Die Glückshypothese ( Jonathan Haidt )- Zusammenfassung

Die Glückshypothese

Die Glückshypothese von Jonathan Haidt vereint jahrelange Forschung mit antiker Weisheit. Worin besteht eigentlich Glück und wie erreichen wir es? Diese Frage beantwortet Jonathan Haidt statt mit philosophischer Theorie lieber mit Pragmatismus.

Im Buch Die Glückshypothese versucht Jonathan Haidt Glück durch die die Linse der Psychologie zu erklären und wie diese Informationen unser Leben bereichern und sogar unser Leben verwandeln können.

Wer ist Jonathan Haidt?

Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Er ist besonders bekannt für seine Forschung zu Moral und die Erforschung der Grundemotion Ekel. 2012 schrieb er das Buch The Righteous Mind: Why good people are divided on politics, das ein Bestseller wurde.

Für wen ist das Buch Die Glückshypothese geeignet

• Jeder, der ein glücklicheres Leben führen möchte
• Jeder, der andere glücklicher machen möchte
Menschen, die sich für Glücksforschung interessiert

Die zentralen Erkenntnisse und die wichtigsten Ideen aus Die Glückshypothese

Wenn du nach einer wissenschaftlich erprobten Möglichkeit suchst, Glück zu finden, bist du mit diesem Buch gut bedient.

1. Erkenntnis aus Die Glückshypothese : Der Elefant und der Reiter

Am Anfang des Buches stellt er eine Metapher auf, die dann im Rest des Buches dazu dient, das Glück in verschiedenen Kontexten zu erklären.
Er sagt, unser Gehirn ist (sehr vereinfacht gesagt) in zwei Hauptteile unterteilt. Dein limbisches System ist verantwortlich für deine grundlegenden Instinkte, die Bedürfnisse nach Schlaf, Essen und Sex.

Der Neokortex ist, wie der Name schon sagt, ein neuerer Teil des Gehirns, der für dein rationales Denken verantwortlich ist. Dieser hält dein limbisches System in Schach und sorgt dafür, dass du nicht blind deinen Instinkten folgst.

Haidt beschreibt daher das limbische Gehirn als einen wilden Elefanten, wobei dein Neokortex der Reiter ist, der versucht, den Elefanten zu kontrollieren.Negative Emotionen kommen, wenn Reiter und Elefant uneinig sind. Der vernünftige Reiter benutzt Sprache, um Pläne für die Zukunft zu machen, während für Emotionen und Instinkte der Elefant zuständig ist. Bei den meisten Menschen hat der Reiter jedoch keine Chance gegen den fast übermächtigen, inneren Elefant. So passiert es, dass wir Dinge tun, die wir eigentlich gar nicht tun wollen. Der Elefant ist einfach zu übermächtig.

2. Erkenntnis aus Die Glückshypothese : Die Macht der Reziprozität

Ein großer Teil unseres Glücks kommt aus unseren sozialen Beziehungen, und der erste Schritt, sie zu verbessern, besteht darin, sie zu verstehen.
Wenn uns ein Unbekannter in einer Bar ein Bier ausgibt, was würden wir dann tun? Vermutlich würden wir die nächste Runde bezahlen. Das liegt daran, dass Gegenseitigkeit sehr tief in unserem Verhalten und unseren Normen verankert ist.

Auch das lässt sich mit der Evolution erklären. Gegenseitiges Helfen erhöht die Überlebenschancen einer Gruppe. Wenn ein Jäger in einer Gruppe viel mehr fängt als ein anderer, kann er seine Beute mit dem schlechteren Jäger teilen. Das bringt ihm keinen Nachteil ein, denn das zusätzliche Fleisch würde einfach verfaulen. Es zu teilen, hat dagegen einen großen Vorteil: Der weniger erfolgreiche Jäger, der davon profitiert, wird sich bei nächster Gelegenheit vermutlich revanchieren.

Individuen, die diese Strategie verfolgt haben, hatten eine deutlich höhere Chance zu überleben und haben eher ihre Gene weiter gegeben. Dieses Phänomen nennt sich Reziprozität und ist das Prinzip, mit dem wir sozial interagieren.Wenn dieses Prinzip missachtet wird, fühlen wir uns verletzt und empfinden negative Emotionen.

3. Erkenntnis aus Die Glückshypothese : Die Macht der Reziprozität

Wir gehen oft davon aus, dass wir an schlimmen Ereignissen zerbrechen. Allerdings gehen auch viele Menschen gestärkt aus Krisen heraus. Woran liegt das? Was entscheidet, ob ein schlimmes Ereignis langfristig gute oder schlechte Folgen für uns hat? Die Forschung zeigt, dass die meisten Menschen langfristig Vorteile aus schlimmen Ereignissen ziehen. Viele betroffene Personen, etwa solche, die einen geliebten Menschen verloren haben oder plötzlich arbeitslos wurden, erlangen nach der erfolgreichen Verarbeitung der Erfahrung oft ein größeres Selbstbewusstsein – nach dem Motto: „Wenn ich das geschafft habe, schaffe ich alles“.

Es braucht oft eine Krise, um für die Dinge dankbar zu sei, die wir haben. Daher können und Widerstände langfristig glücklicher machen. Dies gilt insbesondere für Menschen in ihren Teenager- und Zwanzigerjahren, die viel Zeit damit verbringen, zu denken und nach Bedeutung in ihrem Leben zu suchen. Eine Krise gibt dir die Chance zu sehen, was der Elefant wirklich will und dem Reiter zu helfen, dein Selbstbild so anzupassen, dass es deinen wahren Wünschen entspricht.

Es braucht oft eine Krise, um für die Dinge dankbar zu sei, die wir haben. Daher können und Widerstände langfristig glücklicher machen. Dies gilt insbesondere für Menschen in ihren Teenager- und Zwanzigerjahren, die viel Zeit damit verbringen, zu denken und nach Bedeutung in ihrem Leben zu suchen. Eine Krise gibt dir die Chance zu sehen, was der Elefant wirklich will und dem Reiter zu helfen, dein Selbstbild so anzupassen, dass es deinen wahren Wünschen entspricht.

Außerdem bringen uns schwierige Situationen manchmal dazu, uns selbst realistischer einzuschätzen. Unser Selbstbild basiert auf der Meinung, die der vernünftige Reiter oben auf dem Elefanten von uns hat. Allerdings hängt unsere Persönlichkeit auch vom Elefanten unter ihm ab.

Je größer der Unterschied zwischen der Vorstellung des Reiters und dem Verhalten des Elefanten, desto unglücklicher sind wir, denn ein unrealistisches Selbstbild führt zu Konflikten und Enttäuschung.
Kurz gesagt: Schlechte Erfahrungen können uns helfen, den Elefanten und den Reiter besser einzuschätzen und dein Selbstbild entsprechend anzupassen.

Zusammenfassendes Fazit Die Glückshypothese

Unser Verstand arbeitet wie ein nach dem Prinzip der Vernunft arbeitender Reiter auf einem wilden Elefanten. Viele unserer Verhaltensweisen haben ihren Ursprung in der Evolution, und wenn wir sie einmal verstanden haben, können wir viel tun, um mit ihnen umzugehen und dadurch glücklicher zu sein.

Wenn ich versuche Jonathan Haidts Buch Die Glückshypothese zu empfehlen versuche, betone ich immer, dass es ist nicht eins von diesen Selbsthilfe-Büchern ist, dass dir sagt ein Lächeln aufzusetzen und mit naiven Optimismus durch die Welt zu gehen.

Die „Die Glückshypothese“ greift Erkenntnisse aus der Philosophie Psychologie, Ökonomie, Evolution und Kognitionswissenschaft auf und springt mühelos durch die Jahrhunderte- von dem philosophischen Minimalismus der Stoiker bis zum Pragmatismus Ben Franklins.

Vielleicht fühle ich mich persönlich auch wegen meinem persönlichen Interesse für die Philosophie kombiniert mit meinem rationalen Verstand, der sich nach Studien sehnt, vom Buch Die Glückshypothese angezogen, aber die Wahrheiten und Weisheiten haben zu viele Jahre überdauert, als dass sie nicht mehr sind als bloße Meinungen.

Glückshypothese

16,99
Glückshypothese
8.2

Lesbarkeit

8.5 /10

Potenzial zum Wachstum

7.5 /10

Relevanz für dein Leben

9.0 /10

Tiefsinnigkeit

7.0 /10

Interessant?

9.0 /10

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.