Mit dem Herzen eines Buddha ( Tara Brach )- Zusammenfassung

Tara Brach

Mit dem Herzen eines Buddha (engl. Radical Acceptance ) erklärt, wie Buddhismus und Meditation dir mehr Zufriedenheit und Glück bringen können. Voller einfacher mentaler Übungen, die Stress und Selbstkritik reduzieren, gibt Mit dem Herzen eines Buddha die Werkzeuge, die du brauchst, um ein sanfteres und glücklicheres Leben zu führen.

Für viele von uns sind Mangelerscheinungen gleich um die Ecke. Es braucht nicht viel – den sozialen Vergleich , kritisiert zu werden, in Streit zu geraten, einen Fehler bei der Arbeit zu machen – um uns das Gefühl zu geben, dass wir nicht in Ordnung sind. Zu beginnen zu verstehen, wie unser Leben in dieser Trance der Unwürdigkeit gefangen ist, ist unser erster Schritt zur Wiederverbindung mit dem, was wir wirklich sind und was es heißt, vollständig zu leben.

„Zu glauben, dass etwas mit uns nicht stimmt , ist ein tiefes Leiden“, sagt Tara Brach am Anfang dieses aufschlussreichen Buches. Dieses Leiden entsteht in lähmenden Selbsturteilen und Konflikten in unseren Beziehungen, in Süchten und Perfektionismus, in Einsamkeit und Überforderung – all den Kräften, die unser Leben verengt . Mit dem Herzen eines Buddha bietet einen Weg in die emotionale Freiheit, einschließlich der täglichen praktischen Anleitung, die während Dr. Brachs zwanzigjähriger Arbeit mit Therapeuten und buddhistischen Studenten entwickelt wurde.

Mit dem Herzen eines Buddha steht unter dem Motto: Wenn wir aufhören, mit uns selbst Krieg zu führen, sind wir frei, jeden kostbaren Moment unseres Lebens zu leben.

Wer ist Tara Brach?

Tara Brach ist eine führende westliche Lehrerin für buddhistische Meditation, emotionale Heilung und spirituelles Erwachen. Sie praktiziert und lehrte seit über 35 Jahren Meditation, mit einem Schwerpunkt auf Vipassana (Achtsamkeit oder Einsicht) Meditation. Tara ist die leitende Lehrerin und Gründerin der Insight Meditations Community of Washington. Sie ist darüber hinaus klinische Psychologin und Autorin.

Tara ist landesweit bekannt für ihre Fähigkeit, westliche psychologische Weisheit mit einer Reihe von meditativen Praktiken zu verbinden. Ihr Ansatz betont Mitgefühl für sich selbst und achtsame Präsenz.

Wer sollte Mit dem Herzen eines Buddha lesen?

  • Gestresste Menschen, die Ruhe suchen
  • neurotische Menschen
  • Menschen, die am Buddhismus interessiert sind
  • 3 zentrale Erkenntnisse aus Mit dem Herzen eines Buddha

    Mit dem Herzen eines Budhha

    Wer ist nicht unzufrieden mit mindestens einem Teil seines Lebens? Vielleicht wünschst du dir einen besseren Körper oder eine bessere Arbeitsmoral. Vielleicht hasst du deine Unfähigkeit, der Versuchung zu widerstehen oder deine Neigung schnell wütend zu werden.

    Oft leiden wir unter diesen vermeintlichen Fehlern. Wir bestrafen uns selbst dafür, weil wir nicht perfekt sind. Aber so muss es nicht sein. Im Buch Mit dem Herzen eines Buddha lernst du Techniken kennen, die sich aus dem buddhistischen Konzept der radikalen Akzeptanz ergeben.

    Wenn du dein eigenes Leben radikal akzeptierst, wirst du dich weniger streng beurteilen. Du wirst dadurch glücklicher, ruhiger und ausgeglichener.

    1. Erkenntnis aus Mit dem Herzen eines Buddha : Anstatt zu versuchen, unkontrollierbare Situationen zu bewältigen, mache eine Pause

    Umgang mit Schmerzen ist schwer. Vielleicht musstest du Zeuge werden, wie ein geliebter Mensch mit einer tödlichen Krankheit kämpfte. Oder vielleicht wurdest du bei der Arbeit entlassen. Was auch immer der Fall ist, obwohl wir tief im Inneren wissen, dass wir diese schmerzhaften Situationen nicht kontrollieren können, versuchen wir oft, sie durch Kontrolle oder Verdrängung zu bewältigen.

    Wenn wir versuchen, bestimmte Erfahrungen zu verändern oder ihnen zu entkommen, lehnen wir sie ab. Das ist problematisch, weil unsere persönlichen Erfahrungen ein wichtiger Teil dessen sind, was uns zu dem macht, was wir sind. Indem wir eine Erfahrung ablehnen (sogar emotional schmerzhafte), lehnen wir einen Teil von uns selbst ab und sagen uns selbst, dass wir nicht gut genug sind und dass wir uns ändern müssen.

    Aber je mehr wir versuchen, diese unkontrollierbaren Situationen zu ändern, desto mehr füttern wir unsere Gefühle der Unzulänglichkeit.

    Glücklicherweise gibt es einen besseren Ansatz. Wenn wir mit beunruhigenden Situationen konfrontiert sind, die wir nicht kontrollieren können, ist es am besten, wenn wir eine Minute Pause machen. Durch die Pause öffnet sich die Chance, deine emotionale, innere Erfahrung anzuerkennen.

    Wenn du dir das nächste Mal vorgenommen hast eine Diät zu machen und das Gefühl hast, als würde der Schokoriegel dich verhöhnen, kannst du eine kurze Pause machen. Erkenne deine Gefühle in diesem Moment. Vielleicht sind sie eine Mischung aus Aufregung, Schuldgefühlen und Selbstkritik.

    Wenn du nur für eine Minute pausierst, kannst du deine Gedanken beobachten und klar sehen, welche Wünsche und Ängste dich antreiben. Noch wichtiger: Du erkennst, dass es nicht mehr als Gedanken sind und dass du diesen nicht zwangsläufig nachgehen musst. Wenn du die Emotionen und Gedanken nicht leugnest, verlieren sie den Großteil ihrer destruktiven Kraft.

    Die Pause gibt dir die Möglichkeit eine bewusstere Entscheidung zu treffen.

    2. Erkenntnis aus Mit dem Herzen eines Buddha : In Kontakt mit deinem Körper

    Wenn jemand dich im Stich lässt, ist es leicht, die Beherrschung zu verlieren. Als Tara herausfand, dass ihr Sohn wieder einmal nicht seine Hausaufgaben gemacht hatte, war ihr erster Impuls, ihn wütend zu konfrontieren. Aber dann entschied sie sich für einen anderen Ansatz.

    Bevor sie in das Zimmer ihres Sohnes stürmte, blieb sie stehen und konzentrierte sich auf die Empfindungen, die ihr Körper erlebte. Sie spürte, dass die Wut hochkam, aber identifizierte sich nicht mit dieser.

    Erstaunlicherweise fühlte sie sich beruhigt. Anstatt sich auf ihre wütenden Gedanken zu konzentrieren und auf eine Konfrontation mit ihrem Sohn zu setzen, konzentrierte sie ihre Aufmerksamkeit darauf, wie die Wut sich in ihren Körper anfühlte. Sobald sie sich ihres eigenen Körpers bewusst wurde, fühlte sie, dass ihre Wut durch Zärtlichkeit ersetzt wurde.

    Sie bemerkte, dass ihre Wut ihren ganzen Körper straffen ließ und ihre Brust sich anfühlte, als ob sie explodieren würde. Indem sie sich mehr darauf fokussierte, wie sie sich fühlte, konnte sie besser nachvollziehen, wie sich ihr Sohn fühlte. Diese Empathie half ihr, die richtigen Worte zu finden, als sie sich später mit ihm unterhielt.

    Leider bleiben die meisten von uns völlig in unserer mentalen Welt und nicht mit unseren Körpern in Verbindung. Wir schenken unseren körperlichen Empfindungen von Zeit zu Zeit nicht genug Aufmerksamkeit, weil wir immer planen, was wir als nächstes tun werden.
    Das ist laut Tara Brach schade, da das vollständige Erleben körperlicher Empfindungen, sowohl positiver als auch negativer Art, ein Gefühl des Lebens und der Verbundenheit mit jedem Teil des Lebens bieten kann.

    3. Erkenntnis aus Mit dem Herzen eines Buddha : Leiden kann dir helfen dein tiefstes Selbst zu entdecken

    Manchmal ist es schwer, uns selbst zu lieben. Daniel war ein Meditationsschüler, der sich selbst als die kritischste Person der Welt betrachtete und die meiste Kritik richtete sich nach innen. Er kritisierte sich ständig für alles, was in seinem Leben schief gelaufen war, von seiner Scheidung bis zu seinen Rückenschmerzen.

    Er konnte nicht einmal ohne den aufdringlichen Gedanken meditieren, dass er alles falsch machte. Ist dir diese harte Selbstkritik bekannt? Unglücklicherweise sind viele von uns genauso hart zu sich selbst wie Daniel. Der Grund, warum wir uns so verhalten, ist, um uns vor Leiden zu schützen. Wie funktioniert dieser Abwehrmechanismus? Nun, anstatt uns zu erlauben, Gefühle der Verletzlichkeit, Eifersucht oder Angst zu ertragen, vertuschen wir diese schmerzhaften Emotionen mit unnötigem Selbst-Urteil. Wir schieben sie weg, weil wir fürchten, dass unsere Verwundbarkeit oder Eifersucht zu anderen „schlechten“ Gefühlen führen könnte, wie zum Beispiel Bedürftigkeit oder Zügellosigkeit.

    Unglücklicherweise hilft das Ablehnen von Leiden auf diese Weise nicht. Nur wenn wir lernen, Leiden vollständig zu erfahren, anstatt es wegzuschieben und zu beurteilen, können wir beginnen, die Teile von uns selbst zu heilen, die schmerzen. Nur indem wir unser eigenes Leiden annehmen und mitfühlen, können wir unsere innerste Natur entdecken.

    Der Buddhismus bietet eine positive Einstellung zum Leiden. In der Tat sagt eine wichtige buddhistische Lehre, dass Leiden ein Tor zu Mitgefühl ist und indem wir mitfühlend sind, drücken wir die tiefsten Teile von uns aus.
    Auch du kannst Mitgefühl kultivieren, indem du lernst, dein Leiden zu akzeptieren.

    Sobald Daniel das volle Ausmaß seines emotionalen und körperlichen Schmerzes anerkannt hatte – anstatt ihn mit Kritik zu ersticken – begann er zu heilen. Am Ende konnte er seinen Schmerz durch Mitgefühl lindern.

    Zusammenfassendes Fazit zum Buch Mit dem Herzen eines Buddha

    Wie gehen die meisten Menschen mit unerträglichen Schmerzen um? Essen? Alkohol? Sucht? Wir wenden uns an unsere iPhones oder unsere Facebook-Feeds oder unsere Videospiele. Wir peitschen uns oder andere metaphorisch mit Selbstverurteilung.

    Aber was wäre, wenn wir nicht nach externen Lösungen suchen, sondern lernen würden, mit unserem Schmerz fertig zu werden – nur indem wir achtsam sind?

    Das Konzept der radikalem Akzeptanz klingt vielleicht etwas weich, aber Brach sorgt dafür, aber dennoch liefert Mit dem Herzen eines Buddha eine gute und weise Anleitung, die dir bei deinem Prozess der emotionalen Meisterung helfen kann.

    Mit dem Herzen eines Buddha

    22,99 Euro
    Mit dem Herzen eines Buddha
    7.4

    Lesbarkeit

    7.0 /10

    Potenzial zum Wachstum

    8.0 /10

    Relevanz für dein Leben

    8.0 /10

    Tiefe

    6.5 /10

    Interessant

    7.5 /10

    2 Comments

    1. Barbara sagt:

      Sehr interessanter Artikel! Bin selbst ein großer Buddhismus Fan, zuletzt brachte mich jedoch das Buch „Warum Mönche meditieren müssen“ von V. Rationi ins Grübeln … Wär interessant, was SIe darüber denken!

      LG Barbara

      • Dominique sagt:

        Hallo Barbara, ich habe auf Ihren Kommentar hin einige Grundthesen des Aufsatzes “ Warum Mönche meditieren müssen“ gelesen, aber kann nicht über das ganze Werk urteilen. Es mag sein, dass es einige Individuen gibt die in ihrem Rückzug in die Meditationspraxis eskapistische Motive haben, aber Meditation per se muss nicht unbedingt mit Askese oder Realitätsflucht einhergehen. Sie als Fan des Buddhismus und wissen bestimmt, dass Meditation nicht nur eine Entspannungstechnik oder eine Unterdrückung der Gefühle ist. Im Gegenteil. Gerade die Entwicklung der Achtsamkeit lässt uns unsere Gefühle deutlicher erleben und empathischer gegenüber unseren Mitmenschen und Partnern werden. Vielleicht hilft uns diese Achtsamkeit sogar im sozialen Umfeld aufzublühen und bessere, empathischere Beziehungen zu führen. Darauf deutet die empirische Datenlage zumindest hin.Außerdem sind die 3 Grundbedürfnisse, die Rationi herausstellt, wie ich es sehe,an keiner Stelle legitimiert oder deren Genese erklärt. Ich würde Ihnen zustimmen, dass die Thesen ziemlich interessant sind,aber bin auch skeptisch, ob es mehr ist als ein These, da 11 Seiten kaum genügen werden, um ein solches Thema differenziert zu betrachten und vieles Thesen einfach als Prämissen dargestellt werden, obwohl sie ( in meinen Augen )nicht selbsterklärend sind. Welche These aus dem Buch hat Sie denn zum Nachdenken angeregt? LG 🙂

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