertragen. Widerstandsfähigkeit ist die Kraft und Geschwindigkeit unserer Reaktion auf Widerstände- und wir können sie ausbauen.

Ich behaupte nicht, dass die Hoffnung jeden Tag die Schmerzen überwiegen wird. Das wird sie nicht. Doch es gibt eine 3. Option: Die zeitlose Kunst: Schwierigkeiten zu Chancen zu machen, die uns die Stoiker lehren.Widerstandsfähigkeit kommt aus der Dankbarkeit für das Gute in unserem Leben und von der Akzeptanz, dass es manchmal scheiße ist. Es kommt von der Art und Weise, wie wir Kummer verarbeiten.
Mittlerweile weiß die Psychologie, dass es etwas gibt, das sich posttraumatisches Wachstum nennt.

Es scheint schwer zu glauben, aber im Laufe der Zeit erleben viele Menschen, die schwere Krisen durchlebt haben ein posttraumatisches Wachstum.
Psychologen haben Hunderte von Menschen studiert, die alle Arten von Traumata erleiden mussten: Opfer von sexuellem Übergriffen und Missbrauch, Flüchtlinge und Kriegsgefangene und Überlebende von Unfällen, Naturkatastrophen, schweren Verletzungen und Krankheiten.

Einige dieser Menschen erlebten anhaltende Angst und Depression. Aber diejenigen, die Widerstandsfähigkeit entwickelt hatten und die passende Einstellung und mentale Stärke hatten konnten sogar in den schwierigsten Situationen des Lebens aufblühen. Andere schaffen es mit jahrelanger Therapie wieder zum Ursprungszustand zurück. Aber es gibt noch eine häufig missachtete dritte Möglichkeit:
Das persönliche Wachstum nach Zeiten des tiefen Schmerzes.

Viktor Frankl, der über mehrere Jahre in 3 verschiedenen Konzentrationslagern gefangen war und unfassbares Leid gesehen und erlebt hat, sagte:

Alles kann man einem Menschen nehmen, außer seine letzte Freiheit: in jeder Situation seine Einstellung zu wählen!

Roosevelt>: Es kommt nicht auf den Kritiker an...

Es kommt nicht auf den Kritiker an; nicht auf den Mann, der erklärt, warum der starke Mann gestrauchelt ist oder wie ein Mann der Tat es hätte besser machen können. Die Ehre gebührt dem, der tatsächlich in der Arena steht, dessen Gesicht mit Staub und Schweiß und Blut verschmiert ist; der tapfer strebt; der sich irrt, wieder und wieder scheitert, weil es kein Fortkommen ohne Irrtum und Fehler gibt; der sich tatsächlich bemüht, das Nötige zu tun; der den großen Enthusiasmus und die wahre Hingabe kennt; der für eine Sache, die es wert ist, alles gibt; der im besten Falle schließlich den Triumph einer großen Leistung kennen lernt und im schlimmsten Fall scheitert, weil er Großes gewagt hat, so dass sein Platz niemals bei den kalten, furchtsamen Seelen ist, die weder Sieg noch Niederlage kennen.

So liegt die Entscheidung auch in deiner Hand. Resignierst du, lernst du hilflos zu sein, gibst du dich auf und oder übernimmst du volle Kontrolle und Verantwortung für deine Situation und wächst durch den Rückschlag. Die Person, die du werden wirst, wird dich auffangen, wenn du fällst. Sie können dich schlagen, sie können dich treten, sie können dir alles nehmen- außer einer einzigen Sache: Die Einstellung und die Bewertung zu der Niederlage, die du gerade erleidest.

Roosevelt ist wie die Hydra. Wenn ihm ein Kopf abgeschlagen wird, wachsen ihm 2 neue. Auch wenn wir kurzfristig unter einer Verletzung leiden, kommen wir stärker aus der Situation zurück. Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass manchmal etwas zerstört werden muss, damit etwas Neues aufblüht.

Roosevelt hat seinen eigenen Charakter geformt - und das seines Landes - durch die bloße Willenskraft, die unermüdlich das Handeln über die Untätigkeit wählte und die Angst als Kompass benutzte und ihn über eine Reihe von persönlichen Tragödien und Enttäuschungen hinwegbrachte . Jedes Mal, wenn er einem Hindernis begegnete, antwortete er mit mehr Kraft, mehr Energie, mehr rohe Entschlossenheit. Jedes Mal, wenn er persönliche Tragödie oder Schwäche konfrontiert, fand er seine Kraft nicht in der Opferrolle , sondern in der Konfrontation mit den Herausforderungen .Und genauso wie Roosevelt können auch wir deutlich stärker sein, als wir es manchmal denken.

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