Warum wir uns immer in den Falschen verlieben ( Amir Levine )- Zusammenfassung

Warum wir uns immer in den Falschen verlieben

Warum wir uns immer in den Falschen verlieben liefert eine wissenschaftliche Erklärung, warum einige Beziehungen gedeihen, während andere scheitern. Liebe und Wissenschaft scheinen eine komplizierte Mischung zu sein. In diesem bahnbrechenden Buch zeigt der Psychiater und Neurowissenschaftler Amir Levine, wie ein Verständnis der Bindungstheorie – der fortschrittlichsten Beziehungswissenschaft, die es heute gibt uns helfen kann, Liebe, Zugehörigkeit und Verbindung zu finden und zu erhalten.

Die Attachment-Theorie bildet die Grundlage für viele Bestseller-Bücher über die Eltern-Kind-Beziehungen, aber es gibt noch keinen zugänglichen Leitfaden zu dem, was uns diese faszinierende Wissenschaft über erwachsene romantische Beziehungen erzählen kann – bis zur Veröffentlichung von Warum wir uns immer in den Falschen verlieben

Wer ist Amir Levin?

Dr. med. Amir Levin arbeitet als Psychiater und Neurowissenschaftler in New York, wo er mit seiner Familie lebt. Er leitet Forschungsprojekte und betreibt eine eigene Psychotherapiepraxis. In Warum wir uns immer in den Falschen verlieben verfolgen Levine und Heller, wie evolutionäre und kindliche Einflüsse prägen, wer wir heute in unseren Beziehungen sind. Gemäß der Bindungstheorie verhält sich jede Person in Beziehungen auf eine von drei verschiedenen Arten, die im Buch Warum wir uns immer in den Falschen verlieben dargestellt werden.

Wer sollte Warum wir uns immer in den Falschen verlieben lesen?

• Alle, die herausfinden möchten, welcher Typ Partner zu ihnen passt
• Jeder, der die Dynamiken in seiner Beziehung besser verstehen möchte
• Menschen, die sich wundern, warum wir Menschen alle unterschiedlich viel Nähe brauchen

3 zentrale Erkenntnisse aus Warum wir uns immer in den Falschen verlieben

 Warum wir uns immer in den Falschen verlieben ( Amir Levine )- Zusammenfassung

Nähe und Intimität sind fundamentale menschliche Bedürfnisse, aber während manche kaum genug davon bekommen, vertragen andere sie in eher kleinen Dosen. Die Bindungsforschung ist ein Bereich der Psychologie, der typische Muster intimer Beziehungen analysiert.

1. Erkenntnis aus Warum wir uns immer in den Falschen verlieben : Jeder braucht Bindung, da es eine Voraussetzung für ein glückliches und gesundes Leben ist

Warum wir uns immer in den Falschen verlieben

Erinnerst du dich an das erste Mal, als du alleine zu Hause geblieben bist und deine Eltern zum Abendessen ausgegangen sind? Du warst nervös. Das liegt daran, dass du dich an deine Eltern gebunden fühlst. Bindung ist eine starke Emotion, die sich im Laufe der Zeit entwickelt und uns das Bedürfnis vermittelt, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Der Wunsch, an jemanden gebunden zu sein, ist eine genetische Veranlagung, die wir alle in uns tragen. Auch wenn unsere zunehmend individualistische Gesellschaft intime Beziehungen weniger wertzuschätzen scheint, bringen diese viele Vorteile mit sich. In einer Beziehung zu sein, gibt uns eine stärkere emotionale Basis, auf der wir stehen können und macht uns somit widerstandsfähiger gegenüber Stress.

In einem berühmten Experiment wurden verheirateten Frauen leichte Stromschläge versetzt. Während sie den Elektroimpuls als sehr intensiv empfanden, wenn sie alleine waren, war der physische Stress kaum noch nachweisbar, wenn ihre Partner ihre Hand hielten. Trotzdem lassen sich immer weniger Menschen auf langfristige Bindungen ein. Viele fürchten, die Abhängigkeit von einer anderen Person schränke sie ein und werde ihnen schnell zur Last. Empirisch gesehen ist genau das Gegenteil der Fall.

Wenn das Bedürfnis nach Bindung verankert, ist warum sind Beziehungen dann oft so kompliziert und schwierig zu führen?

2. Erkenntnis aus Warum wir uns immer in den Falschen verlieben : Welcher Bindungstyp bist du? Die 3 verschiedenen Bindungstypen erklärt

Menschen unterscheiden sich in ihrem Umgang mit Nähe und Bindung. Rachel Heller und Amir Levine haben drei verschiedene Arten von Bindungstypen erforscht, von denen einige besser zusammenpassen als andere. Die 3 zentra1en Bindungstypen sind:

  • 1. Der ängstliche Bindungstyp
  • Wenn du einen ängstlichen Bindungsstil hast, wirst du viel Zeit darauf verwenden, dir Sorgen zu machen, ob dein Partner dich liebt, ob er genug Zeit mit dir verbringt und was passiert, wenn er dich nicht innerhalb weniger Minuten zurückruft. Du willst dich ständig mit deinem Partner umgeben, willst, dass er/sie jederzeit erreichbar ist und nimmst vieles, was sie tun und sagen, sehr persönlich. Zärtlicher Körperkontakt ist ebenfalls ein fundamentaler Bestandteil der Beziehung, auf den ein ängstlicher Bindungstyp viel wert legt. Der ängstliche Bindungstyp ist eher empfindlich, wie die empirischen Daten belegen.

    Die Psychologen Chris Fraley und Paula Niedenthal zeigten den Probanden in ihrem Experimemt Filme, in denen der Gesichtsausdruck computeranimierter Personen sukzessive von neutral zu emotional und zurück wechselte. Sie beobachteten, dass ängstliche Bindungstypen die Veränderung der Mimik besonders frühzeitig und genau registrierten.
    Der ängstliche Typ versucht aufgrund seiner Verlustangst so viel Nähe wie möglich herzustellen und ist stark auf die Beziehung fixiert.

    Wenn der ängstliche Bindungstyp nicht auf die Nähe trifft, die er gerne hätte, reagiert er oft mit Protestverhalten, das sich in Eifersucht oder künstlich geschaffener Distanz manifestiert. Dahinter steht dennoch eigentlich nur der Wunsch die Aufmerksamkeit des Partners zu erlangen.

  • 2. Der vermeidende Bindungstyp
  • Der vermeidende Typ hingegen fühlt sich durch zu viel Nähe schnell in seiner Freiheit beschränkt. Große, emotionale Beziehungsentscheidungen wie das Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung oder das Heiraten sind oft schwierige Themen für sie, die sie nur ungerne ansprechen.

    Sie setzen meist klare Grenzen in der Beziehung und tun sich schwer damit, den Partner in den eigenen Freundeskreis oder die Familie zu integrieren. Dennoch ist der vermeidende Bindungstyp mehr auf Bindung aus als man denkt, da er unbewusst Zuwendung fordert und sein Bedürfnis nach Nähe eher leugnet. Das manifestiert sich oft in widersprüchlichen Signalen. Auch der vermeidende Bindungstyp hat emotionale Bedürfnisse. Statistiken zufolge sind vermeidende Bindungstypen in Beziehungen meist unglücklicher als andere Typen. Eventuell könnten sich vermeidende Bindungstyp vom sicheren Bindungstypen inspirieren lassen.

  • 3. Der sichere Bindungstyp
  • Der sichere Bindungstyp trifft meist das ideale Gleichgewicht. Eine sichere Person fühlt sich wohl mit der Intimität und teilt Gefühle, ohne ständig zu klammern. Ein sicherer Partner ist empirisch gesehen der beste Erfolgsgarant für eine glückliche Beziehung, sodass sichere Partner selten auf Probleme stoßen. In ihren Beziehungen gibt es selten Dramen und fliegende Gegenstände.

    Der sichere Bindungstyp wird nicht von unverhältnismäßigen Verlustängsten geplagt und fühlt sich selten in seiner Freiheit eingeschränkt. Er thematisiert Probleme offen und ehrlich und meistert Konflikte, in dem er bereit ist, Kompromisse einzugehen. Auch wenn niemand dich dazu zwingt dich verändert, ist es möglich sich von den Gewohnheiten des sicheren Bindungstypen inspirieren zu lassen und damit seine eigene Bindungsfähigkeit verbessert. Das kann durch folgende Gewohnheiten gesichert werden:

    • emotionalen Rückhalt für den Partner sichern
    • aufrichtiges Interesse an emotionalem Befinden deines Partners
    • Ermutigung Sorgen und Ängste zu teilen und deine Unterstützung anzunehmen
    • Kommunikation (auch über schwierige Themen)

    Schwierige Gesprächssituationen: Wie du ansprichst, was wirklich wichtig ist ohne auf Aggressivität zu stoßen

    Empirisch gesehen führen diese Menschen die glücklichsten Beziehungen Daher lohnt es sich an den Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu arbeiten, die dafür sorgen, dass der sichere Bindungstyp so erfolgreich ist.

    Welchen Bindungsstil hast du?

    Der Bindungstyp ist ein guter Indikator dafür, wie gut wir mit Nähe in intimen Beziehungen umgehen. Dieser sagt viel darüber aus, wie wir uns bei Konflikten verhalten, wie gut wir uns beim Sex fallen lassen können und was wir generell von Beziehungen erwarten. Forscher gehen davon aus, dass es so etwas wie eine genetische Präsdisposition gibt. Beispielsweise unterscheiden sich ängstliche und vermeidende Bindungstypen in bestimmten Abschnitten ihres genetischen Codes, die entscheidend auf die Entwicklung von Dopamin- und Serotoninrezeptoren einwirken. Diese wirken sich massiv auf unsere Gefühle und unser Sozialverhalten aus.
    Dennoch hat der Bindungstyp auch eine soziale Komponente, die durch Lebenserfahrungen beeinflusst wird. Wer bei fürsorglichen Eltern aufwächst, entwickelt mit höherer Wahrscheinlichkeit ein sicheres Beziehungsverhalten als Kinder distanzierter, unberechenbarer Bezugspersonen.

    Ich wette, du willst unbedingt herausfinden, welcher Bindungstyp du bist. Dieser Test wird dir dabei helfen können.

    3. Erkenntnis aus Warum wir uns immer in den Falschen verlieben : Klare Kommunikation ist der beste Umgang mit Beziehungskonflikten

    Warum wir uns immer in den Falschen verlieben

    Wer hätte es gedacht? Der beste Weg um zu garantieren, dass du in einer Beziehung glücklich bist, ist eine effektive Kommunikation. Die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu sagen, macht es für beide Partner viel einfacher. Das ist kein Aufruf keine Konflikte mehr zu haben. Konflikte gibt es in jeder Beziehung. Glückliche Paare unterscheiden sich von unglücklichen Paaren nicht darin, ob sie streiten, sondern wie sie es tun. Leider fällt der offene Umgang mit den eigenen Gefühlen gerade den ängstlichen und vermeidenden Beziehungstypen schwer.

    Während der ängstliche Beziehungstyp seine Bedürfnisse meist aus Angst vor Ablehnung unterdrückt und als Folge dessen mit Vorwürfen und Drohungen reagiert, ist der vermeidende Bindungstyp auf eine andere Art emotional überfordert. Er setzt auf emotionale Distanz. Wenn du selbst solche Rückzüge oder Eskalationen vermeiden möchtest, musst du deinem Partner klar kommunizieren, was du fühlst und brauchst. Teile deine Bedürfnisse offen und vorwurfsfrei mit. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass dein Partner sie telepathisch errät. Je besser er deine Gefühle versteht, desto besser kann er auf sie Rücksicht nehmen.

    Äußere deine Sorgen und Bedürfnisse (ohne Schuldzuweisungen oder Drama) und du wirst zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Du wirst dich besser fühlen, während dein Partner erleichtert ist, dass er nicht mehr raten muss, was falsch läuft. Es geht darum, einen Weg zu finden, deine Probleme auszudrücken, ohne mit den Finger auf deinen Partner zu zeigen.

    Zusammenfassendes Fazit zum Buch Warum wir uns immer in den Falschen verlieben

    Wir alle haben ein natürliches Bedürfnis nach Nähe und Bindung, auch wenn es im heutigen Zeitalter häufig geleugnet wird. Die Ausprägung variiert jedoch. Die Unterteilung der Menschen in drei Bindungstypen hilft dir, dich selbst und deinen Partner besser zu verstehen.

    Warum wir uns immer in den Falschen verlieben liefert ein effektives System, um die Engpässe in deiner Beziehung ausfindig zu machen.

    Warum wir uns immer in den Falschen verlieben

    9,99 Euro
    8.5

    Lesbarkeit

    9.0/10

    Potenzial zum Wachstum

    7.0/10

    Relevanz für dein Leben

    9.5/10

    Tiefe

    7.5/10

    Interessant

    9.5/10

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