Power: Die 48 Gesetze der Macht ( Robert Greene) – Zusammenfassung

Die 48 Gesetze der Macht von Robert Greene ist ein Buch, das definitiv nicht jeder mögen wird, weil es amoralisch, gerissen, rücksichtslos und vielleicht sogar böse ist. Das Buch synthetisiert die Lehren historische Persönlichkeiten von Machiavelli, Sun Tzu bis hin zu Carl von Clausewitz.

Jedes der 48 Gesetze der Macht ist mit wahren Geschichten aus der Geschichte belegt, die aufzeigen, wie Grausamkeit, Rücksichtslosigkeit und Manipulation zu mehr Macht führen können. Greenes Einsicht erstreckt sich aber auch auf die entscheidenden Warnungen darüber, wie die Gesetze nach hinten losgehen könnten.

The 48 Laws of Power, wie es im Englischen heißt, ist ein Buch über Macht. Was ist Macht überhaupt? Wie gewinne ich sie? Und noch viel wichtiger: Wie verhindere ich, dass andere Macht über mich haben? Diese Fragen werden anhand von 48 Gesetzen der Macht ausführlich behandelt.

Wer ist Robert Greene?

Robert Greene ist ein US-amerikanischer Journalist, Autor und Speaker. Sein Buch Die 48 Gesetze der Macht wurde in 24 Sprachen übersetzt und ist der erste von insgesamt fünf internationalen Bestsellern, die Greene geschrieben hat. Seine Bücher handeln alle von den Themen Macht, Strategie und Erfolg und sind mit einer Vielzahl von historischen Beispielen belegt.

3 wichtige Erkenntnisse aus den 48 Gesetzen der Macht

48 Gesetze der Macht Robert Greene

Es ist besonders beliebt bei Rappern und Hip-Hop-Künstlern, aber auch viele Prominente zitieren aus dem Buch und erwähnen den Einfluss der Gesetze auf ihr Leben, weil sie die 48 Gesetze der Macht live in Aktion beobachten konnten.

1. Erkenntnis aus Die 48 Gesetze der Macht : Lasse deinen Vorgesetzte immer in gutem Licht dastehen

Wie erlangen wir die Gunst bei einem Vorgesetzten? Die intuitive Strategie wäre es diesem Beweise für deine Kompetenz zu liefern. Das ist laut Robert Greene aber keine gute Strategie.Das einzige, was Menschen in einer Machtposition nicht wollen, ist machtlos zu sein. Aber wenn du deine Fähigkeiten direkt vor ihnen zur Schau stellst und das Lob dafür kassierst, bietest du ihnen Angriffsfläche.

Der französische Finanzminister unter König Ludwig XIV, Nicolas Fouquet, bezahlte diese Lektion mit einem Leben im Gefängnis. Als er einen pompösen Ball zugunsten seines Königs in seinem Schloß veranstaltete, beschuldigte ihn der König, er habe Staatsgelder gestohlen. Er sagte niemand könne so reich sein und er warf ihn ins Gefängnis.

Wie gewinnst du dann die Gunst des Vorgesetzten? Eine bessere Strategie ist es die machthabenden Person schlauer aussehen zu lassen als alle anderen -dich eingeschlossen. So wird er es deine Gesellschaft wertschätzen und dich (be)fördern, wo er kann.

2. Erkenntnis aus Die 48 Gesetze der Macht : Mache absichtlich Fehler, um deine Konkurrenz zu verwirren

Manchmal scheint der Wettbewerb dir immer einen Schritt voraus zu sein. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie Zeit und Energie investiert haben, um dich zu studieren und deine Verhaltensmuster herauszufinden. Wenn das passiert, ist es am besten, unvorhersehbar zu handeln. Tue das Gegenteil von dem, was die Leute erwarten, mache einen Fehler mit Absicht oder verschwinde für eine Weile.

Fehlerhaftes Verhalten führt dazu, dass die Leute ihr Analyse-Spiel verlassen und während sie damit beschäftigt sind, dein neues Muster herauszufinden und dein Verhalten zu erklären, hast du die Chance, zurückzuschlagen. Dies ist eine der ersten Lektionen, die gute Pokerspieler lernen. Wenn du nur Hände spielen, wenn du mindestens ein Paar oder höher auf der Hand haben, haben die anderen Spieler dich schnell durchschaut. Auch wenn deine Verwirrungstaktik für dich nicht immer angenehm ist, wird sie langfristig eher Früchte abwerfen.

Der beste Schachzug ist oft etwas Unerwartetes. Bobby Fischer benutzte diese genaue Strategie, um Boris Spassky in ihrem Match um den Schachweltmeistertitel von 1972 zu verwirren. Er machte in seinem ersten Spiel einen Anfängerfehler, erschien nicht einmal für den zweiten (und verlor mit dem Verlust und kehrte nur wenige Minuten vor Beginn des dritten Spiels zurück.

Spassky hatte keine Ahnung, ob Fischer wirklich so schlecht war oder nur von den Umständen belastet. Ab dieser Stelle hatte Fischer Spassky genau da, wo er ihn haben wollte.
Sobald dein Gegner verwirrt ist, ist es ein Kinderspiel zu gewinnen. Während dein Gegner jetzt damit beschäftigt ist dein Verhalten zu entschlüsseln und abgelenkt ist, kannst du deine Chance ergreifen. So gewann auch Fischer alle nachfolgenden Spiele mit schönen Spielzügen und wurde das Champion, bis Spassky schließlich aufgab.

3. Erkenntnis aus Die 48 Gesetze der Macht : Menschen lassen sich eher durch Verführung beeinflussen als durch


Stell dir vor du bist zu der Hauptstratege des alten Chinas zur Zeit der drei Reiche. Soeben wurde das Reich im Süden von König Meng Huo attackiert und ist es deine Aufgabe ihn zu stoppen. Was solltest du in diesem Fall tun?

Gewalt und Gegenangriff ist nur selten eine weise Taktik. Auch wenn er die einfachste Wahl zu sein scheint, spielst du nämlich deine Macht aus und zwingst Menschen in die Knie. Das führt eher zu gewaltsamen Widerstand.

Menschen werden zum Großteil von ihren Emotionen geleitet. Wenn du verstehst mit diesen zu spielen, kannst du andere dazu bringen nach deinen Vorstellungen zu handeln. Selbst wenn du bereits in einer Machtposition bist, werden die Leute nicht immer tun, was du willst. Wenn das der Fall ist, solltest du niemals versuchen, die Menschen zum Gehorsam zu zwingen. Verführung ist eine deutlich effektivere Strategie.

Chuko Liang, Stratege des Militärs im alten China, nutzte dies, um seinen Feind, König Menghuo, zu brechen. Anstatt ihre gesamte Armee zu zerstören, als sie China angriffen, nahm er sie alle gefangen und dann serviert King Menghuo tollen Wein und Essen. Du hast richtig gelesen. Seine Soldaten sahen diese Großzügigkeit und nachdem Liang sich sicher war, dass er sie verblüfft hatte, ließ er sie frei, behielt aber König Menghuo als Geisel.

Er erklärte, dass er ihn freilassen würde. Doch wenn er das nächste Mal in Gefangenschaft geriete, müsste er sich dem chinesischen König beugen. Er wurde danach noch einige Male gefangen genommen und jedes Mal gehen gelassen. Nach dem 7. Mal warf er sich Liang zu Füßen und gab sich dem chinesischen König geschlagen. Obwohl Liang durchaus mehrere Chancen hatte seinen Feind zu töten, behandelte er ihn gutherzig und dadurch wurde Menghuo so dankbar und fühlte sich gegenüber dem chinesischen König verpflichtet, sodass er sich schließlich ergab und Liang ohne Kampf den Frieden herstellte.

Zusammenfassendes Fazit Power: 48 Gesetze der Macht

Warum sollte ich ein solches Buch empfehlen? Wenn du, wie ich auch im Big 5 Persönlichkeitstest ein sehr hohes Ergebnis in dem Merkmal „agreeableness“(soziale Verträglichkeit) erzielst, neigst du dazu von denen ausgenutzt zu werden, die rücksichtsloser nach Macht suchen als du. Das Buch hilft dir dich davor zu schützen.

Ich habe von vielen Menschen gehört, die dieses Buch nicht mögen, weil es böse ist. Was sie nicht verstehen, ist, dass dieses Buch böse sein soll.
Das Buch kann dir die Augen öffnen, dass die Welt und andere Menschen oft grausam sind und bereit sind Dinge zu tun, um Macht zu erlangen, die du dir nicht vorstellen kannst. Es gibt ein Unterschied zwischen guten/moralischen Menschen und naiven Menschen.

Wenn ich auf die Schrecken des 20. Jahrhunderts zurückblicke, fällt es mir schwer zu leugnen, dass die Menschheit eine Tendenz zur Bosheit hat. „Die 48 Gesetze der Macht“ von Robert Greene ist ein außergewöhnlich gut geschriebenes Buch mit einer Warnung, dass Böses in unserer Welt existiert und einer Anleitung auf welche Dinge du achten solltest.

Alle 48 Gesetze der Macht – Animierte Videos

Wenn du alle 48 Gesetze der Macht in animierter Form sehen willst, kann ich dir folgende YouTube-Playlist empfehlen:

48 Gesetze der Macht

8,99
7.6

Lesbarkeit

9.0/10

Potenzial zum Wachstum

5.0/10

Relevanz für dein Leben

7.0/10

Tiefsinnigkeit

7.0/10

Interessant?

10.0/10

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