Wie du die 3 Säulen des Minimalismus meisterst um den Müll aus deinem Leben zu entfernen

Oft wird Minimalismus jedoch als Alternative gesehen, die dem Beispiel Thoreaus folgt und im Wald eine Hütte baut, um sich von der Gesellschaft und der modernen Technologie fernzuhalten.

Das ist jedoch nicht, was Minimalismus ausmacht.

Der Weg des Minimalismus

Der Weg des Minimalismus besteht nicht darin, in kürzerer Zeit mehr zu erledigen. Es geht darum, nur die richtigen Dinge zu erledigen. Es ist keine Zeitmanagementstrategie oder eine Produktivitätstechnik. Es ist eine systematische Disziplin, um das absolut Wesentliche zu erkennen und dann alles zu eliminieren, was nicht essentiell ist.

So können wir den höchstmöglichen Beitrag zu den Dingen leisten, die wirklich wichtig sind. Indem wir gezwungen werden, ein selektiveres Kriterium für das Wesentliche anzuwenden, befähigt uns das disziplinierte Streben nach weniger dazu, die Kontrolle über unsere eigenen Entscheidungen darüber, wo wir unsere kostbare Zeit und Energie verbringen, zurückzugewinnen.

Eine Geschichte über den Wert des Minimalismus

Es ist ein wunderschöner Samstagnachmittag in Portugal und die Sonne scheint sanft auf das Meer. Im Hafen liegt ein ärmlich aussehender Mann in seinem Fischerboot und lässt sich die Sonne auf seinen Kopf scheinen. Ein edel gekleideter Geschäftsmann kommt herein und hält alles mit seiner Handykamera fest: blauer Himmel, grünes Meer, schwarzes Boot, rote Fischermütze.

Bei dem Versuch des Geschäftsmannes sich eine Zigarette anzuzünden, macht das Feuerzeug immer wieder ein klickendes Geräusch. Klick. Klick und nochmal Klick. Das Geräusch weckt den Fischermann, der sich daraufhin streckt.

Der Geschäftsmann beobachtet die Szene und sagt: „ Sie werden heute einen guten Fang machen.“ Daraufhin schüttelt der Fischer den Kopf. Verwundert hakt der Geschäftsmann nach: „Man hat mir aber gesagt, dass die Bedingungen heute optimal sind.“ Noch überraschter ist der Geschäftsmann, als der Fischer daraufhin noch etwas schläfrig nickt und entgegnet: „Sie werden also nicht rausfahren? Geht es ihnen nicht gut?“

Endlich beginnt der Fischer zu sprechen: „ Ich fühle mich großartig. Ich habe mich nie besser gefühlt.“ Nun steht der Fischer endlich auf und reckt sich. Immer noch verwirrt lässt der Tourist nicht locker: „Warum wollen sie nicht rausfahren? Sie werden einen guten Fang machen!“ Der Fischer in aller Seelenruhe: „Ich bin heute am Morgen schon rausgefahren und war erfolgreich: 4 Hummer und 2 Makrelen. Also muss ich nicht nochmal rausfahren.“

Das Verlangen nach Mehr

Dem Geschäftsmann auf die Schulter klopfend ergänzt er: „Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug.“ Eifrig versucht der Geschäftsmann ihn mit folgenden Worten zu belehren: „Stellen Sie sich das einmal vor. Wenn sie heute noch ein zweites, drittes und viertes Mal rausfahren würden, würden sie bestimmt 3 Dutzend Makrelen fangen.

Mit der richtigen Arbeitseinstellung hätten sie dann in spätestens einem Jahr einen Motor und kurz darauf ein zweites Boot. Mit den Umsätzen würde dann in Windeseile in Kutter hinzukommen. Jetzt wird es erst richtig spannend! Mit 2 Booten und einem Kutter…“

Der Geschäftsmann verschluckt sich fast vor Aufregung. „Sie könnten entweder ihr eigenes Fischrestaurant eröffnen, ihre eigene Konservenfabrik und den Hummer direkt nach Paris exportieren! Sie wären schnell stinkreich! Und dann…“

„Was dann?“ entgegnet der Fischer. Der Geschäftsmann: „ Dann könnten Sie hier in der Sonne sitzen und beruhigt auf das Meer rausblicken und Sie müssen nicht mehr arbeiten.“ Der Fischer fängt herzlich an zu lachen und sagt: „ Diese Touristen immer. Was meinen Sie, was ich bis gerade getan habe. Ich habe im Boot gelegen und beruhigt geträumt. Nur ihr Klicken hat mich geweckt.“

Nachdenklich ging der Tourist fort. Er hatte immer geglaubt, dass er arbeitete. Damit er irgendwann nicht mehr arbeiten muss. Nun empfindet er kein Mitleid mit dem Fischer-nur etwas Neid.

Minimalismus 101: Materialismus

Materialismus

Minimalismus stellt die Frage:

Wenn du bist, was du hast und verlierst, was du hast- Wer bist du dann?- Erich Fromm

Wir leben in einer Welt, in der mehr oft als besser angesehen wird. Wir konsumieren mehr, wir produzieren mehr und wir machen mehr als je zuvor.

Irgendwann stoßen wir jedoch an Grenzen. Es gibt nur eine bestimmte Menge an Dingen, die wir tun oder konsumieren können. Es gibt eine endliche Anzahl von Stunden an einem Tag, und sobald wir diese Grenze für unsere Produktion erreicht haben, können wir nicht mehr tun.

Viele Menschen sehen diese Grenzen als Probleme, während andere sie als eine Herausforderung sehen: Wie kann ich mehr in meinen Tag pressen? Wenn ich meine Zeit effektiv umsetze und lerne, produktiver zu sein, kann ich in der begrenzten Anzahl von Stunden, die mir zur Verfügung stehen, mehr erledigen?

Das Problem mit dem ständigen Versuch, die Lautstärke zu erhöhen, ist, dass es nicht immer die besten Ergebnisse liefert. Eine große Anzahl von Dingen zu tun bedeutet nicht, dass du etwas Sinnvolles getan hast. An dieser Stelle greift Minimalismus ein.

Die große Verheißung unbegrenzten Fortschritts – die Aussicht auf Unterwerfung der Natur und auf materiellen Überfluß, auf das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl und auf uneingeschränkte persönliche Freiheit. Das war es, was die Hoffnung und die Zuversicht von Generationen seit Beginn des Industriezeitalters aufrechterhielt.

(…)

Leben erst alle in Wohlhabenheit und Komfort, dann, so nahm man an, werde jedermann schrankenlos glücklich sein. Diese Dreieinigkeit von unbegrenzter Produktion, absoluter Freiheit und uneingeschränktem Glück bildete den Kern der neuen Fortschrittsreligion, und eine neue irdische Stadt des Fortschritts ersetzte die »Stadt Gottes«.- Erich Fromm in Haben oder Sein

Warum hat sich die Große Verheißung nicht erfüllt?

Daß sich die „Große Verheißung“ nicht erfüllt hat, liegt, laut Fromm daran, dass einige psychologischen Prämissen des Systems selbst falsch sind. Darunter vor allem der Hedonismus.

1. daß das Ziel des Lebens Glück, d. h. ein Maximum an Lustempfindungen sei, auch definiert als die Befriedigung aller Wünsche oder subjektiven Bedürfnisse, die ein Mensch haben kann (radikaler Hedonismus)-Fromm

Von mehr Haben zu mehr Sein

Minimalismus

Am wichtigsten ist, dass wir erkennen, dass wir Dinge kaufen, damit sie uns- dienen, nicht umgekehrt. Schau dich um. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du mindestens zwanzig oder dreißig Elemente in deiner direkten Sichtlinie findest Was ist das Zeug? Wie ist es dorthin gekommen? Was ist seine Aufgabe?

Beginnen wir mit der einfachsten Kategorie: nützliche Dinge. Dies sind die praktischen und funktionellen Dinge, die uns helfen, Dinge zu erledigen. Einige von ihnen sind überlebenswichtig. andere machen unser Leben ein wenig leichter. Es ist verlockend zu denken, dass all unsere Sachen nützlich sind.

Ah, aber denke daran: um nützlich zu sein, muss ein Gegenstand verwendet werden. Das ist der Haken: Die meisten von uns haben viele nützliche Dinge, die wir einfach nicht benutzen.

Manche Unternehmen haben ihre ganze Unternehmensphilosophie darauf aufgebaut und verkaufen Dinge, die irgendwann einmal nützlich sein könnten. Mir wurde Tuperware zum Beispiel einfallen.

Aber mehr Zeug bedeutet auch mehr Stress und mehr Dinge, um die wir uns kümmern müssen. Mit all der Zeit, dem Geld und der Energie, die sie uns abverlangen, kann es schnell passieren, dass unsere Sachen uns besäßen- statt umgekehrt.

Was wäre, wenn dir eine fabelhafte, einmalige Gelegenheit geboten würde – aber du müsstest in drei Tagen über den halben Globus fliegen, um es anzunehmen? Würdest du voller Aufregung sein und anfangen, Pläne zu machen? Oder würdest du dich in deinem Haus umsehen und dir Sorgen machen, wie du alles rechtzeitig packen kannst?

Die Denkweise des Minimalismus wäre an dieser Stelle: Dinge können auch Anker sein.

„Viele Menschen benutzen das Geld, das sie nicht haben, für den Einkauf von Dingen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen.“ – Walter Slezak

Hedonistische Anpassung

hedonistische anpassung

Bildquelle: medium.com

Kannst du dich an eine Zeit erinnern, in der du über eine Sache fantasiert hast und darüber geträumt hast, aber zum Zeitpunkt, als du es bekommen hast, warst du lange nicht so glücklich, wie du gedacht hättest und die Emotion war lange nicht so intensiv, wie gedacht ?

Erinnere dich beispielsweise an ein Geschenk aus der Kindheit, das du unbedingt haben wolltest. aber dann als du es bekommen hast, ignoriert hast. Warum passiert das?

Unter der hedonistischen Tretmühle auch bekannt als hedonistische Adaption versteht man die Tendenz der Menschen nach einem stark positiven oder negativen Ereignis relativ schnell wieder zu einem stabilen Glückslevel zurückzukehren.

Das Glück relativ zu sein scheint, ist eine uralte Annahme. Doch trotz der Bedeutung dieser Aussage für die Philosophie und die Gesellschaft gab es keine empirischen Studien zu diesem Thema bis zum 20. Jahrhundert. Im Jahr 1978 haben Brickman, Coates & Janoff-Bulman eine Studie durchgeführt, um die Annahme zu prüfen, dass bedeutsame Ereignisse langfristig geringe Effekte auf das subjektive Glück haben.

Um diese Annahme zu testen, wurden diverse Studien durchgeführt. In der Studie verglichen sie das Glück von drei Gruppen: eine Gruppe von Lotteriegewinner, eine Gruppe von Menschen, die durch einen Unfall gelähmt wurden und einer Kontrollgruppe. Die Stichprobe bestand aus drei Gruppen: 22 Lotteriegewinner, 18 gelähmte Menschen und 22 Personen aus einer Kontrollgruppe. Mit allen Versuchsteilnehmern wurden Kurzinterviews durchgeführt.

Das Ziel war, das jetzige, das vergangene und das erwartete Glück, sowie die empfundene Freude bei alltäglichen Aktivitäten zu erfassen. Dafür wurde einer 6-Punkte-Skala benützt, wobei 0 der niedrigste und 5 der höchste Wert war. Die Zeit zwischen dem Interview und dem kritischen Ereignis (Lotteriegewinn bzw. Unfall) betrug zwischen einem Monat und einem Jahr.

Schlussfolgerungen aus den Studien von Brickman, Coates & Janoff-Bulman

Sie kamen zu drei Schlussfolgerungen:

Lotteriegewinner haben weniger Freude an alltäglichen Ereignissen als die Kontrollgruppe. Dieser Effekt kann durch „Adaptations-Niveau-Theorie“ von H. Helson erklärt werden und führt zu der überraschende Tatsache, dass Lotteriegewinner in der Regel nicht glücklicher sind als Menschen, die nicht in der Lotterie gewonnen haben.

Der Glückslevel nach einmal sehr starken Einzelereignis sprang wieder auf den zuvor bestehenden Ursprungszustand zurück
Die insgesamt positive oder negative Auswirkung eines einzigen positiven oder negativen Ereignisses sollte nicht überschätzt werden.

Auch wenn es ein kurzfristiges Hoch in den Glücksgefühlen ist, wird es wieder zum ursprünglichen Setpoint zurückspringen. Egal ob du ein neues Haus kaufst, den Job verlierst, einen Unfall erleidest oder Geld im Lotto gewinnst, nach kurzer Zeit kehrt man wieder zu diesem Setpoint zurück.

Warum Vergnügen und Hedonismus blendet- ein Gedankenexperiment

Hedonismus

Es braucht keinen Raketenwissenschaftler, um zu erklären, warum diese Art von Verzerrung, das Mehr besser ist, evolutionär in die menschliche Erwartung eingebaut wird.

Also ist es legitim, als eine Art Gedankenexperiment einmal Gott zu spielen. Wenn du Organismen entwerfen würdest, die (unterbewusst) das primäre Ziel haben ihren Gene gut zu verbreiten:

  • Wie würdest du ihre Gehirne entwerfen, um sie dazu zu bringen, diese Ziele zu verfolgen?
  • Wie würdest du sicherstellen, dass sie Mehr wollen?
  • Denk einmal kurz ein paar Sekunden darüber nach!

    Ich behaupte, dass mindestens drei grundlegende Prinzipien des Designs sinnvoll sind:

    1. Das Erreichen dieser Ziele sollte Freude bereiten, da Tiere, einschließlich Menschen, dazu neigen, Dinge zu verfolgen, die Freude bereiten.

    2. Das Vergnügen sollte nicht für immer dauern. Wenn das Vergnügen schließlich nicht nachlässt, würden wir uns nicht darum bemühen. Unsere erste Mahlzeit wäre unsere letzte, denn der Hunger würde niemals zurückkehren. So auch beim Sex: ein einziger Akt des Geschlechtsverkehrs und dann ein Leben lang im Nachglühen. Das ist keine Möglichkeit, möglichst viele Gene in die nächste Generation zu bekommen!

    3. Das Gehirn des Geschöpfs sollte sich mehr auf die Tatsache konzentrieren, dass das Vergnügen das Erreichen eines Ziels begleiten wird, als auf die Tatsache, dass sich das Vergnügen kurz darauf auflösen wird.

    Wenn du dich auf (1) konzentrierst, wirst du Dinge wie Essen und Sex und sozialen Status mit ungetrübter Begeisterung verfolgen, während du, wenn du dich auf (2) konzentrierst, anfängst, Ambivalenz zu fühlen.

    Das Leben ist duhkha

    dukkha

    Wenn wir diese drei Prinzipien des Designs zusammenbringen, erhalten wir eine ziemlich plausible Erklärung für die menschliche Situation, wie sie vom Buddha diagnostiziert wurde.

    Irgendwie grausam, aber was sollen wir von der natürlichen Auslese erwarten? Die natürliche Auslese "will" uns schließlich nicht glücklich machen; es "will" nur, dass wir produktiv sind und Nachkommen produzieren. Und der Weg, uns produktiv zu machen, ist, die Vorfreude auf das Vergnügen sehr stark zu machen, aber das Vergnügen selbst nicht sehr lange anhalten zu lassen.

    In den Vier Edlen Wahrheiten des Buddha heißt es, das Problem, dem sich der Buddhismus gegenüber gestellt sieht, sei das Leiden. Auf den ersten Blick mag die erste der Vier Edlen Wahrheiten ziemlich deprimierend wirken. Wenn viele Menschen hören oder lesen, neigen sie dazu, den Buddhismus als übermäßig pessimistisch zu betrachten.

    Dieses Wort Duhkha, das wir als „Leiden" wiedergeben, ist am besten durch sein Gegenteil zu verstehen- Suhkha. Suhkha steht für „Süße" und für „Erfreuliches". Duhkha ist sein Gegenteil, das Bittere, Unerfreuliche.

    Dukkha wird also am besten als ein allgegenwärtiges Gefühl verstanden, dass etwas nicht stimmt: dass das Leben besser sein könnte, wenn die Umstände anders wären. Oder dass wir glücklicher wären, wenn wir jünger, dünner oder reicher wären, in einer Beziehung oder Single. Die Liste der Miseren geht weiter und weiter.

    Glück = Lieben, was ist

    Sei zufrieden mit dem, was du hast. Freue dich an den Dingen, wie sie sind. Wenn du feststellst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.
    -LAO TZU

    Das wahre Glück ist es, die Gegenwart zu genießen, ohne ängstliche Abhängigkeit von der Zukunft, um uns nicht mit den Hoffnungen oder Ängsten zu quälen, sondern sich mit dem zufrieden zu sein, was wir haben. Ein weiser Mann begnügt sich mit seinem Los, was auch immer es sein mag, ohne zu wünschen, was er nicht hat. -SENECA

    Versuche nicht dein Glück davon abhängig zu machen, dass Ereignisse in einer Weise passieren, wie du es willst, sondern strebe danach, dass du glücklich werden kannst, mit dem, was geschieht.
    - Epiktet

    The desire for more positive experience is itself a negative experience. And, paradoxically, the acceptance of one’s negative experience is itself a positive experience. This is a total mind-fuck. So I’ll give you a minute to unpretzel your brain and maybe read that again: Wanting positive experience is a negative experience; accepting negative experience is a positive experience.- Mark Manson

    Lass mich einmal den bescheidenen Versuch unternehmen mich in die Reihe der großen Denker einzureihen und ein Zitat beizusteuern: Krankhaftes Verlangen nach Mehr ist ein Vertrag, den du mit dir selbst schließt, erst wieder glücklich zu sein, wenn du das Begehrte erreicht hast.

    Essentialismus

    Minimalismus 101: Singletasking > Multitasking

    Wer zwei Hasen gleichzeitig jagt, fängt keinen.- russisches Sprichwort

    Der dramatische Leistungsabfall, der durch Ablenkung verursacht wird, ist eine Folge der Unfähigkeit unseres Gehirns zum Multi-Tasking. Entgegen der landläufigen Meinung können Menschen nicht parallel für mehrere Aufgaben gleichzeitig vollbringen.

    Wenn jemand versucht, beide diese Dinge gleichzeitig zu tun, multitaskt er nicht, sondern wechselt einfach ganz schnell zwischen den beiden kognitiv anspruchsvollen Aufgaben.

    Aber ein häufiges Umschalten zwischen neuronalen Netzwerken wie es auftritt, wenn man mit Interferenzen von modernen Technologien überflutet wird, verursacht erhebliche Kosten. Wie Gazzley im Buch „The distracted mind sagt“:

    "Dieses Versagen unseres Gehirns, auf neuraler Ebene wirklich Multitasking zu betreiben, stellt eine große Einschränkung unserer Fähigkeit dar, unsere Ziele zu erreichen. Der Vorgang des neuronalen Netzwerkswechsels ist mit einer Verringerung der Genauigkeit verbunden, oft für beide Aufgaben, und mit einer Zeitverzögerung im Vergleich zur Ausführung einer Aufgabe nach der anderen."

    Es ist genau wie bei Computer: Je mehr Tasks gleichzeitig ausgeführt werden, desto mehr RAM- Speicher verbraucht er. Ergo: Er wird langsamer.

    Minimalismus und deep work

    Auch in unserer Wirtschaft wird die Fähigkeit des Fokus und sich auf den Minimalismus zu beschränken immer schwieriger.

    Die Deep Work-Hypothese: Die Fähigkeit, tiefgehende Arbeit zu leisten, wird immer seltener, und gleichzeitig wird sie in unserer Wirtschaft immer wertvoller. Als Konsequenz werden die Wenigen, die diese Fähigkeit kultivieren und sie dann zum Kern ihres Arbeitslebens machen, wachsen.

    Deep Work: Professionelle Aktivitäten in einem Zustand der ablenkungsfreien Konzentration, bei der unsere kognitiven Fähigkeiten an ihre Grenzen stoßen. Diese Bemühungen schaffen neuen Wert, verbessern unsere Fähigkeiten und sind schwer zu replizieren.

    Minimalismus und Ego-depletion

    Es gibt keine perfekten Lösungen, sondern es gibt nur Kompromisse. Oder um es mit den Worten von Tim Ferriss zu sagen: Wir müssen regelmäßig kleine schlechte Dinge passieren lassen, um die wirklich großen Dinge geschafft zu bekommen.

    Wir können nicht effektiv sein, wenn wir unseren Fokus in 6000 Richtungen streuen. Daher ist es uns unsere höchste Priorität unsere Fähigkeit zur Priorisierung zu schützen. Unsere Willenskraft ist nämlich wie eine Batterie, die mit jeder Entscheidung an Kraft verliert.

    Ein Experiment zur Willenskraft

    Eine Studie von Baumeister zeigt, wie leicht es ist, unsere Willenskraft zu schwächen.
    Die eigentliche Untersuchung wurde als Geschmackstest getarnt und die Teilnehmer sollten mit leerem Magen erscheinen. Auf dem Tisch im Versuchsraum stand sowohl eine Schale mit Radieschen als auch eine Schale mit duftenden Keksen.

    Nur einem Drittel der Teilnehmer wurde es gestattet, die dampfenden Kekse zu essen, während ein weiteres Drittel lediglich die Radieschen verputzen durfte. Das übrige Drittel der Teilnehmer diente als Kontrollgruppe.

    Das unlösbare Rätsel und die Rolle der Willenskraft

    Anschließend wurden die getesteten Personen in einen weiteren Raum geführt, wo sie ein Rätsel lösen sollten. Die Gemeinheit: Das Rätsel war unlösbar, weshalb die Teilnehmer zwangsläufig irgendwann aufgaben.

    Die Forscher stellten ja nach Gruppe jedoch einen großen Unterschied in der durchschnittlichen Versuchszeit fest. Woran lag das?

    Wirklich bemerkenswert war folgende Beobachtung:

    Die Probanden der Keksfraktion hielten durchschnittlich 19 Minuten durch. Doch die Teilnehmer der Radieschen-Gruppe, denen der Genuss der Kekse verwehrt blieb, gaben schon nach durchschnittlich 8 Minuten auf.

    Roy Baumeister Studie

    Fazit

    Die Theorie, dass mentale Anstrengung unsere Willenskraft negativ beeinflussen kann, wird Selbsterschöpfung (Ego Depletion) genannt:

    Wenn Baumeister mit seiner Theorie Recht hat, dann ist unsere Fähigkeit zur Selbstkontrolle beschränkt. Sie ist abhängig davon, in wieweit unsere mentale Energie zum jeweiligen Zeitpunkt aufgebraucht ist.

    Wenn unsere Willenskraft einmal erschöpft ist, weil wir aktiv einer Versuchung widerstehen mussten, dann fehlt diese Willenskraft an anderer Stelle. Ein anderer Grund Minimalismus auch auf unsere Aktivitäten anzuwenden.

    Minimalismus in Bezug aufs Lernen und persönliche Wachstum

    persönliches Wachstum

    Die Weisheit des Lebens besteht in der konstanten Eliminierung des Nicht-Essentiellen
    -Lin Yutan

    Das Wort Priorität fand erst in 1400ern ihren Weg in die deutsche Sprache. Es existierte nur im Singular. Es bedeutete das Erste oder vorrangige Ding. Erst in den 1900er Jahren pluralisierten wir den Begriff und begannen, über Prioritäten zu sprechen.

    Doch das verzerrt die Bedeutung des Begriffes. Es kann nicht mehrere Sachen geben, die am Wichtigsten sind, sondern nur- du hast es erfasst- eine.

    Aber wenn wir versuchen, alles zu tun und alles zu haben, finden wir uns Kompromisse an den Rändern, die wir niemals als unsere absichtliche Strategie annehmen würden.

    Wenn wir nicht gezielt und bewusst wählen, wo wir unsere Energien und Zeit konzentrieren wollen, werden andere Leute - unsere Chefs, unsere Kollegen, unsere Klienten und sogar unsere Familien - für uns wählen, und schon bald haben wir alles aus den Augen verloren. Wir können unsere Entscheidungen bewusst machen oder den Agenda anderer Menschen erlauben, unser Leben zu kontrollieren.

    Anstatt auf den sozialen Druck zu reagieren, der dich in eine Million Richtungen zieht, lernst du einen Weg des Reduzierens, Vereinfachens und der Elimination des Nicht-Essentiellen.

    Minimalismus- Haben oder Sein

    Studenten, die aufs Haben hin orientiert sind, hören einer Vorlesung zu, indem sie auf die Worte hören, ihren logischen Zusammenhang und ihren Sinn erfassen und so vollständig wie möglich alles in ihr Notizbuch aufschreiben, so daß sie sich später ihre Notizen einprägen und eine Prüfung ablegen können.

    Aber sie denken nicht über den Inhalt nach, sie nehmen nicht dazu Stellung, das Gebotene wird nicht Bestandteil ihrer eigenen Gedankenwelt, es bereichert und erweitert diese nicht. Sie pressen das, was sie hören, in starre Gedankengerüste oder ganze Theorien, die sie speichern.

    Inhalt und Student bleiben einander fremd, außer daß jeder dieser Studenten zum Eigentümer bestimmter, von einem anderen getroffenen Feststellungen geworden ist (die dieser entweder selbst geschaffen hat oder aus anderen Quellen schöpfte).

    Diese Studenten haben nur ein Ziel: das »Gelernte« festzuhalten, entweder indem sie es ihrem Gedächtnis einprägen oder indem sie ihre Aufzeichnungen sorgsam hüten. Sie brauchen nichts Neues zu schaffen oder hervorzubringen;

    Für Studenten im »Seinsmodus« hat der Lern Vorgang eine völlig andere Qualität. Zunächst einmal gehen sie zu der Vorlesung, selbst der ersten einer Reihe, nicht als tabula rasa. Sie haben über die Thematik, mit der sich der Vortrag beschäftigt, schon früher nachgedacht; es beschäftigen sie bestimmte Fragen und Probleme.

    Der Vorgang des Zuhörens ist ein lebendiger Prozeß; der Student nimmt die Worte des Lehrers auf und reagiert spontan auf das Gehörte. Er hat nicht bloß Wissen erworben, das er nach Hause tragen und auswendig lernen kann. Jeder Student ist betroffen und verändert worden: Jeder ist nach dem Vortrag ein anderer als davor.- Erich Fromm

    Etymologie : Interesse und Information

    Ich möchte zumindest kurz auf das Wort »Interesse« eingehen, das durch Abnützung farblos geworden ist. Seine ursprüngliche Bedeutung ist jedoch in seiner Wurzel enthalten:

    Lat. inter-esse, d. h. »dazwischen sein«.

    Auch die Etymologie des Worts „In-formation“ gibt Auskunft über die minimalistische Sinn des Essentialismus/ Minimalismus.

    Im optimalen Sinn nutzt du das Gelernte um dich selbst zu trans-formieren. Durch den In-put formiert sich deine Persönlichkeit oder deine Sicht auf die Welt. Daher ist das Wort In-formation im minimalistischen Sinne wörtlich zu nehmen.

    Minimalismus 101: Werte

    Held

    Fast alles ist Lärm und nur sehr wenige Dinge sind außergewöhnlich wertvoll und essentiell. Das ist der Grund, warum wir herausfinden wollen, was UNS am wichtigsten ist.

    Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie man bestimmt, welche Entscheidungen jetzt wirklich die Richtigen sind. Auch hier gibt es nicht die eine richtige Antwort, sondern ich kann dir nur einige Denkanstöße an die Hand geben:

    Minimalismus: Die Macht der extremen Kriterien

    Derek Sivers hat meiner Meinung nach den besten Leitfaden dazu gegeben. Sein einfacher Leitspruch ist: „If it is not a hell yeah, it a no“(Wenn deine Antwort nicht „Ja zur Hölle“ lautet, bedeutet das „Nein“).

    Es gibt kein Zwischending. Das kannst du auf alle Bereich deines Lebens anwenden: Menschen in deinem Umfeld, private Projekte und Geschäfte zum Beispiel. Man sieht überall immer neue Chancen, aber der genauste Kompass für das, was du wirklich willst, ist deine Intuition. Lieb es oder lass es !

    Das erste Mal habe ich von diesem Konzept im Buch der 5 Ringe “gelesen - Da heißt es: Ein Krieger zieht nur ungern sein Schwert, aber wenn er es einmal zieht, ist er bereit zu töten. Das trifft die Philosophie des Essentialismus meiner Meinung nach hervorragend.

    Durch die Anwendung härterer Kriterien können wir in die anspruchsvolle Suchmaschine unseres Gehirns umprogrammieren. Wenn wir nach "einer guten Gelegenheit" suchen, dann finden wir Dinge, die in Ordnung sind. Aber niemand will ein Leben, das In Ordnung ist.

    Jedes Ja zieht auch ein Nein mit sich

    Je mehr wir darüber nachdenken, was wir aufgeben, desto leichter ist es Nein zu sagen. Wenn wir keinen klaren Sinn für die Opportunitätskosten haben - mit anderen Worten, den Wert dessen, was wir aufgeben - dann ist es besonders leicht, in die Falle zu tappen, dass wir glauben immer alles erledigen zu können.

    Denk daran: Nein ist ein vollständiger Satz.Selbst gewählte Grenzen sind eine Stärkung. Forderungen und Belastungen von anderen, lenken davon ab selbst die Initiative zu ergreifen und zu handeln.

    Wenn du dein Leben nicht priorisierst, wird jemand anderes es tun. Der Essentialist bzw. Minimalist erkennt nicht nur die Macht der Wahl, er feiert sie. Der Essentialist weiß, dass wir, wenn wir unser Wahlrecht aufgeben, indem wir permanent per Smartphone erreichbar sind, anderen nicht nur die Macht, sondern auch die ausdrückliche Erlaubnis geben, für uns zu wählen.

    Das ist grundlegende Wertvorstellung des Essentialismus / Minimalismus: Nicht nur das "Nein" kommt mit einem Preis, sondern auch das "Ja", weil es dich davon abhält das zu machen, was du wirklich willst und dein Leben nach deinem eigenen Design statt nach den Regeln und Standards anderer zu leben.

    Eine Maxime, die ich mir persönlich an dieser Stelle zueigen gemacht habe ist „ Mut oder Komfort“ oder die Frage: „Was würde mein perfektes Ich jetzt tun?“.

    Auch im Englischen setzt sich das Wort „decision“( Entscheidung) aus den lateinischen Worten de(von) und caedere (schneiden) zusammen. Das, was jetzt interessant daran ist, ist die Tatsache, dass eine wahre Entscheidung bedeutet dich dazu zu verpflichten, indem du alle anderen Entscheidungen abschneidest und stur deinen Weg der Wahl verfolgst.

    Die Diskrepanz von Opferbereitschaft und Verlangen

    opferbereitschaft

    Wenn du andere Menschen fragst, was sie vom Leben wollen und ihre Antwort ist: " Ich will einfach glücklich sein, eine großartige Familie haben und einen Beruf, den ich mag.", dann ist diese Antwort, die ich früher übrigens auch immer gegeben habe, so allgemein und standardmäßig geworden, dass sie beinahe inhaltsleer ist.

    Jeder will sich gut fühlen. Jeder möchte ein einfaches unbeschwertes Leben führen, sich verlieben, großartigen Sex und Beziehungen haben, ein perfektes Aussehen haben, eine Menge Geld verdienen und Respekt genießen.
    Logisch. Jeder will das.

    Viel interessanter ist jedoch die Frage: Welche Dinge sind mir so viel Wert, dass ich dafür ein wenig Schmerz auf mich nehme?

    Was viel eher die Richtung deines Lebens bestimmt als die Frage: "Woran findest du Gefallen?" ist die Frage: " Für welche Sache oder für welche Menschen bist du bereit Schmerz und Unbequemlichkeit auf dich zu nehmen?"

    Ich will dir nicht sagen, was falsch oder richtig ist, sondern DICH fragen: Was bedeutet dir so viel, dass du bereit bist dafür Unbequemlichkeit und Leid auf dich zu nehmen?

    Benjamin Franklins Persönlichkeitsentwicklungsprogramm: Woran misst du dein Leben?

    Nur was gemessen wird, wird verbessert.-Peter Drucker

    Die 13 Tugenden: Als Benjamin Franklin ein alter Mann war, enthüllte er sein Geheimnis seines erfüllten und erfolgreichen Lebens. Es war, sagte er, eine Technik, die er in seinen Zwanzigern erfunden hatte, um seine Persönlichkeit zu verbessern.

    Der Ansatz, den Franklin zum Aufbau eines guten Charakters anwandte, begann mit der Identifizierung seiner wesentlichen Eigenschaften. Franklin war sich bereits klar über die Charaktereigenschaften, die ihn interessierten, die er "die moralischen Tugenden" nannte. Als er jedoch eine Liste von ihnen aufstellte, stieß er auf das terminologische Problem: Die englische Sprache schloss mehr oder weniger Ideen unter demselben Namen ein. In Franklins Fall entschied er der Klarheit wegen seine Tugenden auf 13 zu begrenzen und legte kurze Erklärungen fest.

    Nachdem er seine Liste aufgestellt hatte, begann Franklin sofort methodisch. Er erkannte, dass er diese Tugenden nicht auf einmal erwerben konnte und machte sich daran, sie einzeln zu erwerben. In dem Glauben, dass "der vorherige Erwerb von einigen den Erwerb bestimmter anderer erleichtern könnte", ordnete er sie in dieser bestimmten Reihenfolge an: "Mäßigkeit zuerst, da sie dazu hilft die Kühle und Klarheit des Geistes hervor zu bringen.“

    Was Franklin besonders im Sinn hatte, als er mit dem Fokus auf Mäßigkeit anfing, war, dass er aufhörte in Kneipen zu trinken, was ihn in der Vergangenheit vom Weg abgebracht hatte. Also konzentrierte er sich in der ersten Woche seines Programms auf Mäßigkeit.

    Er fuhr dann weiter in der Liste fort und vervollständigte alle 13 in einem Vierteljahr und begann dann wieder von vorne. Tag für Tag hielt er seinen Fortschritt in einem winzigen Buch fest, in dem er durch einen kleinen schwarzen Punkt jeden Fehler, den er bei jeder Verletzung einer Tugend, kennzeichnen konnte.

    Er fand diese tägliche Aufzeichnung extrem lohnenswert. Auf der einen Seite war er überrascht, "mehr Fehler zu machen, als er es sich vorgestellt hatte", auf der anderen Seite freute er sich über »die Genugtuung, sie vermindert zu sehen.« Aber trotz seiner Fortschritte kehrte Franklin von Zeit zu Zeit immer wieder zum Programm zurück und trug seine Liste immer im Alter mit sich herum.

    Bei der Beurteilung dieser lebenslangen Praxis kam er zu dem Schluss:

    "Obwohl ich nie die Perfektion erreicht hatte, die ich so ehrgeizig versucht hatte zu erreichen, aber weit hinter ihr zurückblieb, war ich durch die Bemühungen ein besserer und glücklicherer Mann als ich gewesen wäre, wenn ich es nicht versucht hätte."

    Für Franklin bedeutete dies, dass er seinen eigenen Charakter aufbauen konnte, indem er an den Tugenden arbeitete, die am dringendsten zu verbessern schienen. Er glaubte auch, dass ein guter Charakter seine Eintrittskarte für Produktivität und Glückseligkeit sei.

    Franklin war nicht allein in diesem Glauben. Im Laufe der Jahrhunderte haben Philosophen und religiöse Führer die Entwicklung eines guten Charakters gefördert. Was Franklin vor allem von seinen Vorgängern unterschied, war seine ausgefeilte praktische Methode zur Selbstverbesserung.

    Statt einfach nur Lobeshymnen von Tugenden zu singen, schrieb Franklin eine persönliche To-Do-Liste und einen Schritt-für-Schritt-Plan, um jeweils an einer Tugend zu arbeiten.

    Das Ergebnis war ein Persönlichkeitsprogramm war rückblickend scheinbar sehr effektiv. Im Laufe der Jahre zogen Franklins Ideen über den Charakter viele Bewunderer an.

    Er hatte auch einige Kritiker, die mit der Liste der moralischen Tugenden nicht übereinstimmten, die er hervorhob. Trotz dieser Meinungsverschiedenheiten teilten die meisten Amerikaner, die im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert lebten, die Ansicht, dass der Charakter der wichtigste Teil der Persönlichkeit sei - und der Teil, der durch bewusste Anstrengung verbessert werden könne.

    Und wie bestimme ich jetzt im Sinne des Minimalismus das Essentielle?

    Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig.- frei nach Seneca

    Schockierend ist besonders, wie viel Zeit wir für Dinge verschwenden, die wir eigentlich gar nicht tun wollen. Ich lade sich zu folgendem Experiment ein. Versuche eine Woche jeden Tag deine Zeit zu tracken.

    Was hast du wann gemacht? Sei sehr penibel und tracke jede Stunde deines Tages.
    Vergleiche die Ergebnisse mit deinen Werten. Passen deine Handlungen zu deinen Werten?

    Hier ein paar weitere Reflexionsfragen um im Rahmen des Minimalismus den Fokus auf das Essentielle zu lenken:

  • Wie sähe ein optimaler Tag in deinem Leben aus und was würdest du den ganzen Tag machen, wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen würden?
  • Was bedeutet dir so viel, dass du bereit bist dafür zu leiden?
  • Welche essentiellen Dinge müsste ich tun, um mein 10 Jahresziel in 6 Monaten zu erreichen?
  • Was ist die Veränderung, die du in der Welt sehen willst?
  • An welchen Tugenden möchtest du dein Leben messen?
  • Welche Gewohnheit müsstest du installieren, um die Eigenschaften zu kultivieren, die du haben willst?
  • Ist Minimalismus zu radikal?

    Ich will dir nicht meine Meinung aufzwingen. Es gibt bestimmt einige Menschen, den die Philosophie des Minimalismus zu radikal ist.

    Dennoch leben wir auch in einer Zeit der radikalen Ablenkung. Vielleicht macht es zumindest Sinn einmal darüber nachzudenken mehr zu existieren oder zu sein statt nur zu haben.

    existere – hervorstehen/ hervorstechen

    Schon per Definition bedeutet zu existieren hervor zu stechen und unter Umständen etwas anders zu machen. Vielleicht kann der Fokus auf das Sein statt auf das Haben am besten durch ein Symbol verdeutlicht werden, das ich Max Hunziger verdanke:

    Ein blaues Glas erscheint blau, weil es alle andern Farben absorbiert und sie so nicht passieren lässt. Das heißt, wir nennen ein Glas blau, weil es das Blau gerade nicht in sich behält. Es ist nicht nach dem benannt, was es besitzt, sondern nach dem, was es verströmt.

    Nur in dem Maße, in dem wir den Modus des Habens bzw. des Nichtseins abbauen (das heißt aufhören, Sicherheit und Identität zu suchen, indem wir uns an das anklammern, was wir haben, indem wir es »besitzen«, indem wir an unserem Ich und unserem Besitz festhalten), können wir uns dem Seinsmodus nähern.

    Die besten Bücher zum Minimalismus

    # 1 Minimalismus -Buch: Essentialism: The Disciplined Pursuit of Less:



    #2 Minimalismus -Buch: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert



    #3 Minimalismus -Buch: Less is More: Von der Freude des Weglassens



    #4 Minimalismus -Buch: Haben oder Sein: Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft



    # 5 Minimalismus -Buch: Weniger bringt mehr: Die Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken

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    1. […] das Selbst ist Teil eines größeren, bewussten, spirituellen Ganzen, das auch dem Selbst dient • minimalistische Lebensführung • Vereinigung von Fühlen und Wissen •türkise Lebenserfahrung zeigt, dass man nie alles wissen […]

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