Warum negative Emotionen eine Botschaft und eine Chance sind

negative Emotionen

Emotionen – besonders negative Emotionen -haben sich zu einem bestimmten Zweck entwickelt: Um uns zu helfen, zu leben und uns zu reproduzieren. Sie sind evolutionäre Feedback-Mechanismen, die uns sagen, dass etwas für uns in Bezug auf unser Überleben entweder richtig oder falsch ist.

Ein Evolutionärer Ansatz- negative Emotionen als Botschaft

Jeder Mensch ist Teil einer evolutionären Erfolgsgeschichte. Wenn einer unserer Vorfahren durch eine Vielzahl von äußeren Umweltreizen(eine Eiszeit, eine Dürre, den Angriff eines Raubtieres oder eine Epidemie) ausgelöscht worden wäre, wären du und ich heute nicht hier.

Der Evolution ist egal, ob du glücklich bist. Die primären Ziele sind das Überleben und die Reproduktion. Weil negative Emotionen wie Angst, Wut und Leiden das Überleben deiner evolutionären Vorfahren gesichert haben, haben diese Individuen, die auf diese Emotionen gehört haben und dadurch dem Tod entgangen sind, ihr Erbgut weitergegeben.

Unsere menschlichen Vorfahren mussten, um ihr Überleben zu sichern, besonderen Wert auf lebensdienliche Dinge, wie Unterkunft, Nahrung und Fortpflanzung Acht geben. Was aber noch wichtiger war, war von den Dingen weg zu kommen, die das Leben bedrohen könnten (Fressfeinde, Unterernährung und Aggression von anderen Menschen).

Diese Dinge haben von einem evolutionären Standpunkt aus gesehen eine höhere Dringlichkeit. Logisch! Wenn du heute keine Nahrung findest, kannst du das morgen nachholen, aber wenn du heute einen Fressfeind unterschätzt, bekommst du morgen keine zweite Chance mehr.

So haben diejenigen, die sich vorsichtiger verhalten haben, eher überlebt und haben sich eher reproduziert. Und Voilà: Viele Tausende Generationen später sucht unser Gehirn immer noch eher nach Gefahren um zu überleben anstatt die positiven Aspekte des Lebens zu betrachten.

Der einzige Psychologe, der jemals einen Nobelpreis gewonnen hat ,Daniel Kahneman, fand sogar heraus, dass in intimen Beziehungen die Rate von positiven zu negativen Ereignissen eine Rate von 5:1 haben muss, damit ein negative Ereignis ausgeglichen wird.

Es macht also aus evolutionärer Sicht Sinn eine Tendenz zu negativen Emotionen zu haben.

Negative Emotionen als Teil der Gleichung

So wie der Schmerz, einen heißen Ofen zu berühren, dich lehrt, ihn nicht mehr zu berühren, so lehrt einen die Traurigkeit des Alleinseins, nicht die Dinge zu tun, die einem das Gefühl geben, wieder so allein zu sein. Emotionen sind einfach biologische Signale, die dazu dienen, dich in Richtung einer wohltuenden Veränderung zu schubsen.

Mit anderen Worten: Negative Emotionen sind ein Aufruf zum Handeln. Wenn du sie spürst, dann weil du etwas tun sollst. Positive Emotionen hingegen sind Belohnungen für das „richtige“ Handeln. Wenn man sie spürt, scheint das Leben einfach und es gibt nichts anderes zu tun, als es zu genießen. Dann, wie alles andere auch, verschwinden die positiven Emotionen, weil unweigerlich mehr Probleme auftauchen.

Emotionen sind Teil der Gleichung unseres Lebens, aber nicht die ganze Gleichung. Nur weil sich etwas gut anfühlt, heißt das nicht, dass es gut ist. Nur weil sich etwas schlecht anfühlt, heißt das nicht, dass es schlecht ist. Emotionen sind nur Wegweiser, Anregungen, die uns unsere Neurobiologie gibt, nicht Gebote. Deshalb sollten wir nicht immer unseren eigenen Emotionen vertrauen, sondern sie auch zu hinterfragen.

Traurig ist es, die negativen Emotionen zu verleugnen, weil man viele der Feedback-Mechanismen verleugnet, die einem helfen, Probleme zu lösen. Infolgedessen kämpfen viele dieser unterdrückten Individuen ihr ganzes Leben lang mit Problemen. Der Schmerz hat also durchaus einen „evolutionären Sinn“.

Hier sind einige negative Emotionen im Überblick, die dir eine Botschaft übermitteln könnten

Eine Botschaft, die Angst dir liefern kann

Gavin de Becker vertraue deiner Angst

Vertraue deiner Angst. Das klingt ungewöhnlich. Die Angst hat keinen guten Ruf und wird allzu oft unterdrückt und bekämpft. Der Autor Gavin de Becker hingegen erklärt in seinem Buch „Vertraue deiner Angst“ erklärt, dass die Menschen viel stärker ihrer Angst vertrauen und ihrem Instinkt folgen sollten, um sich dadurch vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen.

Gavin de Becker beschreibt anhand vieler fesselnder Geschichten aus seiner eigenen Karriere als Sicherheitsexperte alle Facetten der menschlichen Gewalt und gibt zahlreiche Tipps, wie man Gefahrensituationen rechtzeitig erkennt. Dabei widerlegt er den Mythos, dass die meisten Übergriffe und Körperverletzungen unvorhersehbar sind. Fast immer gibt es Anzeichen, die auf einen gefährlichen Menschen oder eine gefährlichen Situation hindeuten.

Hattest du jemals ein mulmiges Gefühl, wenn du nachts nach Hause gehst? Oder hast du dich bei einem Fremden in der U-Bahn unwohl gefühlt? Vielleicht hast du aufgehört, jemanden zu treffen, weil die Person sich geweigert hat, nein als Antwort zu akzeptieren. Der Punkt ist: Wir waren alle in Situationen, in denen wir uns nicht völlig sicher fühlten und es gibt nur eine Sache, die uns davon abhält, tatsächlich verletzt zu werden – der Instinkt, den wir Angst nennen.

Weil man nicht wahrhaben möchte, dass man selbst zum Opfer von Manipulation und Gewalt werden könnte, ignorieren jedoch viele Menschen Alarmsignale, unterdrücken Antipathien – und bringen sich somit selbst in Gefahr. Besonders das Wissen über die dunkle Triade kann dich vor solchen Menschen und solchen Situationen schützen.

Gewalt kann vermieden werden. Jeder Mensch hat einen einzigartigen Mechanismus, der ihn vor drohenden Gefahren warnen soll und dich in Sicherheit bringen kann. Dieser Mechanismus heißt Angst und ist manchmal ein Geschenk. In vielen Situationen gilt also: Vertraue deiner Angst!

Vertraue deiner Angst ( Gavin de Becker ) – Zusammenfassung

Die hilfreiche Botschaft der Wut

Wut ist eine extrem starke, aber auch gleichzeitig extrem missverstandene Emotion, die uns wertvolle Nachrichten liefern. Anderseits ist sie, wenn sie Überhand nimmt, auch wie Gift, das wir selbst einnehmen mit dem Ziel andere zu vergiften.

Wut ist ein gutes Beispiel für eine Emotion, die auch einen gewissen Wert hat. Wut kann beispielsweise dafür sorgen, dass du den Mut und die Kraft aufbringst, um die zu verteidigen und zu schützen, die du liebst. Wahrscheinlich willst du sogar etwas Wut spüren, wenn jemand deine Kinder bedrohen würde.

Wut ist an sich weder gut noch schlecht. Es kommt darauf an, was du damit machst. Zorn und Wut entstehen normalerweise, weil wir glauben, dass wir ungerecht behandelt wurden, oder dass etwas unsere Fähigkeit blockiert, sinnvolle Ziele zu erreichen.

negative Emotionen

Oft ist die simple Nachricht der Wut einfach, dass eine unser Erwartungen nicht erfüllt wurde. Wenn jemand beispielsweise sein Wort nicht hält, empfinden wir einen Verlust von Vertrauen und Intimität in Bezug auf diese Person. Die Person, die dich verletzt hat, ist sich womöglich gar nicht bewusst, was diese Situation für dich bedeutet hat. Vielleicht hat die Person einfach eine deiner ungeschriebenen Regeln gebrochen und wusste gar nichts davon, dass du diese Sache wertschätzt oder als festgesetzte Regel hast.

Klingt zwar abgedroschen, aber es ist wahr: Rede mit der Person!

Oft vergessen wir, dass wir andere Wertesysteme haben als andere Menschen und uns nicht dieselben Sachen am Herzen liegen. Weil wir 24/7 in unserem eigenen Kopf leben, vergessen wir häufig, dass andere Menschen auch andere Ansichten haben könnten und auf andere Dinge Wert legen.

Daher kann ein Gespräch darüber extrem aufschlussreich sein. Niemand kann in unsere Köpfe hineingucken und lesen, welche unterbewussten Verhaltensregeln für ein „richtiges Leben“ wir in unserem Kopf festgelegt haben und daher können wir auch nicht erwarten, dass andere es wissen.

Die übergeordnete Regel der Wut ist also: Entweder jemand anderes oder wir selbst haben eine Regel oder einen Standard verletzt, den wir für uns selbst unterbewusst gesetzt haben. Vielleicht gibt dir die Wut in dieser Situation die Chance dir deine „unterbewussten Regeln bewusst zu werden und sie deinem Gegenüber zu kommunizieren, sodass er in der Zukunft darauf achten wird, nicht wieder diese Regel zu brechen, wenn er nicht deine Wut nicht erwecken will.

Wut überwinden

Um dem Ganzen fürs nächste Mal vorzubeugen könntest du dich, nachdem die Wut ein wenig abgekühlt ist, fragen: Wie kann ich meine Standards und Regeln besser kommunizieren? Was kann ich daraus lernen?

Neid als Botschaft zur Persönlichkeitsentwicklung

Wenn wir neidisch sind, ist es ein ziemlich guter Indikator für Eigenschaften oder Dinge, die du selbst auch haben möchtest. Warum orientieren wir uns nicht am Ideal des anderen und arbeiten dafür diese Dinge ebenfalls zu bekommen? Vielleicht ist Neid nur ein Aufruf dich zunehmend zu dem Menschen zu entwickeln, der du sein willst?

Reflexionsfrage: Welche Eigenschaften bewunderst/beneidest du in anderen Menschen, die du in deine Persönlichkeit integrieren könntest?

Leiden als Botschaft für das persönliche Wachstum

"Leiden ist lebensnotwendig und fließt daher nicht von außen auf uns ein, sondern jeder trägt es als eine ewige Quelle in sich."-Arthur Schopenhauer

Menschen werden als das "vernünftige Tier" oder das "soziale Tier" bezeichnet, aber das Epitheton "das leidende Tier" ist genauso geeignet. Während alle Tiere in der Gegenwart aufgrund von Hunger oder Verletzungen leiden, sind die Menschen allein in ihrer Fähigkeit, Leiden inmitten äußerer Bequemlichkeit zu erzeugen und wissen, dass wir eines Tages sterben werden.

Wir grübeln über die Vergangenheit nach und sorgen uns um die Zukunft, und wie Kierkegaard es ausdrückte, wissen wir das "Terror, Verderben, und Vernichtung jedem Menschen innewohnen" (Soren Kierkegaard)

Angesichts der enormen Rolle, die das Leiden im Leben eines jeden Menschen spielt, betrachten nur wenige Menschen seine Bedeutung. William James bezeichnete es sogar als "Wurm im Kern unserer üblichen Quellen der Freude".

Nietzsches Sicht aufs Leiden

Anstatt zuzulassen, dass unser Leiden uns schwächt und uns des Lebens überdrüssig macht, werden wir lernen, es als eine Möglichkeit zum Wachstum zu gebrauchen.

Denn wie Nietzsche aus eigener Erfahrung sehr wohl wusste, ist Leiden oft eine Voraussetzung, um den Fallen der Mittelmäßigkeit zu entgehen.

Prüfet das Leben der besten und fruchtbarsten Menschen und Völker und fragt euch, ob ein Baum, der stolz in die Höhe wachsen soll, des schlechten Wetters und der Stürme entbehren könne: ob Ungunst und Widerstand von außen, ob irgendwelche Arten von Hass, Eifersucht, Eigensinn, Misstrauen, Härte, Habgier und Gewaltsamkeit nicht zu den begünstigenden Umständen gehören, ohne welche ein grosses Wachsthum selbst in der Tugend kaum möglich ist? Das Gift, an dem die schwächere Natur zu Grunde geht, ist für den Starken Stärkung − und er nennt es auch nicht Gift.

Nietzsche kam zu diesem Schluss hinsichtlich des positiven Wertes des Leidens bei seinem Versuch zu entdecken, warum manche Menschen unter Widerstand aufblühten und zu produktiven Menschen wurden, während andere ihr Leben in einem Zustand von "Verfall und Schwäche" verbrachten. Was er erkannte, war, dass der Hauptunterschied zwischen den beiden Gruppen die Menge an "tiefem Leiden" war, die man ertragen konnte.

Tiefgreifendes Leiden

Tiefgreifendes Leiden unterscheidet sich von den typischen Leiden. Anstatt schwach und bitter zu machen, wirkt es belebend und stärkend. Es ist produktiv in dem Sinne, dass es auf der Suche nach Selbstverwirklichung hilft.

Um die höchste Form der psychischen Gesundheit zu erreichen, müssen wir, so Nietzsche, nicht versuchen, uns von Leiden zu befreien, sondern lernen das Leiden zu ertragen und danach zu wachsen.

Nietzsche glaubte, dass einer der großen Vorteile von tiefgreifendem Leid darin besteht, dass es uns hilft, unsere Situation klarer zu sehen - es durchschneidet die Netze von Wahnvorstellungen und Illusionen, in die wir uns zu oft einschließen.

Tiefes Leiden erweist sich auch als unverzichtbarer Bestandteil der Selbsttransformation. So wie ein Waldfeuer all das tote und abgenutzte Material verbrennt, um Platz für neues Leben zu schaffen, glaubte auch Nietzsche, dass diejenigen, die in der Lage sind zu leiden, wissen, wie man Schmerz als Antrieb nutzt, um alles Schwache und Überflüssige in ihnen abzubrennen.

Wir alle haben emotionale Neigungen, Neurosen und Gewohnheiten, von denen wir besser ablassen würden, aber wenn es gut läuft, denken wir wenig daran, Veränderungen vorzunehmen. Wenn wir dagegen in einem längeren Leidenszustand stecken, erweist es sich hingegen als viel einfacher, radikale Veränderungen vorzunehmen, wie Nietzsche in der „fröhlichen Wissenschaft„ schrieb.

Selbsttransformation durch Leiden

Jede Form der Selbsttransformation erfordert jedoch intermittierende Perioden der Zerstörung und des Verfalls. Indem wir unser Selbst transformieren, müssen wir notwendigerweise Leidens- und Schmerzstadien durchlaufen.

Verbrennen musst du dich wollen in deiner eignen Flamme: wie wolltest du neu werden, wenn du nicht erst Asche geworden bist! (Nietzsche).

Die Zucht des Leidens, des grossen Leidens — wisst ihr nicht, dass nur diese Zucht alle Erhöhungen des Menschen bisher geschaffen hat? Jene Spannung der Seele im Unglück, welche ihr die Stärke anzüchtet, ihre Schauer im Anblick des grossen Zugrundegehens, ihre Erfindsamkeit und Tapferkeit im Tragen, Ausharren, Ausdeuten, Ausnützen des Unglücks, und was ihr nur je von Tiefe, Geheimniss, Maske, Geist, List, Grösse geschenkt worden ist: — ist es nicht ihr unter Leiden, unter der Zucht des grossen Leidens geschenkt worden? Im Menschen ist Geschöpf und Schöpfer vereint: im Menschen ist Stoff, Bruchstück, Überfluss, Lehm, Koth, Unsinn, Chaos; aber im Menschen ist auch Schöpfer, Bildner, Hammer-Härte, Zuschauer-Göttlichkeit und siebenter Tag: — versteht ihr diesen Gegensatz? Und dass euer Mitleid dem» Geschöpf im Menschen «gilt, dem, was geformt, gebrochen, geschmiedet, gerissen, gebrannt, geglüht, geläutert werden muss, — dem, was nothwendig leiden muss und leiden soll?

Es ist kein Zufall, dass eine Zeile von Hemingway wieder und wieder zitiert wird und so tief mit den Menschen räsoniert:

Die Welt zerbricht jeden und nachher sind viele an den gebrochenen Stellen stärker.- Ernest Hemingway

Viele Menschen denken, dass Widerstandsfähigkeit heißt, nach einer schweren Situation einfach wieder zu regenerieren oder Probleme an sich abprallen zu lassen. Doch damit verschweigen wir den unglaublichen Wert, den die Widerstandsfähigkeit gibt. Widerstandsfähigkeit gibt uns nämlich die Möglichkeit durch Schmerz zu wachsen und uns zu verbessern. So können negative Emotionen große Selbsttransformationen hervorrufen.

Die Lücke zwischen Reiz und Reaktion

Es gibt ein zentrales Konzept, das man verstehen muss, wenn es um die Interpretation der negativen Emotionen als Botschaft oder Chance geht. Es ist die Tatsache, dass zwischen Reiz und Reaktion eine Lücke liegt.
Denken der Gesellschaft:

Ereignis ⇒ Gefühl

In Wahrheit gibt es jedoch einen äußerst wichtigen Zwischenschritt :

Ereignis ⇒ Beurteilung ⇒ Gefühl

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion selbst zu wählen.- Viktor E. Frankl

Wenn wir lernen diese Lücke bzw. diesen Raum, von dem Viktor Frankl spricht zu schließen, indem wir unsere eigene (positive) Bedeutung für eine unangenehme Situation geben. An sich ist jede Situation von Grund auf neutral- allein du vergibst die Bewertung ( für negative Emotionen )

Zweifelsohne können negative Emotionen auch irrational und destruktiv sein. Besonders neurotische Menschen leiden oft an Situationen, die nicht zwingend eine solch starke Botschaft als Signal benötigt hätten. Auch wenn man durchaus an der Front arbeiten kann, die destruktive Macht, die negative Emotionen in deinem Leben übernehmen, zu reduzieren, wirst du vermutlich komplett anders auf negative Emotionen reagieren, wenn du sie als Botschaft erkennst, die dir im Grunde genommen nur helfen will.

Deshalb meine Reflexionsfrage für dich: Welche Botschaft geben dir deine aktuellen negativen Emotionen in deinem Leben?

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