Das unbeschriebene Blatt: Die moderne Leugnung der menschlichen Natur -Steven Pinker

„Das unbeschriebene Blatt“ ist ein ehrgeiziger Versuch von Steven Pinker die komplexe Diskussion zu behandeln, ob der Mensch eher von der Genetik und seinem Erbmaterial geformt ist, von der Gesellschaft und deren Einflüssen geformt wird oder ob die Wahrheit dazwischen liegt.

Selbst heute ist der Ursprung der menschlichen Natur ein sehr umstrittenes Thema unter den modernen Intellektuellen.

Pinker verbringt im Buch „Das unbeschriebene Blatt“ viel Zeit damit die Bedenken aus dem Weg zu räumen, die entstehen, wenn wir anerkennen, das Genetik einen sehr großen Einfluss auf den Menschen, seine Persönlichkeit und sein Leben hat, während er zugleich ein überzeugendes Argument macht, dass die derzeitige Tendenz jeden genetischen Einfluss auf die Gesellschaft zu leugnen, unsere Fähigkeit, mit den gravierendsten Problemen umzugehen, behindert.

Pinker spricht sehr kontroverse Themen an, aber ist sehr konsequent und logisch in seiner Argumentationstruktur, wie man es von Steven Pinker gewohnt ist.

Sind wir also Produkte unserer Gene oder unsere Erziehung? Im Kern ist die Idee von „Das unbeschriebene Blatt“ dass wir sowohl durch unsere Gene sowie unsere Erfahrungen geprägt sind. Der Mensch ist also kein formbares unbeschriebenes Blatt, aberGene scheinen wahrscheinlich wichtiger zu sein.

Gerade in einer Zeit, in der der genetische Aspekt der menschlichen Natur häufig geleugnet wird und es nicht erlaubt ist wissenschaftliche Fakten auf den Tisch zu legen, die viele Leute nicht hören wollen, weil sie gegen ihre persönlichen Überzeugungen sprechen, ist „Das unbeschriebene Blatt“ ein wahrer Segen und ein Buch, das ich gerne empfehle.

Das unbeschriebene Blatt

14,99
Das unbeschriebene Blatt
6.5

Lesbarkeit

9.0/10

Potenzial zum Wachstum

3.0/10

Relevanz für dein Leben

5.0/10

Tiefsinnigkeit

6.0/10

WOW-Effekt

9.5/10

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